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Polizei warnt vor betrügerischen Schockanrufen
26.04.2013 - 15:46
In dieser Woche ereigneten sich wieder mehrere Fälle von sogenannten Schockanrufen, bei denen es auch wieder zur Auszahlung von mehreren tausend Euro kam. Die Polizei warnt vor den Betrügern.
Die Vorgehensweise der aus Osteuropa agierenden Tätergruppe ist dabei stets die gleiche: Unbekannte wenden sich telefonisch an aus dem russischen Raum stammende Personen, und versuchen diese wortgewandt zu einer Geldzahlung zu bewegen. Dabei täuschen sie ihren Opfern in russischer Sprache vor, dass Familienangehörige in einen Unfall verwickelt wurden und daher sofort Bargeld benötigt würde. Oftmals schlüpfen die Betrüger dabei in die Rolle eines Anwalts, der die Interessen des verunglückten Angehörigen vertrete. In einigen Fällen machen die Täter aber auch nicht davor halt, sich selbst als Angehöriger auszugeben und wegen der Unfallverletzung nur undeutlich sprechen zu können.

Während die überwiegende Zahl der Angerufenen im Laufe des meist lange dauernden Telefonats noch rechtzeitig Verdacht schöpfen können, oder die Masche aus den Medien bereits kennen, kommt es doch immer wieder zu Auszahlungen von hohen Geldbeträgen an den Geldboten, der unmittelbar auf das Telefonat folgend den geforderten Betrag an der Haustüre abholt.

Erneut Taten im Lkr. Unterallgäu bzw. Neu-Ulm
In Memmingen kam es in dieser Woche zu vier Anzeigen bei der Polizei, die alle dieselbe Masche hatten. In drei der vier Fälle schöpften die Angerufenen Verdacht und konnten den Betrugsversuch verhindern. 1.000 Euro wurden aber in einem Fall ausbezahlt, bei dem ein angeblicher Rechtsanwalt im Auftrag des Sohnes in russischer Sprache anrief und das Bargeld für diesen einforderte, da der Sohn ein 12-jähriges Mädchen angefahren habe. Ein Geldbote holte sofort darauf das Bargeld an der Haustüre ab.

In Mindelheim kam es heute Vormittag zu einer Übergabe von 4.000 Euro Bargeld, die der Geldbote um kurz nach 10 Uhr an der Haustüre des 60-jährigen Opfers abholte. Bis unmittelbar zum Abholzeitpunkt hatte der russisch sprechende Anwalt mit litauischem Akzent das Opfer über eine Stunde lange am Telefon gehalten. Der Geldbote fuhr dann in einem silberfarbenen Auto davon.

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