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Karim Bellarabi (M) steuerte zwei Treffer zum Leverkusener Sieg gegen Nizza bei.
(Bildquelle: Marius Becker/dpa)
 
Donnerstag, 22. Oktober 2020
Leverkusen startet mit Rekordsieg gegen Nizza

Leverkusen (dpa) - Den höchsten Sieg von Bayer Leverkusen in der Europa League widmete Leon Bailey den Zuschauern - die beim eindrucksvollen 6:2 (2:1) gegen OGC Nizza wegen der Corona-Pandemie gar nicht in die BayArena durften.

«Das war ein Spiel für die Fans», sagte der Jamaikaner nach der Tor-Gala vor leeren Rängen. 73 Tage nach dem bitteren Ende des Titel-Traums vor der Haustür meldete sich der Fußball-Bundesligist eindrucksvoll im Europapokal zurück und legte schon einen Grundstein für das Erreichen der K.o.-Runde. Mitte August waren die Leverkusener als Mitfavorit in die Endrunde des Vorjahres-Wettbewerbs gestartet, dann aber gleich im Viertelfinale gegen Inter Mailand ausgeschieden (1:2).

Im Gegensatz zum durchwachsenen Liga-Auftakt mit sechs Punkten aus vier Spielen und 3:2-Toren präsentierte sich Bayer am Donnerstag wieder eher wie in der Vorsaison: offensiv stark und defensiv mit Problemen. Nationalspieler Nadiem Amiri (11.), Lucas Alario (16.), Moussa Diaby (61.), Joker Karim Bellarabi mit einem Doppelpack (79./83.) und Youngster Florian Wirtz (87.) schossen bei teilweise heftigem Dauerregen die Tore. Der Tabellenvierte aus Frankreich, für den Amine Gouiri (31.) und Alexis Claude-Maurice (90.) trafen, gilt neben Slavia Prag als stärkster Gegner der Gruppe, die Israels Pokalsieger Hapoel Beer'Sheva komplettiert.

«Mich freut es vor allem für die Jungs vorne, die alle mal ran durften und Selbstvertrauen tanken konnten. Das tut den Jungs gut und uns als Mannschaft gut», sagte Kapitän Lars Bender. «Es gibt so Abende, da gehen die Dinger halt rein und dann macht man auch mal sechs Hütten.» Mit Blick auf einige Schwächen stellte er aber auch fest: «Es war nicht so leicht, wie es das Ergebnis vermuten lässt. Das Ergebnis ist vielleicht ein bisschen hoch, aber wir sind zufrieden, dass wir wieder Tore geschossen haben.»

Trainer Peter Bosz gefielen die ersten 25 Minuten. «Dann haben wir nachgelassen, deshalb war ich in der Pause unzufrieden. Im zweiten Durchgang haben wir es besser gemacht und am Ende verdient gewonnen», sagte der Niederländer.

Nachdem es den ganzen Tag über sonnig war bei über 20 Grad, ging 20 Minuten vor dem Anpfiff plötzlich ein Wolkenbruch auf das Stadiondach in Leverkusen nieder. Als dieser sich nach zehn Spielminuten kurz beruhigte, drehte Bayer für eine Viertelstunde groß auf und stürzte die vom früheren Bayern-Triple-Sieger Dante (37) organisierte Fünferkette der Franzosen von einer Verlegenheit in die nächste.

Durch das unnötige Gegentor brachte Bayer den Gast von der Côte d'Azur zurück ins Spiel und hatte Glück, die Führung vor leeren Rängen mit in die Pause zu nehmen. Auch nach dem Wechsel schien der Bundesligist zunächst zu wackeln, ehe eine ganz starke Balleroberung von Ezequiel Palacios zur Vorentscheidung führte. Am Ende wurde es für das Dante-Team sogar noch ein Debakel.

© dpa-infocom, dpa:201022-99-46487/5


Tags:
Fußball Europa League Bayer Leverkusen OGC Nizza Deutschland Nordrhein-Westfalen Frankreich


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