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Polizei klärt Einbruchsserie: 22 Einbrüche und 24.000 Euro Schaden
08.02.2013 - 16:34
Per Zufall hat die Polizei Füssen eine ganze Einbruchsserie aufgeklärt. Bei einer Verkehrskontrolle fanden die Beamten Diebesgut und Tatwerkzeug im Auto von drei 18- und 19-jährigen Männer. Insgesamt richteten sie bei 22 Einbrüchen rund 24.000 Euro Schaden an.
Zunächst wurden hauptsächlich abgelegene Vereinsheime in den umliegenden Gemeinden aufgebrochen. Die Täter hatten es nicht nur auf Bargeld, sondern auch auf Fernseher, Beamer und anderes abgesehen. Da sie sich immer ungestört fühlten, nahmen sie keinerlei Rücksicht und richteten jeweils erhebliche Sachschäden an.

Mit einem Geißfuß hebelten sie gewaltsam Türen auf und schlugen Fensterscheiben ein. In den Gebäuden durchsuchten sie Schreibtische und Schränke nach Bargeld. Der Wert der jeweils aufgefundenen Beute lag jedoch immer weit unter den angerichteten Schäden. Zuletzt spezialisierten sie sich auch auf Kleingewerbe in Ortsrandlagen in Füssen, Nesselwang, Marktoberdorf und Halblech, ließen aber auch eine Diskothek in Pfronten nicht aus. Auch im benachbarten Österreich (Außerfern) schlugen sie in der Nacht zum Dienstag dieser Woche in einem Gewerbegebiet zu.

An einigen Tatorten konnten Täterspuren gesichert werden. Daraufhin wurden von der Füssener Polizei konzentrierte und personalintensive Fahndungsmaßnahmen durchgeführt. Alle polizeilichen Maßnahmen, den Tätern auf die Schliche zu kommen, blieben jedoch bis Mittwoch ohne Erfolg.

Wie so oft half den Beamten Kommissar Zufall: Bei einer Verkehrskontrolle am Mittwoch um 01.30 Uhr im Bereich Buching fielen den Beamten die drei jungen Insassen des Pkw auf. Die daraufhin genauer durchgeführte Kontrolle der Personen und des Fahrzeugs brachte nicht nur das Tatwerkzeug, den Geißfuß, sondern auch gleich die Tatbeute u.a. eine Geldkassette aus einem kurz zuvor begangenen Einbruch in ein Betonwerk bei Trauchgau zum Vorschein. Die drei Täter aus dem Altlandkreis Füssen im Alter von 18 und 19 Jahren wurden vorläufig festgenommen und gestanden sämtliche 22 Einbruchdiebstähle der Serie. Nicht zuletzt diese Geständnisse führten dazu, dass die Staatsanwaltschaft Kempten keinen Haftbefehl beantragte und die Heranwachsenden wieder entlassen wurden.

Als Motiv für die Einbrüche wurde Geldnot genannt. Der angerichtete Gesamtschaden liegt bei etwa 20.000 Euro, dem ein relativ geringer Beuteschaden von knapp 4.000 Euro gegenübersteht. Aber nicht nur die Opfer hatten Schaden zu beklagen. Die Täter hatten es auch auf Kraftstoff für ihr Tatfahrzeug abgesehen. Deshalb stahlen sie auch Benzinkanister und füllten den Treibstoff um. Pech hatten sie aber, als sie einen Kanister Dieseltreibstoff in den Tank ihres benzinbetriebenen Fahrzeuges füllten. Dieses gab daraufhin den Geist auf.

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