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Kein Disneyland: Erster Friedensgipfel zu Allgäuer Dorf zu Ende
08.02.2013 - 15:49
Er sprach laut aus, was viele Allgäuer denken: bitte keinen Kitsch rund um unser Brauchtum - heute erklärte Füssens Bürgermeister Paul Iacob dem Vorsitzenden des Heimatbund Allgäu, Karl Stiefenhofer, warum seine Sorgen rund um den Bau eines "Allgäuer Dorfs" unbegründet sind.
Zwar gingen beide friedlich auseinander, ganz überzeugt ist Stiefenhofer noch nicht. Seine Meinung habe der Dialog nicht geändert. Schließlich wisse man laut Stiefenhofer meist erst am Schluss, was aus einem Projekt geworden ist. Iacob hatte ihm zuvor versucht klar zu machen, dass das „Allgäuer Dorf“ kein „Allgäu-Disneyland“ werde. Geplant ist laut der Verantwortlichen ein "touristischer Erlebnispark mit Hotels für die junge Familie und Tagestouristen" unweit des Festspielhauses in Füssen.

Die große Mehrheit der Allgäuer fragt sich allerdings, warum ausgerechnet im Allgäu ein „Allgäu Dorf“ nötig sei, wenn die Touristen die Region hautnah und von allen Seiten vor Ort erleben können.

Mit großem Interesse wird nächste Woche ein Auftritt des Geschäftsführers des Bayerischen Landesverbandes für Heimatpflege, Martin Wölzmüller, im Füssener Rathaus erwartet. Er hat große Bedenken und bezeichnete das Vorhaben als „Selbstkarikatur“ und „Oberflächenheimat“.

Der ostallgäuer Landrat Johann Fleschhut steht hinter dem Vorhaben. Es soll auf etwa 6.000 Quadratmetern entstehen und einen zweistelligen Millionenbetrag verschlingen. Aktuell sind die Verantwortlichen auf der Suche nach einem Investor. Der Landkreis will sich an dem Freizeitpark nicht beteiligen.

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