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Haferlschuhmachermeister Markus Nöß in seiner Werkstatt in Pfronten
(Bildquelle: Gesunde Schuhe Nöß)
 
Ostallgäu - Pfronten
Mittwoch, 16. September 2015

Der Blick in die Werkstatt eines Allgäuer Traditions-Schumachers

Noch bis zum kommenden Freitag haben die Hörerinnen und Hörer von Radio AllgäuHIT die Chance, ein exklusives Paar massgefertigte Haferlschuh-Woche zu gewinnen, angefertigt vom Traditions-Schuhmachermeister Markus Nöß aus Pfronten im Wert von rund 1.000 Euro!

Dazu stellen wir in dieser Woche das Traditions-Schuhhaus Nöß in Pfronten genauer vor und erfahren, warum sich der Haferlschuh zu einem echten Mythos entwickelt hat. Heute werfen wir einen Blick in die Werkstatt der Schuhmacherei.

Dabei schauen wir Schuhmachermeister und Seniorchef Xaver Nöß über die Schulter. Er kennt die vielen Wünsche vor allem der Einheimischen, die sich einen Haferlschuh massanfertigen lassen. Für den echten Allgäuer Haferlschuh gibt es aber auch Grundregeln:

Vorne, die Spitze muss mindestens einen halben bis einen Zentimeter über die Kante rausgehen, damit das eine richtige Form hat, wie ein Jägerschuh. Dann der Ausschnitt, der Knöchel muss ganz frei liegen, das ist das Merkmal vom Haferlschuh. Wenn das richtig gemacht wird, dann sieht man auf den ersten Blick, das ist ein Haferlschuh, der ist von einem echten Schuhmachermeister angefertigt.

Bei Haferlschuhen für Männer geht es meist um Farbtöne wie schwarz, braun und beige. Weibliche Haferlschuhe dagegen werden oft auch in roten, blauen, oder grünen Farben angefertigt. Die Art des dafür verwendeten Leders ist aber immer gleich, sagt Schuhmacher Markus Nöß:

Das Oberleder ist immer ein Rindsleder, wir haben verschiedene Lederllieferanten, von denen wir es beziehen. Eine Gärberei in Isny bei Weitnau, die Leder ohne Chromstoffe herstellt. Wir legen sehr großen Wert darauf, dass wir wissen, woher das Leder kommt und das da keine Schadstoffe drin sind.

Nach der Fußanalyse, Vermessung und der Anfertigung eines Probeschuhs kann dann mit der eigentlichen Arbeit am neuen Haferlschuh begonnen werden. Dafür sind einige spezielle Werkzeuge notwendig, erklärt Seniorchef Xaver Nöß:

Da braucht man einen richtig scharfen Kneip, mit dem man es von der Lederhaut rausschneiden kann. Zuerst muss man dann schauen, dass der Leisten genau auf den Fußumriss passt. Dann wird das Muster genommen und dann kann man zuschneiden. Das Gleiche kommt dann auch beim Futter, das wird in der Mitte geteilt und in die Form gebracht. Wenn dann die zwei Teile fertig sind werden sie zusammengesteppt und mit anderen Teilen wie Zunge und Futter verbunden.

Im nächsten Arbeitsschritt werden die einzelnen Teile dann zu einem Endprodukt zusammengesetzt. Aus Innensohle, Leisten, Steifkappe und Zunge wird ein fertiges Paar Haferlschuh, gute zwei Tage dauert die Arbeit.

Um das perfekte Ergebnis noch abzurunden, sind diverse Feinarbeiten am neuen Schuh möglich, auch hier werden unterschiedlichste Wünsche erfüllt. Zuviel Schnick-Schnack gehört im Allgäu allerdings nicht wirklich zur Tradition, sagt Markus Nöß:

Initialen in die Sohle zum Beispiel, in die Laufsohle, das man da die Initialen eingraviert. Dann kann man auch im Schnitt von der Sohle oder der Verbindung zwischen Obermaterial und Laufsohle noch schöne Auspütze machen, damit kann man den Schuh noch verfeinern. Aber im Allgäu ist der Haferlschuh eher schlicht und einfach, genau so wie der Allgäuer selber ist.

Die "AllgäuHIT Haferlschuh-Woche" geht noch bis zum kommenden Freitag, unter allen eingegangenen Mails verlosen wir zum Ende der Woche ein exklusives Paar Haferlschuh, maßangefertigt nach Deinen ganz persönlichen Anforderungen, im Wert von rund 1.000 Euro!

Schreib uns ein Mail an studio@allgaeuhit.de und sag uns, warum Du unbedingt jetzt endlich Dein eigenes Paar Haferlschuh brauchst und welches der erste Anlass sein wird, an dem Du es tragen wirst.


Der Radio-Programmbeitrag zum Nachhören:



Tags:
Handwerk Tradition Verlosung Brauchtum


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