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Klinikmitarbeiter in Buchloe, Füssen (Bild) und Kaufbeuren
(Bildquelle: AllgäuHIT)
 
Ostallgäu - Füssen
Mittwoch, 23. September 2015

Krankenhausreform: Ostallgäu bezieht Stellung

In einer großen Luftballonaktion an allen drei Klinikstandorten in Buchloe, Füssen und Kaufbeuren haben heute die Mitarbeiter der Kliniken Ostallgäu-Kaufbeuren ihre Solidarität mit den Forderungen der Deutschen Krankenhausgesellschaft an die Bundesregierung zur Nachbesserung des vorgelegten Krankenhausreformgesetzes bekundet. In seiner Ansprache an die Mitarbeiter forderte Klinikenvorstand Dr. Philipp Ostwald: „Mehr Geld für mehr Personal und mehr Qualität!“

Gerade im Ostallgäu habe man die Konsequenzen aus einer fehlgeleiteten Krankenhausbundespolitik bereits schmerzlich erfahren müssen. Dies dürfe kein weiteres Mal passieren. „Der wirtschaftliche Druck auf die Krankenhäuser darf nicht weiter wachsen. Wir alle haben es verdient, dass unsere Leistungen und täglichen Anstrengungen adäquat anerkannt und finanziert werden“, so Ostwald. Wer wie die Bundesregierung mehr Patientenorientierung, mehr Qualitätsorientierung, mehr Mitarbeiterorientierung fordere, könne dies nicht mit Ressourcenverknappung, Qualitätsabschlägen und Kontrolle beantworten. Das sei absurd, so Ostwald an die Mitarbeiter.

Auch Personalratsvorsitzender Wolfgang Kurschus klärte auf: „Die hinreichend bekannten Mängel in der Personalausstattung deutscher Kliniken werden mit der Reform nicht behoben“, sagte Kurschus in seiner Ansprache. Produktivitätserhöhung in Kliniken bedeute: Mehr durchgeschleuste Patienten, noch kürzere Verweildauer mit weniger Personal! Das sei nicht mehr leistbar. „Kliniken sind keine industriellen Fabriken“, unterstreicht Kurschus vehement.

Im Anschluss an die Kundgebung, machten die Mitarbeiter ihrem Unverständnis für die Bundesgesundheitspolitik  im wahrsten Sinne des Wortes Luft und schickten verbundweit insgesamt rund 750 Luftballons mit folgenden Forderungen an die Bundesregierung auf die Reise:

  • Eine Weiterführung des Versorgungzuschlages – statt dessen Streichung
  • Volle Personalkostendeckung für Tariflöhne – statt Teilfinanzierungen
  • Leistungsgerechte Entgelte – statt überzogene Preisabschläge
  • Mehr Zeit für die Patienten – statt für Bürokratie und MDK
  • Kostendeckende Notfallentgelte – statt defizitäre Notfallambulanzen

Tags:
krankenhausreform bundesregierung allgäu kliniken


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