Moderator: Bernd Krause
Sendung: Der AllgäuWECKER
mit Bernd Krause
 
 
Kein Wolf im Landkreis Lindau (Symbolbild)
(Bildquelle: Pixabay)
 
Bodensee - Bodolz
Montag, 12. September 2022

Tote Kälber in Bodolz: Es war kein Wolf!

Am 20. August wurden dem Veterinäramt in Lindau zwei tote Kälber von einem Bauern im Bodolzer Ortsteil Bettnau gemeldet. Ein Tier war weitgehend unversehrt, das andere war hingegen stark befressen.

Um genauere Erkenntnisse darüber zu erlangen, ob der Befraß der tot geborenen Kälber durch einen großen Beutegreifer wie beispielsweise einen Wolf verursacht wurde, entnahm das Veterinäramt in Abstimmung mit dem Bayerischen Landesamt für Umwelt (LfU), bei den toten Kälbern vor Ort Proben zur weiteren genetischen Untersuchung.

Das LfU ist bayernweit federführend für alle Belange, bei denen eine Beteiligung oder Schädigung durch große Beutegreifer in Betracht gezogen wird. Neben der Probenentnahme wurden die Kälber zur pathologischen Untersuchung an die Tierköperbeseitigungsanstalt (TBA) Kraftisried verbracht. Hier wurde festgestellt, dass es keine Anzeichen auf Gewalt oder Bisswunden vor dem Tod gegeben hat. Der Befraß hat laut der TBA deutlich nach dem Tod stattgefunden.

Zudem wurde festgestellt, dass die Hufe der beiden Tiere nicht belaufen waren, was dafür spricht, dass die Zwillingskälber bereits tot geboren wurden. Dies deckt sich mit der Angabe des betroffenen Landwirtes, dass die Zwillingskälber circa vier Wochen vor dem eigentlichen Geburtstermin auf die Welt kamen.

Die genetische Analyse des LfU hat ergeben, dass der Befraß der toten Kälbchen durch einen Haushund (Canis Familiaris) entstanden ist. Eine Beteiligung wildlebender großer Beutegreifer, wie beispielsweise einem Wolf, schließt das LfU bei seiner Bewertung des Ereignisses aus. „Aufgrund von Mutmaßungen, ein Wolf könnte die Kälber getötet und angefressen haben, herrschte in der Bevölkerung große Unsicherheit. Eltern hatten große Sorge ihre Kinder draußen spielen zu lassen und die Landwirte hatten Angst um ihre Nutztiere. Deshalb freue ich mich sehr, dass durch die Untersuchungen ein Wolf für den Tod und den Befraß der Kälbchen ausgeschlossen werden konnte.“, so Landrat Elmar Stegmann.


Tags:
wolf wild tot allgäu


© 2022 AllgäuHIT - Baumann & Häuslinger GbR • Lindauer Str. 6 • 87439 Kempten (Allgäu) - Tel: 0831-20 69 74-0
Die Nutzung der Nachrichten von AllgäuHIT, auch in Auszügen, ist ausschließlich für den privaten Bereich freigegeben.
Eine Nutzung für den gewerblichen Bereich erfordert eine schriftliche Genehmigung der Baumann & Häuslinger GbR
MEINE REGIONALNACHRICHTEN
Meine Allgäu-Region wählen ...
 
Kleinwalsertal Kempten Oberallgäu Kaufbeuren Ostallgäu Memmingen Unterallgäu Bodensee
LIKE UNS BEI FACEBOOK
 
DIE LETZTEN 3 GESPIELTEN TITEL
 
LUM!X x MOKABY & D.T.E x Gabry Ponte
The Passenger (LaLaLa)
 
HBz, Anna Grey & Agent Zed
Aloha Hey
 
Armand Van Helden & Karen Harding
Wings (I Won´t Let You Down)
AKTUELLE BILDERGALERIEN
 
AllgäuHIT-Bildergalerie
Dachstuhlbrand Memmingen
 
AllgäuHIT-Bildergalerie
Brand Immenstadt
 
AllgäuHIT-Bildergalerie
Canyoning-Unglück im Allgäu
 
 
Radio einschalten Ihr Spot bei uns Glasklarer Empfang Datenschutz/Impressum