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Internetbetrug um Mietwohnung und Konsolenspiele
22.02.2013 - 12:36
Es vergeht beinahe kein Tag mehr, an dem die Polizeiinspektion Marktoberdorf nicht mit der Anzeigenaufnahme eines Betruges im Zusammenhang mit dem Internet befasst ist, leider auch häufig mit hohen Vermögensschäden für die Opfer.
Diese fallen oft leichtgläubig auf die Masche der Betrüger rein und überweisen Bargeld ohne vorher entsprechende Rückversicherungen über Anbieter und Angebot eingeholt zu haben. So auch in zwei Fällen, welche am Mittwoch von Bürgern aus dem Ostallgäu angezeigt wurden.

Im ersten Fall war es ein Kauf über eine Auktionsplattform im Internet für eine Sammlung von Konsolenspielen im Wert von knapp 600 Euro. Nachdem der Käufer den Warenwert bereits im November überwiesen hatte, blieb die Zusendung der Ware aber bis heute aus und der Kontakt zum Verkäufer brach nach der Geldanweisung sofort ab. Der Täter hat vermutlich seinen Wohnsitz im Ausland, was die polizeilichen Ermittlungen erschwert und die Erfolgsaussicht auf eine Rückerstattung für den Geschädigten unwahrscheinlich macht.

Beim zweiten Fall liegt der Vermögensschaden bei 1.700 Euro. Eine Frau hatte auf ein Wohnungsinserat im Internet mit einem Vermieter Kontakt aufgenommen und für ein Mietobjekt in Hamburg die geforderte Kaution vorab überwiesen. Als sie jetzt zur Besichtigung in die Hansestadt fuhr, stellte sie fest, dass die Wohnung zwar existiert, aber überhaupt nicht zur Vermietung ansteht. Die Existenz des Anbieters ist noch nicht geklärt. Dieser hält sich angeblich im Bereich Bodenseekreis auf. Die Ermittlungen der Marktoberdorfer Beamten dauern noch an.

Die Polizei rät hierzu: Bitte lassen Sie eine gesunde Vorsicht bei Internetkäufen und –auktionen walten. Einige Internetportale bieten Bewertungen der Mitglieder an. Diese können ein Anhalt zum Verhalten des Verkäufers sein. Überweisen Sie höhere Geldbeträge generell nicht vorab an Ihnen unbekannte Personen. Nutzen Sie einen Treuhandservice. Seriöse Anbieter und auch seriöse Vermieter werden sich darauf einlassen. Sie sind nämlich auch an seriösen Käufern oder Mietern interessiert. Ein eventuell geforderter Bargeldtransfer ist ungeeignet um Unbekannten Geld zukommen zu lassen.

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