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Ein Allgäuer Polizeifahrzeug vor dem betreffenden Bus aus Nordrhein-Westfalen
(Bildquelle: Thomas Pöppel)
 
Ostallgäu - Hopferau
Sonntag, 1. März 2020

Corona-Virus: NRW-Reisebus muss ins Allgäu zurückkehren

Eine Reisebus mit Schülern aus Aachen in Nordrhein-Westfalen ist am Samstag von der österreichischen Polizei gestoppt uns ins bayerische Allgäu zurückgeschickt worden. Grund war eine Schülerin, die Kontakt zu einer am Corona-Virus infizierten Person hatte. Dies hatte eine Überprüfung ergeben. Anschließend musste der Bus umkehren. Das Gesundheitsamt Ostallgäu wurde eingeschaltet. Erst am Sonntag konnten die Schüler die Heimreise antreten. Warum die Reisegruppe trotz des Kontakts zu einem bestätigten Corona-Virus-Fall aufbrechen durfte, ist ein Rätsel.

Am Samstag, 29.02.2020, wurde in Österreich ein Bus mit einer Schülergruppe aus Aachen aufgehalten, die auf dem Weg zu einem Skiausflug in Seefeld (Tirol) war. Nachdem sich herausstellte, dass unter den 17 bis 18-jährigen Jugendlichen eine Schülerin war, die Kontakt zu einem positiv bestätigten Coronavirus-Patienten hatte und selbst unter unspezifischen Symptomen litt, verständigte offenbar das Aachener Gesundheitsamt die österreichischen Behörden. Dies führte im Ergebnis dazu, dass die gesamte Reisegruppe kurz hinter der Grenze von den österreichischen Behörden aufgehalten und zurück auf die andere Seite des Grenztunnels geschickt wurde.

Ab diesem Zeitpunkt wurde das Ostallgäuer Gesundheitsamt eingeschaltet und übernahm die weitere Koordinierung. Nach der Definition des Robert-Koch-Instituts war die Schülerin, die Kontakt zu einem Erkrankten hatte, als begründeter Verdachtsfall (Kriterium 1) einzustufen. Es wurde veranlasst, dass die Schülerin im Krankenhaus Füssen isoliert, medizinische betreut und untersucht wird. Zur Abklärung des Verdachts wurde eine Probe genommen, die am Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) getestet wird.

Die übrigen Teilnehmer der 52 Personen umfassenden Reisegruppe konnte die Heimreise nicht mehr antreten, da zum einen der Busfahrer seine vorgeschriebenen Lenkzeiten überschritten hatte und zum anderen nach der langen Anfahrt und Wartezeit eine nochmalige 6stündige Fahrt medizinisch nicht zu verantworten war.

Sollte der Test der Schülerin, die als begründeter Verdachtsfall gilt, ein positives Ergebnis liefern, wäre die gesamte Reisegruppe als Kontaktpersonen (Kategorie 1) nach den Definitionen des Robert-Koch-Instituts einzuordnen. Es wurde daher kurzfristig entschieden, die Reisegruppe über Nacht in einer nahe gelegenen Turnhalle unterzubringen, die von der SEG Betreuung des BRK Pfronten innerhalb kürzester Zeit zu einer Notunterkunft ausgerüstet wurde. Das BRK versorgte die Reisenden auch mit einem warmen Essen und Getränken. Die Zusammenarbeit der beteiligten Behörden – Gesundheitsamt, Polizei und Hilfsorganisationen – funktionierte reibungslos und sehr schnell. Nach der notwendigen Pause konnte der Reisebus am Sonntag, 01.03.2020 gegen 11.30 Uhr seine Heimreise antreten.

Unverständlich und unverantwortlich ist das Verhalten des Gesundheitsamts in Aachen, das es überhaupt zuließ, dass eine Schülerin, die als Verdachtsfall einzustufen wäre, eine solche Reise mit einer Gruppe antritt. Das Aachener Gesundheitsamt zeigte sich in einer Medieninfo überrascht, dass der Bus von österreichsicher Seite zurückgeschickt und das Gesundheitsamt Ostallgäu nach den einschlägigen Vorgaben gehandelt und die Schülerin isoliert, sowie eine Untersuchung veranlasst hat. Eine Haltung die alle Beteiligten vor Ort nicht nachvollziehen können, ebenso wenig, wie die in einem Statement der Aachener ausgedrückte Sorge um „die Betroffenen, die wir hier vor Ort (Aachen) sicher besser hätten betreuen können“. Die Behörden im Allgäu hätten sich diese Sorge der Aachener Kollegen bereits vor der Abreise der Schülergruppe gewünscht.

(Ein Bericht unseres Partners new-facts-eu mit Informationen des Landratsamts Marktoberdorf)


Tags:
corona virus aachen allgäu


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