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Der verwahrloste Hund, der in Wolfertschwenden gefunden wurde
(Bildquelle: Polizeipräsidium Schwaben Süd/West)
 
Unterallgäu - Wolfertschwenden
Freitag, 8. Mai 2020

PETA bietet 1.000 Euro Belohnung für Hinweise

Tierquäler gesucht: Einer Polizeimeldung zufolge fanden Spaziergänger am 17. April gegen 15:00 Uhr in der Ehwiesmühlstraße in Wolfertschwenden (Unterallgäu) einen verwahrlosten Yorkshire Terrier. Die Hündin wurde ins Tierheim Memmingen gebracht und musste tierärztlich behandelt werden. Ihr Fell war völlig verfilzt und ihre Ohren voller Milben. Sie hatte eine Verletzung am Sprunggelenk sowie zwei abgefaulte Zehen. Aufgrund ihres schlechten Zustands geht die Polizei davon aus, dass die Hündin ausgesetzt wurde. Die Auswertung des vorhandenen Microchips lässt darauf schließen, dass das Tier von einem Züchter in Ungarn stammt. Die Polizei Memmingen ermittelt und nimmt unter der Telefonnummer 08331-1000 sachdienliche Hinweise entgegen.

PETA setzt Belohnung aus
Um die Tat aufzuklären, setzt PETA nun eine Belohnung in Höhe von 1000 Euro für Hinweise, die den ehemaligen Halter überführen, aus. Zeugen werden gebeten, sich an die Polizei zu wenden und können sich telefonisch unter 0711-8605910 oder per E-Mail bei der Tierrechtsorganisation melden – auch anonym.

 

„Mit unserer Belohnungsauslobung wollen wir den Tierquäler, der die Hündin offenbar ausgesetzt hat, überführen“, so Judith Pein im Namen von PETA. „Möglicherweise stammt sie aus einer tierschutzwidrigen Hinterhofzucht in Ungarn. Osteuropa gilt als die Zuchtstädte für den illegalen Hundehandel. Sowohl die Eltern als auch die Welpen leiden unter den dortigen grausamen Haltungsbedingungen. Sind die ‚Zuchttiere‘ zu schwach oder nicht mehr produktiv genug, werden sie ausgesetzt oder getötet.“

 

Hunde leiden auf osteuropäischen Zuchtfarmen

Fast 50.000 Hunde werden laut dem Europaparlament jeden Monat zwischen den EU-Ländern gehandelt. Da die Tiere nicht registriert werden, ist ihre Anzahl wahrscheinlich noch höher. Tausende illegal importierte Welpen landen auch auf dem deutschen Markt. [1]

Muttertiere auf Zuchtfarmen erfüllen nur einen einzigen Zweck: Sie sollen möglichst viele Welpen „produzieren“, denn nur so lässt sich mit der Ware Tier Profit machen. Die Mütter und auch die Rüden vegetieren in lebenslanger Haft, in Einsamkeit und Elend. Viele verbringen ihr kurzes Leben in kleinen Zwingern und Käfigen, ohne jemals das Sonnenlicht zu sehen oder in Sozialkontakt mit Artgenossen zu kommen.

Die Welpen werden oft viel zu früh von der Mutter getrennt und illegal ins Ausland gebracht. Viele der Hundebabys sind daher verhaltensgestört. Da sie aus Kostengründen weder entwurmt noch geimpft werden, leiden die Tiere oft an schweren Viruserkrankungen. Viele illegal importierte Welpen sterben frühzeitig.

 

PETA weist darauf hin, dass das Aussetzen von Tieren laut Paragraf 3 des Tierschutzgesetzes verboten ist und ebenso den Straftatbestand der Tierquälerei nach Paragraf 17 des Gesetzes erfüllen kann. Dies kann mit einer Geld- oder Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren geahndet werden. Das Tierschutzgesetz greift auch, wenn Halter die Tiere nicht artgerecht unterbringen und versorgen oder notwendige Hilfeleistung unterlassen.


Tags:
Belohnung Hinweise PETA Tierquälerei


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