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Zu viel Defizit: Aus für Kliniken in Marktoberdorf und Obergünzburg beschlossen
19.04.2013 - 07:03
In zweieinhalb Monaten ist Schluss. Der Verwaltungsrat der Kliniken Ostallgäu-Kaufbeuren hat die Schließung zweier Standorte beschlossen.
Zum 30.Juni endet der Betrieb in Marktoberdorf und Obergünzburg. Damit soll der Klinikverbund wieder wirtschaftlicher arbeiten können. Zuletzt hatten die bislang fünf Kliniken ein Defizit von 13 Millionen Euro eingefahren. Die Notfallversorgung sei aber weiter sichergestellt, so der ostallgäuer Landrat Johann Fleschhut. Neben den drei Kliniken Buchloe, Füssen und Kaufbeuren gebe es ein dichtes Netz an Notärzten. 20 Mitarbeitern müsse betriebsbedingt gekündigt werden, andere könnten auf die verbliebenen Standorte verteilt werden.

Ursprünglich hatte es auch für die Klinik in Buchloe schlecht ausgesehen
Der Standort Buchloe hingegen kann in dem Sanierungskonzept für das Kommunalunternehmen gerettet werden. Der seit 1. Januar amtierende Klinikchef Dr. Philipp Ostwald hatte im Februar ein Defizit für 2012 im zweistelligen Millionenbereich angekündigt und war von dem Gremium mit der Erarbeitung einer Lösung beauftragt worden. Zunächst war befürchtet worden, die Stilllegung von drei Kliniken sei unumgänglich.

Die nun getroffene Entscheidung sei gemessen an der prekären Ausgangslage in jeder Hinsicht die bestmögliche Lösung. Mit dem Erhalt des Klinikstandortes Buchloe und der dadurch entstehenden Nord-Süd-Versorgungsachse Buchloe-Kaufbeuren-Füssen ist für die nächsten Jahre das beste wirtschaftliche Ergebnis zu erzielen. Gleichzeitig ermögliche diese Lösung den Erhalt der größten Anzahl an Klinikarbeitsplätzen und biete das bei weitem beste Versorgungsangebot für die Patienten im Ostallgäu. In einem weiteren Schritt wolle man sich nun für eine sinnvolle Nachnutzung der zu schließenden Häuser einsetzen.

Eine zentrale Rolle bei allen angestellten Untersuchungen spielte die Sicherstellung der Notfallversorgung. So stehen bodengestützt fünf Notarztstandorte in Buchloe, Kaufbeuren, Marktoberdorf, Füssen und Pfronten rund um die Uhr wie bisher zur Verfügung. Diese Standorte werden über die integrierte Leitstelle bei Bedarf durch Einsatzkräfte aus den angrenzenden Landkreisen ergänzt. Außerdem ist das Gebiet durch drei Hubschrauberstützpunke abgedeckt. Bei den niedergelassenen Ärzten weise der Versorgungsatlas der Kassenärztlichen Vereinigung Bayern sowohl für den Landkreis Ostallgäu als auch für die Stadt Kaufbeuren eine ausreichende ärztliche Versorgung in allen fachärztlichen Bereichen aus.

Der harte Schnitt zur wirtschaftlichen Sanierung des Unternehmens sei unvermeidlich begründete der Verwaltungsratsvorsitzende und Landrat des Kreises Ostallgäu Johann Fleschhut den Gremiumsbeschluss.

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