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Mehrere Masernerkrankungen südlich von Kempten gemeldet
11.05.2012 - 13:35
Südlich von Kempten hat es in den vergangenen Wochen mehrere Fälle von Masernerkrankungen gegeben.
Da es sich bei den Betroffenen um nicht geimpfte Personen handelt, rät das Gesundheitsamt des Landkreis Oberallgäu, den eigenen Impfschutz gegen Masern zu prüfen.

Bei Masern handelt es sich um eine hoch ansteckende Krankheit, Da ein Großteil der Infektionen unkompliziert verläuft, wird häufig übersehen, dass in immerhin ca. 15% der Fälle Komplikationen auftreten, die teilweise sehr schwerwiegend sein können. Häufig ist z.B. das Auftreten einer Lungenentzündung (Masernpneumonie), es kann aber auch zu einer Entzündung des Gehirns und der Hirnhäute kommen, die bleibende Schäden verursachen kann. Nach einer Ansteckung kommt es innerhalb von 8-14 Tagen zum Ausbruch der Krankheit. Die Möglichkeit, weitere Personen anzustecken, besteht bereits 5 Tage vor Auftreten des Hautausschlages und hält nach dem Auftreten bis zu 4 Tage an.

Da es gegen beide Erkrankungen keine wirksame ursächliche Behandlung gibt, besteht der einzige wirksame Schutz in der vorbeugenden Impfung. Diese kann vor schwerwiegender Erkrankung schützen und eine Verbreitung der Krankheit verhindern.

In der Regel werden Kinder im Alter von 11-14 Monaten gegen Masern geimpft. Es handelt sich meistens um eine Kombination mit der Mumps- und Röteln Impfung (MMR genannt). Um zu gewährleisten, dass das Kind sicher vor einer Ansteckung geschützt ist, wird es im Alter von 15-23 Monaten noch einmal geimpft. Fehlende Impfungen gegen Masern sollten bis zum 18. Lebensjahr nachgeholt werden. Des Weiteren empfiehlt die ständige Impfkommission am Robert-Koch-Institut (STIKO) eine einmalige Masernimpfung für alle Personen mit unklarem Immunstatus, fehlender Impfung oder nur einmaliger Impfung in der Kindheit, die nach 1970 geboren sind (und älter als 18 Jahre sind).

Herr Dr. Walters, stv. Leiter des Gesundheitsamtes, rät daher die aktuelle Häufung von Masernfällen einmal mehr zum Anlass zu nehmen, den eigenen Impfschutz und den der Kinder zu überprüfen. Fehlende Impfungen sollten dabei baldmöglichst nachgeholt werden. Eine Impfung sollte vorsorglich auch erfolgen, wenn der Immunstatus unbekannt ist (z. B. fehlendes Impfbuch). Bei Fragen bzw. zwecks Beratung wenden Sie sich an Ihre Haus- bzw. Kinderärzte und jederzeit gerne auch an das Gesundheitsamt. [ AllgäuHIT / Landratsamt Oberallgäu, Sonthofen ]

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