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Symbolbild Fußball
(Bildquelle: )
 
Memmingen
Samstag, 23. September 2017
Beim FC Memmingen wird es Zeit, dass sich was dreht
Vorbericht zum Bayernspiel

„Zeit, dass sich was dreht“. Dieser Song von Herbert Grönemeyer würde angesichts der sportlichen Misere gut ins musikalische Kabinenprogramm des Fußball-Regionalligisten FC Memmingen passen. Ob er läuft, wissen wir nicht. Ob er was bewirken würde auch nicht. Einen eindringlichen Appell, ganz nach diesem Motto, hat der FCM-Vorsitzender Armin Buchmann, in dieser Woche an Mannschaft und Trainer gerichtet. Das Wort Krisensitzung wollte Buchmann nicht gebrauchen, seine kurze Aussage ist aber deutlich.

Beim Blick auf die bisherige Punktspielausbeute mit acht Niederlagen in zehn Spielen ist es für den Funktionär eher schon „Fünf nach, als Fünf vor 12“. Was nichts anderes heißt, dass er eine Reaktion erwartet, am besten schon am Samstag (14 Uhr) beim Auswärtsspiel im Grünwalder Stadion beim FC Bayern München II, weil es in der augenblicklichen Memminger Situation eigentlich egal ist, wie der Gegner heißt. Punkte müssen dringend her. Spätestens am Mittwoch im Wiederholungsspiel gegen den FC Unterföhring. Auch wenn der sportliche Leiter Bernd Kunze vor diesem Kellerduell Begriffe wie „Schicksalsspiel“ oder „Entscheidungsspiel“ nicht gebrauchen will, die Bezeichnung passt. Kunze weiß, dass die beispielslose Verletzungsmisere der vergangenen Wochen mutmaßlich einen großen Anteil an den Misserfolgen hat, aber nur Jammern bringe auch nicht weiter. „Jetzt heißt es Arschbacken zusammenkneifen, das hat hoffentlich auch der Letzte kapiert“, wird Kunze markig, „es geht es nicht um den Einzelnen, nicht um den Trainer, sondern um das, was jeder hinten auf dem Trikot stehen hat“. Sprich, den FC Memmingen als Verein. Viel deutlicher geht’s nicht. Ausmalen mag sich noch keiner, was bei einem Betriebsunfall mit einem Absturz in die Bayernliga Süd passieren würde. An der ersten Mannschaft hängt auch die gesamte Jugendarbeit.

Der FCM ist dafür bekannt, dass es keine Schnellschüsse gibt, wenn es mal nicht so läuft. Das besonnene Handeln ist für Buchmann auch der Grund, warum es in den vergangenen Jahren ordentlich bis sehr gut gelaufen ist: „Wir sind kein Hire- und Fire-Verein“ Deshalb gab es bislang auch keine öffentlichen Äußerungen zum Personal. Naturgemäß steht als Erster der Trainer beim Umfeld in der Kritik. Standardfloskeln über Stefan Anderl, „wir stehen hinter ihm“ oder „genießt vollstes Vertrauen“ wurden tunlichst vermieden. Diese Formulierungen bedeuten nichts weiter, als dass ein Trainer angezählt ist. Die Memminger planen mit dem 52-jährige eigentlich länger, gleichwohl wird hinter den Kulissen natürlich intensiv gesprochen, wie es aus dem Loch wieder rausgehen kann. Vieles wurde hinterfragt. Aber nicht alles was vergangene Saison zum vierten Tabellenplatz beigetragen hat, kann heuer plötzlich schlecht sein.

Buchmann weiß aber auch, dass bei ausbleibenden Erfolgen irgendwann eine Eigendynamik einsetzt. Deshalb wäre es dem FCM-Boss am liebsten, wenn die geforderte Reaktion auf dem Platz einsetzt, Punkte eingefahren werden und er keine Entscheidungen treffen müsste, die er eigentlich nicht treffen will. Beim 0:5 zuletzt gegen den FC Augsburg II war er ziemlich konsterniert, vor allem weil er wegen seines Urlaubs das Zwischenhoch (2:1 im Pokal gegen Illertissen und das 3:0 in Pipinsried) nicht miterlebt hat. Die anderen hatten zwischendrin wenigstens Erfolgserlebnisse. Auch Kunze traf die Abfuhr hart: „Gegen Augsburg haben wir alles vermissen lassen. Nach München dürfen wir nicht nur zur Schadensbegrenzung fahren. Dann können wir uns die Buskosten sparen“. Es ist Zeit beim FC Memmingen, dass sich was dreht. (PM)

 

 

 

 

 

 

 


Tags:
fcmemmingen fußball vorbericht allgäu



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