Moderator: Thomas Häuslinger
mit Thomas Häuslinger
 
 

Gesunheitsamt rät zur Impfung
07.06.2013 - 07:45
Rund 250 Masernfälle gab es in den vergangenen Monaten in Bayern. Der Großteil davon im Raum München, wo die Erkrankungen seit April zunehmen.
Im Unterallgäu ist die Situation laut Dr. Wolfgang Glasmann bislang unbedenklich. Dem Gesundheitsamt sei in diesem Jahr erst eine Masernerkrankung gemeldet worden. „Die Masernwelle kann aber jederzeit ins Unterallgäu herüberschwappen“, warnt der Leiter des Gesundheitsamts. Deshalb sollte man seinen Impfschutz überprüfen und sich gegebenenfalls impfen lassen. Die Masern sind Glasmann zufolge keine harmlose Kinderkrankheit. Die Mehrheit der Erkrankten sei mittlerweile zwischen 10 und 40 Jahre alt. Grund sei eine „Impflücke“ in dieser Altersgruppe. „Deshalb sollten alle, die nach 1970 geboren wurden und bisher gar nicht oder nur einmal in der Kindheit geimpft wurden, die Impfung nachholen beziehungsweise auffrischen.“

Die Gefahr der Masern-Erkrankung dürfe man nicht unterschätzen, so der Arzt. Die Krankheit könne das Immunsystem schädigen und zu Komplikationen wie Mittelohr-, Lungen- oder Hirnentzündung führen. Vereinzelt gebe es auch Todesfälle. „Je älter man ist, desto eher treten schwere Begleiterkrankungen auf“, erläutert Glasmann. Häufig würden Jugendliche und Erwachsene so schwer erkranken, dass sie stationär im Krankhaus behandelt werden müssten. Wer sich gegen Masern impfen lässt, erhält üblicherweise einen Impfstoff, der gleichzeitig auch vor Mumps und Röteln schützt.

Darüber hinaus sollten Erwachsene ihren Impfschutz auf Diphtherie, Tetanus und Keuchhusten überprüfen, rät der Leiter des Gesundheitsamts. Außerdem empfiehlt er eine Zeckenimpfung, da das Unterallgäu seit 2009 Risikogebiet für die von Zecken übertragene Frühsommer-Meningo-Enzephalitis (FSME) sei. Grundsätzlich seien Impfungen eine der wichtigsten Präventionsmaßnahmen in der Medizin, betont Glasmann.

Radio einschalten Ihr Spot bei uns Glasklarer Empfang Datenschutz/Impressum