Moderator: Marcus Baumann
mit Marcus Baumann
 
 
Ein Beratungsgespräch bei der Arbeitsagentur
(Bildquelle: Bundesagentur für Arbeit)
 
Allgäu - Kempten
Mittwoch, 24. Juli 2013

Endspurt auf dem Lehrstellenmarkt

Mehr Stellen als Bewerber im Allgäu

Der Endspurt auf dem Lehrstellenmarkt 2013 hat begonnen. Im September ist wieder offizieller Ausbildungsbeginn im Bayern. Und wer als Jugendlicher jetzt noch eine Ausbildungsstelle sucht, sollte sofort zur Berufsberatung kommen. „Auf dem Ausbildungsmarkt sieht es im Allgäu in diesem Jahr für junge Menschen sehr gut aus. Die Ausbildungsbereitschaft der Unternehmen ist weiter hoch“, sagt Peter Litzka, Leiter der Agentur für Arbeit Kempten-Memmingen. „Durch Ausbildung im eigenen Betrieb möchten Arbeitgeber mittelfristig den Bedarf an Fachkräften sicherstellen und so der demografischen Entwicklung begegnen. Denn in den nächsten Jahren gibt es auch bei uns im Allgäu weniger junge Menschen, die nach der Schule eine betriebliche Ausbildung beginnen.“

Bis Ende Juni stellten Arbeitgeber im gesamten Agenturbezirk 5.230 Ausbildungsplätze zur Verfügung, ähnlich viele wie im Jahr zuvor. Auf Seiten der jugendlichen Bewerber um einen Ausbildungsplatz setzte sich die Entwicklung des letzten Jahres fort. Weniger junge Menschen meldeten sich bei den Berufsberatern bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz. Im gesamten Agenturbezirk waren es 3.866 Jugendliche, 236 weniger als im Vorjahr. Hier deuten sich erste Anzeichen des demografischen Wandels an. Aber auch eine zunehmende Neigung zum Besuch weiterführender Schulen oder Studium spielt eine Rolle. Daneben führt die zunehmende Nutzung der Online-Plattformen der Bundesagentur für Arbeit wie z.B. planet-beruf.de dazu, dass junge Menschen vermehrt eigenständig ihre Berufswahl realisieren.

Zuletzt waren knapp 1.850 Ausbildungsplätze unbesetzt, gleichzeitig hatten noch 1.130 junge Menschen keine Ausbildungsstelle, die ihren beruflichen Vorstellungen entsprach. Auch wenn bereits viele Ausbildungsverträge unterschrieben sind, zeigen die Erfahrungen der letzten Jahre, dass sich bis zum Ende des Beratungsjahres im September noch einiges tut. So waren im Agenturbezirk noch mehr als 580 Ausbildungsplätze in Produktions- und Fertigungsberufen nicht besetzt. Für angehende Schlosser, Mechaniker und Elektriker, aber auch im Baugewerbe boten sich Chancen auf einen Ausbildungsvertrag. In der Lebensmittelproduktion, als Koch und in der Hotellerie und Gastronomie wurden noch viele Nachwuchskräfte gesucht. Selbst für medizinische Fachangestellte oder im Büro und Sekretariat waren noch einige Ausbildungsplätze zu vergeben.

Wenn es mit dem „Traumberuf“ nicht klappt, sollten Jugendliche auch berufliche Alternativen in ihre Überlegungen mit einbeziehen, das steigert die Chancen. Ein Gespräch mit dem Berufsberater unterstützt die eigene Berufswahlentscheidung und hilft bei der Suche nach guten beruflichen Alternativen. Unter der gebührenfreien Service-Nummer 0800 4 5555 00 lässt sich schnell ein Termin vereinbaren.

Von Arbeitgebern wird immer wieder beklagt, dass Jugendliche auf eine betriebliche Ausbildung nicht genügend vorbereitet sind. Damit möglichst viele junge Menschen ihre Ausbildung erfolgreich abschließen, bietet die Agentur für Arbeit mit ausbildungsbegleitenden Hilfen einen Nachhilfeunterricht an, um Berufsschulwissen zu vertiefen. Peter Litzka appelliert an Firmen: “Geben sie auch jungen Menschen ohne Topzeugnis eine Chance. Wir unterstützen sie dabei gern, denn auch diese Jugendlichen sind Fachkräfte von morgen, die wir dringend brauchen.“


Der Radio-Programmbeitrag zum Nachhören:



Tags:
arbeit lehrstelle ausbildung allgäu wirtschaft



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