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Sendung: Wach durch die Allgäuer Nacht
 
 
Piraten unterliegen denkbar knapp bei verrückter Rückkehr
(Bildquelle: AllgäuHIT Ingrid Reitenbach)
 
Ostallgäu - Buchloe
Samstag, 5. Februar 2022

ESV Buchloe verliert in Waldkraiburg erst in der Verlängerung

Einen beeindruckenden Kampf bot der ESV Buchloe am Freitagabend bei der Rückkehr aus der Corona-Zwangspause in Waldkraiburg, der am Ende zumindest mit einem absolut verdienten Punkt belohnt wurde. Erst in der Verlängerung mussten sich die Piraten den heimischen Löwen mit 5:6 (4:1, 0:4, 1:0) in einem verrückten Duell geschlagen geben. Denn die 372 Zuschauer bekamen ein Spiel mit zwei Gesichtern zu sehen, in dem die Buchloer nach dem ersten Drittel schon mit 4:1 führten, nach dem zweiten dann aber plötzlich mit 4:5 zurücklagen. Am Ende war die Punkteteilung nach 60 Minuten vermutlich das gerechte Ergebnis, bei dem sich die Waldkraiburger in der anschließenden Verlängerung drei Sekunden vor Schluss den Zusatzpunkt sicherten.

14 Feldspieler konnte ESV-Trainer Christopher Lerchner beim Comeback seiner Schützlinge aufbieten. Unter anderem fehlten neben den Langzeitverletzten Simon Beslic und Nicolas Neuber auch John Boger, Peter Brückner, Christian Wittmann und der zuletzt sich in Bestform präsentierende Markus Vaitl. Immerhin kehrte Kapitän David Strodel zurück und dieser sah zu Beginn einen durchaus forschen Start seiner Kollegen. Schon nach wenigen Sekunden hatte Alexander Krafczyk bereits die erste richtig gute Chance, die Christoph Lode im EHC-Tor aber entschärfte. Während die Piraten auch danach in der Anfangsphase leichte Vorteile hatten, kam Waldkraiburg zur Mitte des Drittels etwas besser ins Spiel und nutze gleich den ersten echten gefährlichen Abschluss durch Leon Decker zum 0:1 (10.). Wirklich aus dem Konzept brachte das die Freibeuter aber zunächst nicht – ganz im Gegenteil. Nur drei Minuten später brachte eine schöne Kombination den Ausgleich, als Verteidiger Moritz Simon freistehend im Slot in bester Stürmermanier einen Strodel Pass ins Tor lenkte (13.). Als die Löwen dann erstmalig in Überzahl agieren durften, fiel sogar die Führung. Michal Petrak hatte clever an der gegnerischen Blauen Linie in Unterzahl den Puck abgefangen und eiskalt mit der Rückhand alleine vor Lode zum 2:1 getroffen (16.). Und noch in der selben Minute erhöhte Marco Göttle einen erneuten Alleingang sehenswert vor Lode zum 3:1 (16.). Die Hausherren nahmen nach diesem Doppelschlag ihre Auszeit, welche aber auch das 4:1 wieder durch Michal Petrak nicht verhindern konnte. Dieser durfte viel zu leicht zur Mitte ziehen und den Puck zum zweiten Mal mit der Rückhand unter die Latte setzen (18.).

Während das erste Drittel also beinahe wie aus dem Bilderbuch verlief, bekamen die Zuschauer im zweiten Durchgang dann fast das selbe Spiel mit vertauschten Rollen zu sehen. Denn während die Löwen bis dahin jegliche Körpersprache vermissen ließen, agierten nun die Buchloer zu fahrig und bekamen dafür schnell die Quittung. In eigener Überzahl konnten die Gastgeber so direkt nach Wiederbeginn einen Zwei auf Null Konter fahren, den Michal Popelka unhaltbar zum 4:2 verwertete (22.). Dies sollte aber nur der Auftakt für ein rabenschwarzes Drittel aus ESV-Sicht sein. Vorne klappte trotz mehrerer Powerplaysituationen nicht so wirklich viel und hinten zeigten sich fortan die Waldkraiburger eiskalt. Im Powerplay verkürzte zunächst Christian Neuert auf 4:3 (26.), ehe den Löwen nach 27 Minuten dann sogar der Ausgleich glückte. Abermals in Unterzahl überwand Leon Decker Johannes Wiedemann mit einem satten Schuss ins kurze Eck. Zwar fingen sich die Buchloer nach diesen drei Nackenschlägen in der Folge wieder etwas, doch noch vor der zweiten Pause drehte Philipp Lode mit dem 4:5 das Spiel endgültig (39.) und besiegelte so einen ganz bitteren Abschnitt für den ESV.

Im letzten Durchgang gaben sich die Buchloer aber noch längst nicht geschlagen und hielten mit unermüdlichem Einsatz auch kräftemäßig erstaunlich gut weiter dagegen. Belohnt wurde dies schließlich nach 47 Minuten durch ein ganz verrücktes und kurioses Tor. Maximilian Schorer chippte den Puck in Unterzahl aus dem eigenen Drittel heraus und die als Befreiung geplante Bogenlampe hüpfte vor Lode so unglücklich auf, dass dem Waldkraiburger Keeper diese zum 5:5 Ausgleich durch die Beine rutschte. Anschließend belauerten sich beide Teams und hatten aber durchaus noch Möglichkeiten, das Spiel vorzeitig für sich zu entscheiden. Doch weitere Treffer fielen – trotz einer neuerlichen Unterzahl für den ESV in den letzten beiden Minuten – keine mehr, sodass es in die Verlängerung ging.

Dort hatten dann die Löwen drei Sekunden vor dem drohenden Penaltyschießen in Überzahl das glücklichere Ende für sich, als Christof Hradek der Siegtreffer gelang. Die Buchloer konnten aber dennoch mit einem unter diesen Umständen sicher nicht unbedingt zu erwartenden Punktgewinn erhobenen Hauptes die Heimreise antreten.


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eishockey buchloe bayernliga niederlage verlängerung waldkraiburg


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