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Eishockey (Symbolbild)
(Bildquelle: AllgäuHIT)
 
Ostallgäu - Füssen
Samstag, 17. Februar 2018

EVF belohnt sich beim 4:6 gegen Geretsried nicht

Füssener Mannschaft verpasst die Playoffs

Die Spielzeit 2017/2018 endet für den EVF am Sonntag in Peißenberg. Durch
ein 4:6 gegen Geretsried (1:1, 3:3, 0:2) verpasst die Füssener Mannschaft
in ihrer ersten Bayernliga-Spielzeit die Playoffs, während die Gäste als
Überraschungsteam der Saison in die nächste Runde einziehen.

Was für ein Spiel am Kobelhang. Mit riesigem Kampfgeist und einer
hervorragenden Offensivleistung probierte der EVF alles, um seine letzte
Chance zu wahren. Am Ende entschieden jedoch große individuelle Fehler in
der Verteidigung die Partie zugunsten der glücklichen Gäste, welche ihre
große Stärke aus der Leistung von Torhüter David Albanese zogen. Bei Füssen
stellten sich noch einmal alle in den Dienst der Mannschaft, selbst
angeschlagene Spieler waren mit von der Partie. Neben Meier und Nadeau fiel
aber auch noch Andre Bühler aus.

Schon bei einer frühen Strafzeit hatten Oppenberger und Simon große
Möglichkeiten in Unterzahl, es spielte zu Beginn nur der EVF. Eine erste
Chance hatten die „River Rats“ ihrerseits ebenfalls mit einem Konter in
Unterzahl. Scheiterten Kavanagh und Besl knapp, so konnte der eben von der
Strafbank zurückgekehrte Berger einen schlimmen Abwehrschnitzer zum 0:1
nutzen, ihm wurde quasi das leere Tor präsentiert. Knapp zwei Minuten
später konnte Ron Newhook aber zum hochverdienten 1:1 abstauben.
Oppenberger, Holzmann, nochmals Newhook und Max Schorer hatten weitere
hochkarätige Chancen, das Unentschieden für Geretsried nach dem ersten
Drittel war schmeichelhaft.

Im zweiten waren die Gäste dann besser in der Partie, obwohl der EVF durch
Schmid und Oppenberger weitere Großchancen hatte. Ab der Hälfte der
Begegnung ging es dann auch ergebnistechnisch richtig rund. Zunächst
scheiterte Horvath mit einem Bauerntrick, im Gegenzug rettete Albanese in
höchster Not gegen Oppenberger. Ein erneuter haarsträubender Fehler vor dem
Füssener Tor bescherte dem ESC durch Englbrecht aber die erneute Führung,
und als ein Verteidiger einen Alleingang von Meierl zum 1:3 ermöglichte,
schien das Spiel bereits gelaufen zu sein. Doch der EVF baute weiter großen
Druck auf, was zu Strafen gegen Geretsried führte. In Überzahl setzte
Florian Simon die Scheibe zum Anschlusstreffer ins Netz, und auch im
nächsten Powerplay schepperte es, diesmal traf Marc Besl. Bei der nächsten
Hinausstellung lag der Füssener Führungstreffer förmlich in der Luft, doch
ein weiterer schwerer Fehler schenkte den Gästen in Unterzahl das 3:4 durch
Köhler. Das war 27 Sekunden vor der Pausensirene, aber noch nicht das Ende.
Denn mit einem Wahnsinnstreffer Marke „Tor des Jahres“ glich Nikolas
Oppenberger noch zum 4:4 aus.

Im Schlussdrittel überstanden die Schwarz-Gelben zunächst eine Unterzahl
schadlos, ehe Schmid und Besl zwei Riesenmöglichkeiten zur Führung hatten.
Als noch gut fünf Minuten zu spielen waren, kam die große Chance für den
EVF durch ein doppeltes Überzahlspiel. Doch auch hier zeigte Albanese gegen
den freigespielten Oppenberger eine Weltklasse-Parade, er hielt auch einen
Direktschuss von Velebny und einen Alleingang von Newhook. Füssen musste
auf Grund des schlechteren Torverhältnisses die Partie in der regulären
Spielzeit entscheiden, und agierte am Ende entsprechend offensiv. Dies
nutzte Geretsried 73 Sekunden vor Spielende nach einem Konter zur
Entscheidung. Vom Mittelbully weg trafen die glücklichen Gäste dann auch
noch direkt ins mittlerweile verlassene EVF-Tor. Der große Kampf der
Füssener wurde nicht belohnt.

Trainer Ludwig Andrä (Geretsried): „Es war für beide Mannschaften ein
wichtiges Spiel heute, wir brauchten zwei Punkte für die Playoffs. Wir
wussten, dass der EVF von Anfang an viel Druck machen würde, und so kam es
auch. Im ersten Drittel war Füssen klar besser, da hat uns zum Glück David
Albanese im Spiel gehalten. Das zweite Drittel war ausgeglichener, mit
einem richtigen Torspektakel. Das letzte war dann ein Kampf auf Biegen und
Brechen, mit dem glücklicheren Ende für uns. Füssen war heute besser, wir
haben aber gut gekämpft, und am Ende zählt nur das Resultat an der
Anzeigetafel.“

Trainer Thomas Zellhuber (EVF): „Heute haben wir sehr viel investiert,
viele Chancen heraus gespielt. Im zweiten Drittel haben wir aber krasse
Abwehrfehler gemacht, die das Spiel entschieden haben. Für mich ist
Albanese der Torhüter des Jahres in der Bayernliga, er hat konstant sehr
gute Leistungen gebracht, im letzten Drittel heute zwei Wahnsinns-Paraden
gezeigt. Kein Vorwurf an meine Mannschaft, sie hat brutal gekämpft. Wenn
man bedenkt, dass zum Beispiel Krötz und Velebny letzte Woche noch mit
Krücken auf der Tribüne saßen, dann kann man den Einsatz gar nicht hoch
genug bewerten. Geretsried hat uns diese Saison aber viermal geschlagen,
und darum ist das Weiterkommen verdient.“ (MiL)


Tags:
EVF Playoffs Eishockey Niederlage



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