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Kein Allgäu-Krimi: 19-jähriger nach brutalem Mord an Mitpatientin angeklagt
14.03.2013 - 08:21
Nach einer Feier in einer Reha-Klinik im unterallgäuer Bad Grönenbach am nächsten Morgen der Schock: Eine 39-jährige Patientin wird vor fast einem Jahr ermordet aufgefunden. Der Täter ist äußerst brutal vorgegangen.
Bevor es zu der Tat kam, hatte die gehörlose Dachauerin noch mit dem aus dem Ostalbkreis stammenden mutmaßlichen Täter und weiteren Patienten der Reha-Klinik gefeiert. Hintergrund war der Abschied mehrerer Patienten. Anschließend hatte sie die Party verlassen und war auf ihr Zimmer gegangen. Ein zur Tatzeit 18-jähriger schwerhöriger Mann folgte ihr und forderte sie zum Geschlechtsverkehr auf. Dies muss die Frau verneint haben - vermutlich ihr Todesurteil.

Mit einer Nagelschere und einem Fieberthermometer stach der Heranwachsende auf sie ein, er würgte sie am Hals und als sich ihre Lider nicht schlossen, sprühte er ihr Desinfektionsmittel in die Augen. Mehrere Stichverletzungen in die Herzkammern und der Lunge, stellten die Ermittler bei einer Obduktion fest. Außerdem hatte sich der Täter mit seinem vollen Körpergewicht auf den leblosen Körper der Frau geworden, um sicherzugehen, dass sie auch tatsächlich tot ist. Dadurch dürfte ihre Leber halbiert worden sein. Anschließend soll er sich an seinem Opfer vergangen haben. Die Todesursache: Inneres und äußeres verbluten.

Ab heute muss sich der inzwischen 19-jährige mutmaßliche Täter vor dem Landgericht in Memmingen verantworten. Ihm wird Mord und versuchte Vergewaltigung vorgeworfen. Er hat die Tat bereits gestanden.

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