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Einigung auf Sozialplan nach Schließung des Kneipp-Werks
15.06.2012 - 16:54
Nach dem angekündigten Aus für die eigentlich in Bad Wörishofen beheimateten Kneipp-Werke, haben sich die Verantwortlichen auf einen Sozialplan für die Mitarbeiter geeinigt.
Im Dezember 2011 erhielten die knapp 40 Beschäftigten der Kneipp Werke in Bad Wörishofen die Information, dass die Geschäftsführung der Kneipp Werke GmbH beschlossen habe, den Standort in Bad Wörishofen zu schließen. Sechs Monate später ist dies nun Gewissheit. In dieser Woche einigten sich Betriebsrat und Geschäftsleitung sowie die Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IGBCE) auf einen Interessenausgleich und Sozialplan.

Von Seiten des Betriebsrates und der IGBCE wurden Konzepte mit betriebswirtschaftlicher Unterstützung durch die Firma ewr-consulting gmbh erarbeitet und der Geschäftsführung vorgetragen. Die Geschäftsführung unter Dietmar Salein war in der Sache aber nicht kompromissbereit, sodass nach Planung der Unternehmensleitung eine Schließung des Produktionsstandortes in der Bäderstadt im zweiten Quartal 2013 erfolgen wird. Allen Beschäftigten wird ein Arbeitsverhältnis zu unveränderten Bedingungen in den Standorten Ochsenfurt oder Würzburg angeboten. Die Mitarbeiter/Innen die nicht wechseln können, erhalten Abfindungen. Das Sozialplanvolumen für die von der Werksschließung betroffenen 28 Mitarbeiter/Innen der Stammbelegschaft hat eine Größenordung von 1 Mio. Euro.

Für Torsten Falke, Bezirksleiter der IGBCE Augsburg, der bei den Verhandlungen dabei war, ist es zwar betrüblich, dass die Firma Kneipp keine Kompromissbereitschaft bei der Standortfrage zeigte und sich aus der Gründungsstadt Bad Wörishofen verabschiedet. „Für die Beschäftigten haben wir jedoch das maximale herausgeholt! Die Beschäftigten dürfen, sofern sie eine neue Stelle haben, schnell wechseln, ohne ihre Kündigungsfristen einhalten zu müssen! Dies kommt ihnen in einer momentan sehr guten Arbeitsmarktsituation zu Gute! Die Firmen in der Region können sich auf gut qualifizierte und motivierte Bewerber/Innen freuen“: so Falke.

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