Moderator: Ingrid Reitenbach
Sendung: AllgäuHIT-Update
mit Ingrid Reitenbach
 
 
Hindernis-Läuferin Gesa Felicitas Krause in Aktion.
(Bildquelle: Michael Kappeler/dpa/Archivbild)
 
Montag, 8. August 2022
EM-Aus für Hindernis-Läuferin Krause: «Bricht mir das Herz»

Nach Ex-Weltmeister Johannes Vetter und Europameisterin Christin Hussong gibt es kurz vor der Heim-EM das nächste prominente Aus im deutschen Leichtathletik-Team. Hindernisläuferin Gesa Krause sagt aus Gesundheitsgründen ab. Einige Rückkehrer wecken Hoffnungen.

Die deutschen Leichtathleten müssen durch das Aus von Hindernis-Läuferin Gesa Felicitas Krause auf die nächste Medaillenhoffnung bei der Heim-EM verzichten. Nach Ex-Weltmeister Johannes Vetter (Offenburg) und Europameisterin Christin Hussong (Zweibrücken) als zwei Kandidaten auf Topplatzierungen im Speerwurf muss Titelverteidigerin Krause wegen eines «tieferen medizinischen» Hintergrunds ihren Start für die EM vom 15. bis 21. August absagen. Nach der enttäuschenden WM hofft das deutsche Team in München auch nach den Ausfällen auf ein zweistelliges Medaillenergebnis.

«Es bricht mir das Herz, es nun laut auszusprechen, aber ich kann und werde in München nicht an den Start gehen», erklärte die 30-Jährige, die 2018 und 2016 über 3000 Meter Hindernis jeweils EM-Gold gewonnen hatte. Größte Hoffnungsträgerin im Aufgebot mit zunächst 112 Athletinnen und Athleten ist Weitsprung-Olympiasiegerin Malaika Mihambo. Nach dem erfolgreich verteidigten WM-Titel im Juli in Eugene will sie wie bei der EM 2018 in Berlin auch in München die Goldmedaille gewinnen.

Das ist für Krause bei der EM im Rahmen der European Championships vom 11. bis 21. August in der bayerischen Landeshauptstadt mit 177 Entscheidungen in neun Sportarten nicht möglich. «Mein aktueller Gesundheitszustand hat einen tieferen medizinischen Hintergrund, der nicht auf die Schnelle zu lösen ist. Es war endlos schwer, nun diese Entscheidung zu treffen, aber nach Rücksprache mit meinem Trainer und meinem Ärzteteam weiß ich, dass es die einzig richtige ist. Mein Körper kann derzeit keinen Wettkampfsport betreiben und daher steht meine Genesung an erster Stelle», führte die Sportlerin aus Trier bei Instagram aus.

Das deutete sich schon bei der WM an, als Krause im Finale abgehängt und Letzte wurde. Nach ihrer WM-Enttäuschung gehört Konstanze Klosterhalfen (Leverkusen) dem EM-Aufgebot wie erwartet an. Beim Diamond-League-Meeting am Samstag in Chorzow will sie über 3000 Meter wieder an Tempo für ihre Rennen im Münchner Olympiastadion aufnehmen. Ihren Start bei den deutschen Meisterschaften im Juni hatte sie wegen einer Corona-Infektion absagen müssen, im WM-Vorlauf über 5000 Meter waren in der Schlussphase die Kräfte ausgegangen.

Verstärkt wird das deutsche Team in München durch einige Topsportler, die bei der WM noch fehlten. So sind etwa die Olympia-Siebte im Siebenkampf, Carolin Schäfer (Frankfurt), der deutsche Rekordhalter im Marathon, Amanal Petros (Wattenscheid), der Olympia-Zweite im Gehen, Jonathan Hilbert (Gotha), oder die Olympia-Achte im Kugelstoßen, Sara Gambetta (Halle/Saale), wieder dabei.

«Die Vorfreude auf die Heim-EM ist riesig, und mit der Nominierung können wir nun den letzten Schritt in Richtung München gehen», sagte DLV-Chefbundestrainerin Annett Stein laut Mitteilung vom Freitag. Der Feinschliff soll von Beginn kommender Woche an in Erding erfolgen. «An historischer Stätte im Olympiastadion von 1972 geht es anschließend darum, die Form auf den Punkt zu bringen und die Kulisse mit dem Heimpublikum im Rücken für Top-Leistungen zu nutzen.»

Das Aufgebot ist etwas kleiner als in Berlin vor vier Jahren, als der Deutsche Leichtathletik-Verband 128 Sportler in die Wettkämpfe entsandte. Noch nicht vergeben sind aber einige Staffelplätze.

Bei den Weltmeisterschaften im Juli in den USA gab es Gold durch Mihambo und Bronze für die Sprintstaffel der Frauen. Das ist die numerisch schlechteste deutsche Ausbeute in der WM-Geschichte. Die bis dahin wenigsten Medaillen hatte es 2003 in Paris mit einmal Silber und dreimal Bronze gegeben.


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