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(Bildquelle: ESVK)
 
Ostallgäu - Kaufbeuren
Mittwoch, 23. Dezember 2020

Joker holen sich zwei Punkte gegen starke Steelers

Gerade einmal zwei Tage nach dem Spiel gegen Kassel, gastierte mit den Bietigheim Steelers der nächste Aufstiegskandidat in der erdgas schwaben arena. Der ESVK konnte sich dabei über die lang ersehnte Rückkehr von Sami Blomqvist und Fabian Koziol freuen. Vermisst wurden weiterhin Jan Dalgic, Markus Schweiger und Alex Thiel. Aber auch bei den Steelers fehlten mit Riley Sheen und Cody Brenner zwei Schlüsselfiguren. Es galt zu hoffen, dass die Joker ihren Aufwärtstrend weiter ausbauen und drei Punkte an der Wertach halten können.

Das Spiel beginnt direkt mit einer Schrecksekunde für den ESVK. Brett Breitkreuz treibt die Scheibe kurz nach dem ersten Bully in den Angriff, legt sie vors Tor und Norman Hauner kommt völlig frei zum Schuss. Gut das Stefan Vajs von Beginn an hellwach ist. In der vierten Minute dann die erste gute Gelegenheit für Rotgelb. John Lammers gewinnt den Puck in der Abwehr und spielt in den Lauf von Philipp Krauss, der Jimmy Hertel aber mit dem Abschluss nicht überwinden kann. Die Steelers sind bislang das aktivere Team und strahlen mehr Gefahr aus. Jeder Schuss wird genommen und Stefan Vajs ist immer wieder gezwungen seine Reflexe auszupacken. Es folgt das erste Powerplay für die Joker, in dem zwar nichts Nennenswertes herausspringt, dennoch hilft es den Hausherren etwas besser in die Spur zu kommen. Der erste Treffer geht aber auf das Bietigheimer Konto. In der 11. Minute erobert Yannick Wenzel das Spielgeräte im Kaufbeurer Drittel und ausgerechnet Ex-Joker Calvin Pokorny verwandelt per One Timer zum 0:1.

Der ESVK lässt sich aber zum Glück nicht einschüchtern und verlagert das Geschehen nun mehr in Richtung Jimmy Hertel. Die Joker drücken jetzt über Sami Blomqvist, der Branden Gracel gut in Szene setzt, aber das Hartgummi rauscht knapp am Steelers Kasten vorbei. Dann starker Konter über John Lammers, Tyler Spurgeon und Philipp Krauss, dessen Abschluss ist aber nicht zwingend genug. Der erhöhte Druck zwingt die Gäste in der 15. Minute zu einer erneuten Strafe, der ESV tut sich aber wieder zu schwer in Formation zu kommen und hat immer wieder mit überfallartigen Kontern der Steelers zu kämpfen. Das Ende des ersten Drittels gehört dann den Hausherren. Joey Lewis bringt Jan Bednar in sehr gute Schussposition, aber Hertel diesmal sehr stark. Man kommt vor der Pausensirene sogar nochmals ins Powerplay, aber Blomqvist und Lammers beißen sich die Zähne aus. Mit 0:1 geht es somit in die Pause. Für Leon van der Linde endet das Spiel außerdem leider vorzeitig auf Grund einer Verletzung.

Kaufbeuren kommt mit Elan aus der Kabine und will den Ausgleich, aber die erste gute Chance haben erneut die Gäste. C.J. Stretch zieht von der Blauen Linie ab und Vajs kann den noch abgefälschten Schuss gerade so entschärfen. In der 23. Minute zeigt Sami Blomqvist, dass er trotz langer Verletzungspause nichts von seiner Spritzigkeit verloren hat. Er nimmt einen schönen Pass auf, überläuft die Steelers Abwehr und scheitert am Ende nur am Innenpfosten. Das gibt dem ESV aber noch mehr Schub, Florian Thomas erkämpft sich denn Puck, weiter auf Daniel Oppolzer und der mit viel Übersicht zu Max Oswald, der seinen ersten DEL2 Treffer und damit den Ausgleich in der 24. Minute erzielt. Die Joker jetzt spielbestimmend, aber Jimmy Hertel kann in Minute 26 mit einem Big Save gegen Fabian Voit Schlimmeres verhindern. Gerade als sich die Bietigheimer wieder etwas zurück kämpfen, geraten sie erneut in Unterzahl, weil der Schläger von Eric Stephan im Gesicht von Sami Blomqvist landet.

Diesmal kommt Rotgelb direkt in die Formation, John Lammers erkennt das Hertel die Sicht versperrt ist und zieht trocken zur 2:1 Führung in der 31. Minute ab. Die Steelers erkennen das sie mehr noch vorne tun müssen und dass setzen sie auch um. Brett Breitkreuz und Benjamin Zientek zwingen Stefan Vajs zu Glanztaten. Der Druck der Gäste nimmt zu und bringt die Joker zu ihrer ersten Strafzeit. Das sollte man gegen die ligastärkste Überzahlmannschaft natürlich vermeiden. Die Steelers werden ihrem Ruf gerecht und ziehen ein starkes Powerplay auf, an dessen Ende der Ausgleich fällt. René Schoofs netzt Sekunden nach Ablauf der Strafzeit zum 2:2 in Minute 37 ein. Dann der ESVK kurz vor der Pause mit einer weiteren Chance in Überzahl, diese bleibt aber ungenutzt und es geht leistungsgerecht, mit Gleichstand in die Kabinen.

Schneller Start in den letzten Spielabschnitt und die Joker fangen sich in der 42. Minute eine Strafzeit ein. Das Powerplay der Steelers erneut beeindruckend, aber ohne Treffer. Die Gäste jetzt mit etwas mehr Spielanteilen und erneuter Überzahl, weil Tobi Wörle sich eine etwas unnötige Strafe wegen Hakens abholt. Noch unnötiger aber die kurz darauffolgende Strafzeit gegen Brett Breitkreuz wegen eines Cross Check und somit bei Vier gegen Vier viel Platz auf dem Eis. Das bringt Chancen Hüben wie Drüben. Tim Schüle schließt eine Zwei gegen Eins Situation eigentlich gut ab, aber Stefan Vajs steht goldrichtig. Auf der anderen Seite Tobias Echtler mit einer Bogenlampe von der Blauen Linie und der Puck klatscht an die Torlatte. In der 48. Minute setzt es eine 2+2 Strafe gegen die Steelers, weil René Schoofs den einschussbereiten Philipp Krauss mit seinem Schläger ungebremst ins Gesicht trifft.

Die hervorragende Chance für den ESVK in Führung zu gehen und die Mannen von Rob Pallin versuchen es auch, doch immer ist ein Schläger oder der Keeper der Gäste dazwischen. 53. Minute, die Scheibe bleibt im Kaufbeurer Drittel an der Kufe des Hauptschiedsrichters hängen und C.J. Stretch kommt dadurch frei zum Schuss, Stefan Vajs aber erneut mit starkem Fanghandreflex. Dann Jan Bednar mit dem Zug vors Tor. Seinen Schuss kann Hertel nicht kontrollieren, es kommt zur Rudelbildung vor dessen Tor und das hat eine weitere Strafe gegen Bietigheim zur Folge. Vier Minuten stehen noch auf der Uhr, die Joker wollen den Treffer erzwingen, aber die Steelers mit sehr gutem Penaltykilling. Die letzten Sekunden laufen, da startet Alexander Preibisch noch mal den Turbo und überwindet alle außer Kaufbeurens Stefan Vajs, der mit der Schlusssirene den Punkt für seine Mannschaft festhält.

In der Verlängerung haben, bei jeweils 3 Feldspielern, die Hausherren die Vorteile auf Ihrer Seite. Vor allem weil sich Früh wieder ein Bietigheimer auf der Strafbank gemütlich macht. Das erlösende Tor will aber nicht fallen, obwohl Branden Gracel und Sami Blomqvist einige Chancen kreieren. Dann nochmal die Steelers mit einer Riesen Chance für Benjamin Zientek, aber wieder hat Vajs das letzte Wort. Ein sehr spannendes, ausgeglichenes Spiel muss also im Penaltyschießen entschieden werden. Sami Blomqvist und John Lammers verwandeln eiskalt und der bärenstarken Stefan Vajs kann beide Gäste Versuche abwehren. Somit macht sich der ESVK selbst ein kleines Weihnachtsgeschenk und kann sich über zwei gewonnene Punkte freuen.


Tags:
oberliga sieg esvk eishockey


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