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Ab 2014, 900 Vario - Für das laufende Jahr 2013 erwartet Fendt einen neuen Rekordabsatz
(Bildquelle: AGCO/Fendt)
 
Ostallgäu - Marktoberdorf
Mittwoch, 9. Oktober 2013
AGCO/Fendt erwartet neues Rekordjahr
Absatz von 18.000 Traktoren dieses Jahr geplant

Der im Herbst 2012 in Betrieb genommene neue Traktorenwerksverbund an den AGCO/Fendt Standorten in Marktoberdorf und Asbach-Bäumenheim läuft inzwischen auf Hochform. Aktuelle Umfragen bestätigen zudem ein gesundes Umfeld und gute Perspektiven für die Landwirtschaft und die Landtechnikindustrie. So rechnet der Landtechnikhersteller nach 2012, das hinsichtlich der Produktions- und Absatzzahlen in etwa auf Vorjahresniveau lag, für 2013 mit einem neuen Rekordjahr: Fendt plant mit einem Absatz rund 18.000 Traktoren im laufenden Geschäftsjahr.

„Nach den aktuellen Ergebnissen von Umfragen in der Landwirtschaft und in der Landtechnikindustrie befinden wir uns in einem gesunden Umfeld mit guten bis sehr guten Perspektiven in einer längerfristigen Betrachtung“, fasste Peter-Josef Paffen, Vorsitzender der AGCO/Fendt Geschäftsführung zu Beginn der internationalen Pressekonferenz am 8. Oktober 2013 die aktuelle Situation der Branche zusammen und ging dabei auf ausgewählte Umfrageergebnisse näher ein. „Der europäische Dachverband der Landtechnik-Industrie CEMA ermittelt jeden Monat in einer Umfrage bei den Unternehmen einen neuen Business-Barometer-Wert. Bei guter Geschäftslage und eher verhaltenen Erwartungen zu Beginn des Jahres 2013 hat sich die Stimmung in der Landtechnikindustrie im Verlauf des Jahres gebessert. Aktuell erwartet die Landtechnikindustrie eine weiterhin solide und positive Geschäftsentwicklung.

Viermal im Jahr werden führende Landwirte in Deutschland befragt. Die Ergebnisse sind im Konjunktur- und Investitionsbarometer Agrar Deutschland festgehalten. Demnach ist die Stimmung in der professionellen Landwirtschaft seit Anfang 2011 und auch aktuell weiterhin gut. Auch der jüngste Bericht der Welternährungsorganisation FAO kommt zum Ergebnis, dass die Preise für Agrarprodukte in den nächsten zehn Jahren auf relativ hohem Niveau bleiben könnten. Auch wenn es regional in Deutschland, Europa und weltweit aufgrund von Dürre, Unwetter, Hochwasser und ungünstigem Witterungsverlauf immer wieder extreme Auswirkungen auf einzelne Betriebe und Regionen gibt und geben wird, so ist die Situation insgesamt für die Landwirtschaft und die gesamte Agrarbranche positiv und die Perspektiven für die Zukunft solide.“

„Deshalb gehen wir davon aus, dass sich die Landwirtschaft auf allen Kontinenten und allen Ländern positiv entwickelt. Landwirtschaftliche Betriebe werden sich mit gezielten Investitionen auf eine erfolgreiche Zukunft vorbereiten. Dazu können wir heute feststellen, dass wir mit den neuen Produktionskapazitäten zum richtigen Zeitpunkt auf weiteres Wachstum sehr gut vorbereitet sind“, sagte Paffen.

2013 wird ein neues Rekordjahr
Produktion und Absatz von Fendt Traktoren im Jahr 2012 lagen mit 14.588 Einheiten in etwa auf Vorjahresniveau. „Die Märkte im In- und Ausland waren durchaus offen und für einen höheren Absatz bereit. Allein der etwas langsamere als geplante Hochlauf der neuen Endmontage Ende letzten Jahres hat dazu geführt, dass wir die prognostizierten höheren Stückzahlen nicht erreichen konnten. Noch wichtiger als höhere Stückzahlen war der professionelle und disziplinierte Anlauf der neuen Endmontage und der neuen Logistikabläufe mit dem komplett neuen System“, erläuterte Paffen. „So konnten wir mit einem relativ komfortablen Auftragsbestand ins neue Jahr wechseln. Und weil das neue Werk im ersten Quartal 2013 von Tag zu Tag und Woche zu Woche die Produktion steigerte und im zweiten Quartal seine Hochform erreichte, konnten wir den Lieferrückstand bis zum Betriebsurlaub im August abbauen. Wir befinden uns heute in einem normalen Ablauf einer auftragsbezogenen Produktion mit einer Lieferzeit zwischen zwei und drei Monaten. Die Planzahl für das Jahr 2013 liegt bei einem Absatz von rund 18.000 Fendt Traktoren. Das wird ein neuer Rekord”, so Paffen weiter.

Fendt-Erntetechnik
Im Bereich Erntetechnik hat der Konzern in den letzten Jahren intensiv in Produkte investiert. So bietet Fendt inzwischen bei Mähdreschern ein umfangreiches Programm im Leistungsbereich von 180 bis 500 PS in Schüttler- und Hybridausführung. Der Feldhäcksler Fendt Katana 65 hat einen erfolgreichen Marktstart hingelegt. „Im Marktsegment 650 PS konnten wir in Deutschland bei einem stark rückläufigen Markt auf Anhieb einen Marktanteil von über zehn Prozent erreichen. Das ist ordentlich und wir bieten den Katana inzwischen auch in Frankreich, Italien und England an. Weitere Länder werden folgen“, sagte Paffen.
Zur Agritechnica stellt Fendt zwei weitere Modelle des Feldhäckslers Fendt Katana vor, je eine Leistungsklasse höher und niedriger. Bei den Ballenpressen bietet Fendt ein umfangreiches Programm an Großpackenpressen und Rundballenpressen an.

Investitionen auf hohem Niveau
Die Investitionen zur Modernisierung, Erneuerung und Erweiterung der Fendt-Standorte Marktoberdorf, Asbach-Bäumenheim und Hohenmölsen bleiben auch im Jahr 2013 auf hohem Niveau. Schwerpunkte dabei sind Abschlussmaßnahmen im Bereich Produktion Fendt ahead², die Erweiterung des Kundenzentrums Fendt Forum und viele Modernisierungsmaßnahmen in allen Unternehmensbereichen und Standorten. Nach den Großinvestitionen der vergangenen sechs Jahre werden sich die Investitionen in den nächsten Jahren auf ein Normalmaß einpendeln.

Forschung und Entwicklung deutlich ausgebaut
„Den Bereich Forschung und Entwicklung haben wir in den letzten Jahren ebenfalls kräftig ausgebaut. Das vor gut einem Jahr fertig gestellte neue Gebäude mit 120 zusätzlichen Arbeitsplätzen konnte zügig besetzt werden. Und wir erneuern und erweitern ständig unsere Prüfstände für die Traktoren- und Häckslerentwicklung. Der Aufwand für Forschung und Entwicklung war im Jahr 2012 bei rund 55 Mio. Euro, etwas mehr als geplant. Und für das laufende Jahr steigt das Entwicklungsbudget auf rund 62 Mio. Euro.“

Optimale Mitarbeiteranzahl
Bei der Belegschaftsstärke nähert sich Fendt Schritt für Schritt der geplanten optimalen Mitarbeiterzahl an. Effizienzsteigerung im neuen Fendt-Werk bedeutet, dass mit der gleichen Anzahl von Mitarbeitern deutlich mehr Stückzahlen produziert werden können. Im Ausnahmejahr 2012 stieg die Anzahl der Mitarbeiter zunächst nochmal kräftig an. Ende 2012 waren insgesamt 4.165 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an allen vier AGCO-Standorten Marktoberdorf, Asbach-Bäumenheim, Hohenmölsen und bei Fella in Feucht beschäftigt. Das waren 322 mehr als Ende 2011, davon 289 mehr in Marktoberdorf und Asbach-Bäumenheim zum Anlauf der neuen Produktion.
Mitte des Jahres 2013 ging die Zahl der Beschäftigten um 147 auf 4.018 zurück. An den Standorten Hohenmölsen und Feucht waren es 26 mehr und in Marktoberdorf und Asbach-Bäumenheim insgesamt 173 weniger.

Marktanteile gesteigert
Der Traktorenmarkt in Deutschland ist zwar aktuell leicht rückläufig, bleibt aber auf einem stabilen und hohen Niveau. Das Kraftfahrt-Bundesamt zählte in den ersten acht Monaten 20.657 Zulassungen. Das waren 2,8 Prozent weniger im Vergleich zum Vorjahr. Fendt führt die Traktorenbundesliga ab 51 PS erneut an und konnte den Marktanteil von Januar bis August 2013 um 0,6 Prozent von 24,0 auf 24,6 Prozent steigern. Im Großtraktorensegment über 200 PS ist der Zuwachs für Fendt noch besser. Der Marktanteil kletterte von 35,2 auf 38,4 Prozent. Hier zeigt sich die Stärke von Fendt im Großtraktorensegment. „Aufgrund der relativ guten Stimmung bei den Landwirten in Deutschland rechnen wir mit einem weiterhin stabilen Markt.“

Marktentwicklung in den Exportmärkten
60,5 Prozent der Fendt-Traktoren wurden im Jahr 2012 in Exportmärkten abgesetzt.

Frankreich zählt zusammen mit Deutschland zu den stärksten Zugpferden auf dem europäischen Traktorenmarkt. Der Markt wächst seit drei Jahren in Folge und Fendt deutlich schneller als der Markt. Erstmals kann Fendt bis zum Jahresende einen zweistelligen Marktanteil in Frankreich erreichen. In Italien ist die allgemeine Stimmung schon längere Zeit eher gedämpft, auch in der Landwirtschaft. Der Traktorenmarkt rutschte 2012 erstmals unter 20.000 Einheiten. Aktuell bleibt der Markt auf diesem niedrigen Niveau und ein genereller Aufwärtstrend ist noch nicht in Sicht. Von den Wein- und Obstproduzenten erhält Fendt eher positive Signale. Deshalb konnte Fendt seine Marktposition halten und teilweise leicht ausbauen.

In Großbritannien ist das Umfeld für die Landwirte schon lange schwierig. Ungünstige Witterungsbedingungen hatten zur Folge, dass die Einkommen in der Landwirtschaft deutlich zurückgingen. Fendt konnte entgegen dem Trend Stückzahlen und Marktanteile steigern. Der österreichische Traktorenmarkt war im Jahr 2012 extrem schwierig für Fendt. Jetzt steigen die Stückzahlen und Marktanteile wieder an, trotz eines für Österreich unüblichen starken Marktrückgangs.

Auch in Spanien war das allgemeine Marktumfeld im Jahr 2012 schwierig. Im laufenden Jahr gibt es wieder mehr Rückenwind, gerade aus dem professionellen Segment. Hier gibt es positive Auswirkungen der weiteren Vertriebsnetzentwicklung. In der Schweiz hat Fendt 2012 ein sehr gutes Ergebnis erzielt und erwartet für das laufende Jahr einen stabilen Markt mit weiter steigenden Stückzahlen und Marktanteilen.

Die zentraleuropäischen Märkte sind nach wie vor stärkeren Schwankungen ausgesetzt. Erntemengen, Preise und befristete länderspezifische Investitionsförderungen beeinflussen Märkte positiv und negativ. In Polen kann sich Fendt bei deutlich rückläufigem Markt behaupten. Der tschechische Markt ist seit einigen Jahren relativ stabil. Die Slowakische Republik sieht nach Rückgang wieder einen Aufwärtstrend. Auch in Ungarn erholt sich der Markt etwas, bleibt aber angespannt. Bulgarien entwickelt sich stabil und gut. Fendt kann seine Marktposition bei Traktoren und Mähdrescher ausbauen. "Erfreulich ist auch die Entwicklung in Rumänien. Hier können wir Stückzahlen und Marktanteile deutlich steigern. Ein Highlight war in diesem Frühjahr die Auslieferung von 35 Großtraktoren 936 Vario in einem Block an den Großbetrieb Braila“, berichtete Paffen.

In der Region Osteuropa war die Ukraine für Fendt der stabilste Markt in den letzten Jahren. Mit vier zusätzlichen Fendt-Importeuren wird eine weiterhin positive Entwicklung erwartet. Auf dem russischen Markt setzt AGCO mit dem Joint Venture neue Akzente. „Wir erwarten bei den Vertriebsaktivitäten für Fendt eine positive Entwicklung. Für unser weiteres Wachstum ist das eine bedeutende Region“, betonte Paffen. In USA und Kanada wird das Vertriebsnetz weiter ausgebaut und Schritt für Schritt eine Verbesserung der Marktpositionierung erwartet; auch aufgrund des Angebots einer speziellen US-Ausstattung bei den neuen Modellen 700/800 Vario und 900 Vario. Die Region APAC entwickelt sich positiv. Fendt ist dabei in den Ländern Australien, Neuseeland, Japan und Korea aktiv und steigert seine Stückzahlen und Marktanteile kontinuierlich.

„Insgesamt können wir heute festhalten, dass wir uns intensiv auf weiteres Wachstum vorbereiten. Dazu verstärken wir unsere Vertriebs- und Marketingaktivitäten auf allen angesprochenen Märkten und werden in naher Zukunft neue Märkte weltweit in Angriff nehmen. Ziel ist, mit der Technologie-Marke Fendt in allen Regionen mit einer modernen Landwirtschaft weltweit präsent zu sein. In den nächsten drei bis fünf Jahren wollen wir dann 20.000 Fendt-Traktoren absetzen“, fasste Paffen die weltweite Fendt-Vertriebsstrategie zusammen.


Tags:
agco fendt traktor landwirtschaft



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