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Langer Winter: Winterdienstkosten schießen in die Höhe
10.04.2013 - 11:19
Des einen Freud, des anderen Leid. Während die verlängerte Wintersaison den Betreibern der Skigebiete in der Region ein breites Lächeln ins Gesicht zaubern dürfte, schießen beim Landkreis Oberallgäu die Winterdienstkosten in die Höhe.
Für die Wintermonate am Jahresanfang und die am Jahresende waren eigentlich 950.000 Euro eingeplant. Stand heute sind aber bereits 630.000 Euro des Jahresbudgets gebraucht. Und es ist noch lange nicht vorbei: In einer Gemeinde wie Balderschwang musste auch gestern der Winterdienst ausrücken, um bei Temperaturen um den Gefrierpunkt die Straßen verkehrssicher zu halten. Heißt: Übrig bleiben am Schluss rund 270.000 Euro, die für November und Dezember dieses Jahres auf keinen Fall ausreichen dürften. Zumindest wenn diese genauso streng werden wie im vergangenen Jahr. Der Landkreis rechnet inzwischen mit Mehrkosten von 200.000 Euro.

Auch die Kosten für Straßensalz klettern enorm. In dieser Wintersaison sind allein durch den Landkreis Oberallgäu 5.500 Tonnen verbraucht worden. Ein Jahr zuvor dagegen nur 4.000 Tonnen. Die Einsatzstunden der Mitarbeiter haben sich ebenfalls erhöht. Seit 2009/2010 lag die Einsatzquote rund 20 Prozent niedriger - bis zu diesem Winter.

"Die Mehrkosten von 200.000 Euro nehmen wir jetzt aus den Rücklagen heraus und müssen bei künftigen Haushaltsplanungen wieder von Haus aus mehr einplanen", so der oberallgäuer Landrat Gebhard Kaiser. Alles habe Vor- und Nachteile, so Kaiser. "Was unsere Gemeinden und den Landkreis schmerzt, hat bei den Tourismusbetrieben für Mehreinnahmen gesorgt und das ist ein klarer Vorteil", so der Landrat.

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