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ESV Buchloe: Verdienter Arbeitssieg beim Schlusslicht
21.01.2013 - 09:40
Der ESV Buchloe hat am frühen Sonntagabend sein letztes Auswärtsspiel der Vorrunde beim EHC 80 Nürnberg klar mit 6:1 gewonnen.
Allerdings sahen die rund 50 mitgereisten Buchloer Schlachtenbummler in der Nürnberger Arena eine eher mäßige Begegnung, die man getrost als "Arbeitssieg" bezeichnen konnte. ESV-Trainer Bohdan Kozacka musste unter anderem auf seine etatmäßige Nummer eins im Tor, Stefan Horneber und auch auf Verteidiger Tobias Vorderbrüggen verzichten, die beide krankheitsbedingt fehlten. Beide Mannschaften machten sich immer wieder durch eigene Ungenauigkeiten im Spielaufbau das Leben schwer, doch schlussendlich nahmen die Piraten verdientermaßen die drei Punkte aus Frankenmetropole mit. Zugleich klettern die Freibeuter mit diesem Erfolg vorübergehend sogar auf Rang 3 der Bayernligatabelle, da der Rest der Liga an diesem Wochenende spielfrei hatte.

Eigentlich fing die Partie optimal für die Piraten an: Denn bereits nach 79 Sekunden zappelte der Puck zum ersten Mal im Netz der Franken. Peter Westerkamp hatte EHC-Goalie Carsten Metz mit einem Rückhandschuss überlistet und zur frühen Führung für den ESV getroffen. Auch die folgenden Minuten dominierten die Buchloer klar, ohne dabei aber ihren Vorsprung weiter auszubauen. Dies rächte sich postwendend in der 7. Spielminute: Michael Hahn bediente mit einem präzisen Querpass Dominik Härtlein vor dem Tor, der Sebastian Reisinger im Buchloer Gehäuse keine Chance ließ. Dieser Treffer brachte die favorisierten Buchloer in der Folge vollkommen aus dem Rhythmus, sodass die Partie immer mehr verflachte. Einzig Peter Westerkamp hatte mit einem Unterzahl-Konter noch eine nennenswerte Möglichkeit im ersten Abschnitt (15.), die aber ungenutzt blieb.

Das zweite Drittel begannen die Freibeuter dann wieder etwas engagierter. Zunächst verzog ESV-Stürmer Patrick Weigant hauchdünn, nachdem er praktisch durch die gesamte Abwehr der Franken spazieren durfte (26.). Und in der selben Spielminute hatten die Nürnberger mächtig Glück, dass Christian Wittmanns Versuch nur auf der Torlinie tanzte, ohne diese jedoch zu überqueren. In der 27. Minute war es dann aber soweit: Neuzugang Tobias Riefler durfte sich über seinen Einstandstreffer für die Piraten freuen, was zugleich auch den 100. Treffer des ESVB in dieser Saison bedeutete. Bei einem Schlagschuss von der Blauen Linie wurde dem EHC-Torhüter geschickt die Sicht genommen, sodass die Scheibe durch dessen Schoner zum 1:2 über die Linie trudelte. Weitere sieben Minuten später erhöhte Toptorjäger Patrick Weigant dann sogar auf 1:3. Von Peter Westerkamp auf die Reise geschickt, umspielte er den Nürnberger Torhüter gekonnt und schob die Scheibe flach zum Pausenstand von 1:3 ein.

Im letzten Drittel entschieden die Gennachstädter die Partie dann relativ schnell mit einem Doppelschlag zu ihren Gunsten. Zunächst legte Tobias Riefler im Powerplay seinen zweiten Treffer des Abends nach (42.), ehe Christopher Lerchner ziemlich unbedrängt zum 1:5 einnetzten durfte (44.). Die Gastgeber tauschten daraufhin ihren Torhüter. Für Carsten Metz stand nun Phillip Schnierstein zwischen den Pfosten. Auf der Gegenseite durfte sich kurz darauf auch Sebastian Reisinger im Buchloer Tor noch einmal auszeichnen, als er einen Schuss von Martin Wiener entschärfte (48.). Den Schlusspunkt in dieser Begegnung setzte dann Marc Weigant knappe zwei Minuten vor dem Ende. In doppelter Unterzahl klauten die Buchloer den Hausherren den Puck und Weigant traf per Alleingang zum Endstand von 1:6.

Als Fazit bleibt festzuhalten, dass sich die Piraten - wie schon einige Male zuvor in dieser Spielzeit - gegen einen vermeintlich leichten Gegner lange sehr schwer taten. Am Ende steht aber einen verdienter und zu keiner Zeit gefährdeter Auswärtsdreier zu Buche, mit dem die Buchloer momentan sogar auf Platz 3 der Tabelle stehen. Am nächsten Wochenende wartet dann das letzte Vorrundenspiel vor eigenem Publikum auf den ESV: Am kommenden Freitag sind die "Alligators" aus Höchstadt zu Gast, ehe dann - am für die Buchloer spielfreien Sonntag - feststeht, gegen wenn die Freibeuter in der Meisterschaftsrunde antreten müssen.

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