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Unterallgäu - Unterallgäu
Montag, 12. November 2018

Ausschüsse bringen mehrere Bauprojekte auf den Weg

Generalsanierung ein voller Erfolg

Ein Bild von aktuellen, kürzlich abgeschlossenen und geplanten Baumaßnahmen des Landkreises haben sich Landrat Hans-Joachim Weirather und die Mitglieder des Bau- beziehungsweise Kreisausschusses des Unterallgäuer Kreistags gemacht. Im Rahmen einer Bus-Rundfahrt informierten sich die Kreisräte über den ausgebauten Bahnübergang bei Türkheim sowie in Wiedergeltingen, Amberg und Rammingen. Walter Pleiner, Leiter des Sachgebiets Tiefbau am Unterallgäuer Landratsamt, erläuterte die technischen Details der Maßnahmen. Zudem führte Geschäftsführer Florian Schuster von der Wohnungsgenossenschaft Mindelheim die Kreisräte durch das neue Internat der Staatlichen Berufsschule und Küchenchef Manfred Kaiser stellte zusammen mit Hochbauamtsleiter Anton Bartenschlager die neue Küche im Kreis-Seniorenwohnheim St. Martin in Türkheim vor.

Die Bauprojekte:

Mehrere wichtige Bauprojekte für das kommende Jahr haben die Mitglieder des Bau- beziehungsweise des Kreisausschusses des Unterallgäuer Kreistags in einer gemeinsamen Sitzung einstimmig auf den Weg gebracht: So soll die Kreisstraße zwischen Mindelau und Dorschhausen weiter ausgebaut werden, aber auch Teile der Ortsdurchfahrten von Warmisried, Amberg, Bad Grönenbach und Erisried. Die Straßen befinden sich - wie Tiefbauamtsleiter Walter Pleiner anhand von Bildern erläuterte - in keinem guten Zustand. Alle Projekte stehen noch unter dem Vorbehalt, dass der Kreistag die nötigen finanziellen Mittel im Kreishaushalt 2019 bereitstellt.

  • Kreisstraße MN 25 Mindelau-Dorschhausen: Laut Pleiner soll der letzte Abschnitt der Kreisstraße zwischen Mindelau und Dorschhausen auf einer Länge von 1,2 Kilometern ausgebaut werden. Die Fahrbahn soll in diesem Bereich auf 6,50 Meter verbreitert werden. Die Kosten hierfür belaufen sich laut Pleiner voraussichtlich auf rund 1,38 Millionen Euro.

  • Ortsdurchfahrt Warmisried und Kreisstraße MN 28 in Richtung Unteregg mit Neubau der Mindelbrücke: Rund 250 Meter in Warmisried und rund 1,0 Kilometer freie Strecke in Richtung Unteregg sollen im kommenden Jahr ebenfalls ausgebaut werden. Ein Geh- und Radweg soll im Bereich der Facklermühle für mehr Sicherheit für Fußgänger und Radler sorgen. Gleichzeitig ist geplant, im Zuge der Bauarbeiten die marode Mindelbrücke zu erneuern. Kosten werde dies insgesamt voraussichtlich rund 1,8 Millionen Euro.

  • Ortsdurchfahrt Amberg Süd: Aufgewertet werden soll im kommenden Jahr der südliche Teil der Ortsdurchfahrt von Amberg. Die Straße befindet sich laut Pleiner in einem schlechten Zustand. Geplant ist, in Zusammenarbeit mit der Gemeinde im Rahmen der Dorferneuerung neue Gehwege anzulegen und Seitenflächen umzugestalten. Bisherige Busbuchten werden durch behindertengerechte Haltestellen ersetzt. Rund 600.000 Euro wird dies alles voraussichtlich kosten.

  • Ortsdurchfahrt Bad Grönenbach: Auf einer Länge von rund 600 Metern soll die gerade im Bereich der Zufahrt zum Hohen Schloss äußerst beengte Ortsdurchfahrt von Bad Grönenbach ausgebaut werden. Geplant sind dort laut Pleiner auch Gehwege. Hierfür sind spezielle Stützkonstruktionen erforderlich. Im Bereich der Sportanlagen sollen Mittelinseln entstehen. Die Kosten hierfür werden sich voraussichtlich auf insgesamt rund 1,25 Millionen Euro belaufen. Im Zusammenhang mit der Baumaßnahme des Landkreises wolle der Markt Bad Grönenbach die Pappenheimer Straße in Richtung Schloss ausbauen, so Pleiner.

  • Ortsdurchfahrt Erisried: Im kommenden Jahr plant der Freistaat Bayern, die Staatsstraße 2013 in der Ortsdurchfahrt von Erisried auszubauen. In diesem Zuge will der Landkreis den Ausbau der Kreisstraße MN 4 in der Ortsdurchfahrt in Richtung Dirlewang in Angriff nehmen. Die Straße ist teilweise sehr schmal, Gehwege fehlen. Für rund 690.000 Euro soll dieser Zustand deutlich verbessert werden.

Kosten stehen fest - Energiebericht sehr positiv
Knapp eineinhalb Jahre nach Abschluss der Arbeiten hat sich der Bauausschuss des Unterallgäuer Kreistags jetzt noch einmal mit der Generalsanierung von Schulzentrum und Schülerheim in Bad Wörishofen befasst. Holger Kirchmann vom Projektsteuerungsbüro Meixner+Partner und Anton Bartenschlager, Leiter des Sachgebiets Hochbau am Unterallgäuer Landratsamt, gaben den Kreisräten einen Überblick über die wesentlichen Schritte des Großprojekts: Ab Juni 2014 waren die beiden Gebäude in vier Bauabschnitten generalsaniert worden - und wurden in diesem Zuge in Sachen Energieverbrauch, pädagogisches Konzept, Nutzbarkeit, Brandschutz und Hygiene auf den aktuellen Stand gebracht. Intensive Absprachen hätten es ermöglicht, die anspruchsvolle Maßnahme bei laufendem Schulbetrieb über die Bühne zu bringen, so Kirchmann. Die endgültigen Kosten belaufen sich auf insgesamt 12,53 Millionen Euro.

Dass sich die Generalsanierung rundum gelohnt hat, zeigt auch ein Blick in den Energiebericht 2017, den Bartenschlager vorstellte: So ist etwa der Wärmeverbrauch nach der Generalsanierung im Vergleich zum so genannten Basisjahr (2005-2007) um ganze 49,4 Prozent gesunken. Gleichzeitig gingen die CO²-Emissionen ebenfalls um rund 53 Prozent zurück - 294 Tonnen Kohlendioxid wurden eingespart. Der Wasserverbrauch sank um 30 Prozent. Einzig der Stromverbrauch stieg um gut acht Prozent. Dies sei unter anderem auf die neue technische Ausstattung, die neuen Lüftungsanlagen und Induktionsgeräte in der Lehrküche, welche die alten Gasöfen ersetzen, zurückzuführen, so Bartenschlager.

 

 

 

 


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Bauprojekte Erfolg Aussschüsse Generalsanierung



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