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Inhaftierter Arzt fürchtet um sein Leben
29.08.2012 - 08:15
Nach seiner Verschleppung nach Frankreich und der anschließenden Inhaftierung, fürchtet Arzt Dieter Krombach aus dem westallgäuer Scheidegg um sein Leben.
Mehrere Mitgefangene hätten beschlossen ihn zu töten, außerdem habe es bereits Übergriffe auf den 77-jährigen gegeben. Dies schilderte Krombach selbst in einem Brief an Professor Dr. Otto Lagodny.

Hintergrund ist der Tod der Stieftochter Krombachs aus dem Jahr 1982. Der Scheidegger Arzt soll der 14-jährigen ein Schlafmittel gespritzt haben, um sie anschließend zu vergewaltigen. Vermutlich wegen einer Überdosierung starb die Jugendliche. Der heute 77-jährige wurde 1995 von einem französischen Gericht in Abwesenheit zu 15 Jahren Haft verurteilt. Da die Staatsanwaltschaft Kempten das Verfahren aber mangels Beweisen eingestellt hatte, wurde Krombach nicht an Frankreich ausgeliefert. Auch nachdem er eine 16-jährige auf die gleiche Art betäubt und vergewaltigt hatte, wurde der Fall der Stieftochter in Deutschland nicht neu aufgerollt. Der leibliche Vater entführte Krombach schließlich nach Frankreich und legte ihn gefesselt vor einem Gerichtsgebäude ab. Seitdem sitzt er in einem Gefängnis nahe Paris seine Haftstrafe ab. Der Fall sorgte unter anderem für Verstimmungen zwischen der französischen und deutschen Justiz.

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