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Sanierung der Wasserquelle erhitzt die Gemüter: Emotionale Debatte bei Trunkelsberger Bürgerversammlung
18.11.2011 - 10:55
Die Diskussion rund um die örtliche Trinkwasserquelle in Trunkelsberg hat gestern die Unterallgäuhalle im Ort zum brodeln gebracht. Sanieren oder nicht war die Frage bei der Bürgerversammlung.
Gut 500 Bürger sorgten für eine volle Halle und unterstrichen zugleich ihr Interesse an dem brisanten Thema. Dreieinhalb Stunden wurde emotional über Für und Wider diskutiert. Eine Interessengemeinschaft, die gegen den Beschluss der Quellensanierung ist, strebt nun die Aufhebung des Beschlusses beziehungsweise einen Bürgerentscheid darüber an. Darüber informierte am Abend der Sprecher der Interessengemeinschaft, Dieter Höhl.

Trunkelsbergs Bürgermeister Klaus Reichert will die Spaltung der Gemeinde verhindern. Gestern Abend musste er vor allem Überzeugungsarbeit leisten. Foto: Radeck

Zur Erklärung: Der Trunkelsberger Gemeinderat hatte vor geraumer Zeit beschlossen, die gemeindeeigene Quelle zu sanieren, um auch künftig das nach eigenen Angaben bessere Quellwasser beziehen zu können. Die Kosten dafür wurden auf rund 335.000 Euro beziffert. Diese Summe soll entweder über den Wasserpreis, einer Umlage oder einer Kombination daraus aufgebracht werden.

Und zwar von allen Bürgern der Gemeinde; also auch von jenen, die ihr Wasser aus einer anderen Quelle beziehen. Exakt an diesem Punkt scheiden sich die Geister, was am Donnerstagabend einmal mehr deutlich wurde. Es wurde weniger über die Art der Finanzierung gesprochen, sondern vor allem darüber, warum überhaupt saniert werden soll. Darüber hinaus forderten Bürger mehr Transparanz und mehr Information in dieser für das Gemeinwohl so wichtigen Angelegenheit. [Die Lokale, Memmingen]

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