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Rinder-TBC: 175 Tiere im Oberallgäu infiziert - ein Viertel aller Höfe kontrolliert
15.02.2013 - 10:04
Der Landkreis Oberallgäu hat neue Zahlen rund um die Rinder- Tuberkulose veröffentlicht. Demnach waren 175 Tiere mit TBC infiziert. 507 von rund 2.000 Betriebe im Oberallgäu und der Stadt Kempten sind inzwischen kontrolliert.
Bis zum 13. Februar ergaben sich in 82 Betrieben positive Ergebnisse bei einzelnen Tieren (jew. etwa 2-3 Stück), d.h. dort lag eine Infektion mit Rindertuberkulose vor. Den Status "Anerkannt frei" haben mittlerweile 361 Betriebe, von den restlichen sind die Untersuchungsergebnisse noch nicht eingegangen. Anders ausgedrückt: von rund 90.000 Rindern im Oberallgäu sind mittlerweile über 17.300 getestet; 175 Rinder, also rund 1% davon, waren infiziert und wurden den Betrieben entnommen. Die Infektionsrate entwickelt sich damit - bisher - gleichmäßig.

Die Milch aus gesperrten Betrieben kann nach vorhergehender Pasteurisierung einer Verwertung zugeführt werden. Daraus hergestellte Lebensmittel sind in doppelter Hinsicht sicher: die verwendete Milch stammt von Tieren mit negativem Testergebnis und wird darüber hinaus einem Erhitzungsverfahren unterzogen.

Alle Betriebe bis Ende des Jahres kontrolliert
Seit Ende November 2012 führt das Landratsamt Oberallgäu Reihenuntersuchungen aller Rinderbestände im Landkreis Oberallgäu durch, um mögliche Ursachen von bis dahin vereinzelt bei der Schlachtung entdeckten Fällen der Rindertuberkulose und Zusammenhänge mit den Fällen beim Rotwild aufzuklären. Die Tests sollen im Laufe dieses Jahres in allen rinderhaltenden Betrieben im Landkreis durchgeführt werden. Bis zum Alpauftrieb sollen schwerpunktmäßig jene Betriebe, die bei uns Vieh auf die rund 600 Oberallgäuer Alpen schicken, untersucht sein, bis zum Jahresende alle Rinderbestände.

Landrat Gebhard Kaiser dankt der Jägerschaft
Das Abschuss-Soll des zurückliegenden Jagdjahres ist mittlerweile vollständig erfüllt; es wurden rund 1.500 Stück Rotwild erlegt. Landrat Gebhard Kaiser: "Die Jägerschaft hat in dieser besonderen Situation sehr respektable Leistungen erbracht. Für die hohe Kooperationsbereitschaft gebührt unseren Jägern und allen Verantwortlichen Dank und Anerkennung."

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