Moderator: Hits der 70er bis Heute
 
 
Beschädigte Boote und Trümmer liegen im Yachthafen von Port St. Joe.
(Bildquelle: Douglas R. Clifford/Tampa Bay Times/AP)
 
Donnerstag, 11. Oktober 2018
Hurrikan «Michael» hinterlässt «unglaubliche Zerstörung»

Panama City (dpa) - Hurrikan «Michael» hat im US-Bundesstaat Florida eine Schneise der Verwüstung geschlagen und zahlreiche Menschen verletzt. «Es gibt unglaubliche Zerstörung», sagte Floridas Gouverneur Rick Scott am Donnerstag dem Sender CNN.

«Wir haben viele Verletzte.» CNN berichtete, der Sturm habe in Florida und dem benachbarten Bundesstaat Georgia zwei Menschenleben gekostet, darunter das eines Kindes. Scott machte zunächst keine Angaben zu Toten, sagte aber: «Meine größte Sorge wäre der Verlust von Leben.»

Befürchtet wurde, dass Rettungskräfte in den Trümmern noch Tote finden könnten. Der Sturm hatte unerwartet schnell an Stärke gewonnen, viele Menschen hatten sich nicht rechtzeitig in Sicherheit gebracht. Scott sagte, Rettungskräfte hätten die ganze Nacht gearbeitet und würden so bald wie möglich alle Betroffenen erreichen.

«Michael» war nach Angaben des Nationalen Wetterdienstes der stärkste Hurrikan, der die Florida-Panhandle seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1851 getroffen hat. Als Panhandle (Landzipfel oder Pfannenstiel) wird der Teil Floridas nordwestlich der Halbinsel bezeichnet, wo der Hurrikan der Kategorie vier am Mittwoch mit Windgeschwindigkeiten von 250 Stundenkilometern auf Land gestoßen war. Er lag damit nur zwei Stundenkilometer unter der höchsten Kategorie fünf. Das Nationale Hurrikan-Zentrum hatte vor meterhohen Sturmfluten gewarnt.

CNN berichtete unter Berufung auf die Behörden, in Florida sei ein Mann ums Leben gekommen, als ein Baum in sein Haus gestürzt sei. In Georgia sei ein elf Jahre altes Mädchen gestorben, als ein Carport von dem Sturm in die Luft gehoben wurde und durch ein Dach stürzte.

Scott rief die Menschen dazu auf, weiterhin nicht ihre Häuser zu verlassen. «Sie haben diesen unglaublichen Sturm überlebt. Bleiben Sie sicher. Gehen Sie nicht hinaus, wenn Sie nicht müssen.» Überlandleitungen seien zerstört worden, Bäume seien umgestürzt. Scott fügte mit Blick auf die schweren Sturmschäden hinzu: «Ich wünschte nur, das wäre nie geschehen.»

Der Gouverneur sagte, rund 360 000 Haushalte, Büros und Geschäfte seien ohne Elektrizität. Floridas Katastrophenschutzbehörde Sert teilte mit, alleine im Bezirk Bay - wo der Hurrikan am Mittwoch auf Land getroffen war - sei bei fast 115 000 der 117 625 Anschlüssen der Strom ausgefallen. Im benachbarten kleineren Bezirk Calhoun verfügte am Donnerstagmorgen kein einziger Anschluss mehr über Elektrizität.

«Michael» war am Mittwochmittag in der Nähe des Ortes Mexico Beach auf Land getroffen. Auf Fernsehbildern, die CNN von einem Helikopter aus aufnahm, war großflächige Zerstörung in Mexico Beach zu sehen. Floridas Senator Marco Rubio schrieb auf Twitter, ihm sei gesagt worden: «Mexico Beach ist weg.»

Der Abgeordnete Neal Dunn sagte CNN aus der nahe gelegenen Stadt Panama City: «Es sieht so aus, als wäre in jedem einzelnen Block eine Bombe hochgegangen.» Am Morgen nach dem Sturm bot sich ein chaotisches Bild: Häuser, Autos, Boote, Bäume und Möbel hatte der Sturm offensichtlich durcheinandergewirbelt. Betroffene Menschen standen fassungslos vor den Trümmern.

Auf seinem Weg nach Nordosten schwächte sich «Michael» ab und wurde zu einen tropischen Sturm herabgestuft. Der Sturm zog am Donnerstag weiter über die Bundesstaaten Georgia sowie South Carolina. Das Nationale Hurrikanzentrum warnte vor Sturmfluten in Teilen North Carolinas. Erst Mitte September hatte Tropensturm «Florence» die Südostküste der USA getroffen und vor allem in North und South Carolina schwere Überschwemmungen verursacht. Mehrere Dutzend Menschen kamen durch «Florence» und die Folgen des Sturms ums Leben.


Tags:
Unwetter Hurrikan Florida USA



DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN:
Verstorbenen Mann in Weitnau geborgen - Feuerwehr musste zur Bergung des Mannes alarmiert werden
Die Kriminalpolizei Kempten ermittelt wegen eines verstorbenen Mannes, der am 10. Dezember 2018 aus der „Untere Argen“ im Ortsteil Klausenmühle geborgen ...
Kriseninterventionsteam freut sich über Dankes-Paket - Ein besonderes Dankeschön an die Ehrenamtlichen des Bayerischen Roten Kreuzes
Ein besonderes Paket erreichte in diesen Tagen das Kriseninterventionsteam Kempten. Anlässlich eines Einsatzes im September bekamen die Ehrenamtlichen Julia Rebuck ...
Nachwuchs bei Sonthofener Staatsforsten - Die Mannschaft verjüngt sich durch junge Forstwirte und Auszubildenden
Im Rahmen der turnusgemäßen Personal- und Betriebsversammlung konnte Betriebsleiter Jann Oetting neue Mitarbeiter in seinem Team begrüßen. Durch ...
Empfang im Rathaus von Oberbürgermeister Manfred Schilder - Uwe Marten in den verdienten Ruhestand verabschiedet
Uwe Marten wurde im Rahmen eines Empfangs im Rathaus von Oberbürgermeister Manfred Schilder in den wohlverdienten Ruhestand verabschiedet. Das ...
20-jähriges Bestehen des Kinderhort in Memmingen - Neue Boulderwand in Betrieb genommen
Zum 20-jährigen Bestehen des Hortgebäudes im Wartburgweg in der Berliner Freiheit wurde nun die neu eingebaute Boulderwand in Betrieb genommen. ...
Allgäuer Hilfskonvoi von Kempten aus auf große Fahrt - Verabschiedungs-Event der Johanniter-Weihnachtstrucker
In der Adventszeit sammelten die Johanniter im Rahmen der Aktion Johanniter-Weihnachtstrucker hier im Allgäu wieder Hilfspakete mit Grundnahrungsmitteln und ...
© 2018 AllgäuHIT - Baumann & Häuslinger GbR • Richard-Wagner-Str. 14 • 87525 Sonthofen - Tel: 08321-676 1360
Die Nutzung der Nachrichten von AllgäuHIT, auch in Auszügen, ist ausschließlich für den privaten Bereich freigegeben.
Eine Nutzung für den gewerblichen Bereich erfordert eine schriftliche Genehmigung der Baumann & Häuslinger GbR
MEINE REGIONALNACHRICHTEN
Meine Allgäu-Region wählen ...
 
Kleinwalsertal Kempten Oberallgäu Kaufbeuren Ostallgäu Memmingen Unterallgäu Bodensee
LIKE UNS BEI FACEBOOK
 
 
Radio einschalten Ihr Spot bei uns Glasklarer Empfang Datenschutz/Impressum