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Der CSU-Europaabgeordnete Markus Ferber
(Bildquelle: Ferber)
 
Oberallgäu - Sonthofen
Montag, 12. Mai 2014

Allgäuer Käse nach Amerika bringen - nicht umgekehrt

CSU- Europaabgeordneter Markus Ferber in Sonthofen

Am 25. Mai ist die Europawahl. Wir Allgäuer können dabei mehr von Brüssel profitieren als viele zu glauben scheinen und auch möchten. Für den CSU- Spitzenkandidaten und bisherigen Vorsitzenden der CSU- Europakommission Markus Ferber ist es wichtig, dass das Freihandelsabkommen kein Ausverkauf für die hohe Qualität unserer Standards bedeutet, sondern dass die Produkte von hier es einfacher über den großen Teich schaffen. Unsere extrem erfolgreiche Lebensmittelindustrie wäre wohl sehr glücklich und könnte noch mehr exportieren.

Ferber macht dies an einem einfachen Beispiel fest: Das Freihandelsabkommen zwischen der Europäischen Union und den USA sollte so gestaltet sein, "dass Allgäuer Emmentaler in Amerika erhältlich ist, wir aber dennoch nicht nur noch amerikanischen Schmelzkäse essen müssen". Hintergrund ist, dass dieser aufgrund der vielleicht geringeren Qualität deutlich günstiger angeboten werden könnte und damit hochwertige allgäuer, bayerische oder deutsche Produkte vom Markt drängt. Denn schon allein in Europa spielt das Allgäu, was die Bandbreite an qualitativ hochwertigen Produkten betrifft, eine außerordentliche Rolle.

Große Sorgen macht Ferber, wenn der Eindruck entsteht, dass die ganz große Politik, wie eben dieses Freihandelsabkommen, im stillen Kämmerlein verhandelt wird. "Europa braucht Akzeptanz und diese schaffen sie nur, wenn sie die Menschen mit einbeziehen. Es macht durchaus Sinn, dass ein solches Abkommen zunächst hinter verschlossenen Türen verhandelt wird. Anschließend müssen die Ergebnisse aber Schritt für Schritt kommuniziert werden, damit man weiß ob nachgesteuert werden muss, ob politischer Druck aufgebaut werden muss. Es geht nicht, dass wir nur ein Ergebnis vorgelegt bekommen nach dem Motto "Friss oder stirb". Wir wollen mitgestalten.", so Ferber gegenüber Radio AllgäuHIT.

Apfeldicken und Ölkännchen sollen in den nächsten Jahren keine Rolle spielen
Der Normalbürger kennt die EU normalerweise als Institution, die sich um die Größen der Äpfel kümmert oder das nachfüllbare Ölkännchen auf den Tischen der Gastronomie verbieten will. "Hier haben die Medien natürlich eine Mitschuld. Diese Dinge werden kommuniziert, andere bleiben auf der Strecke", meint Ferber. Er fasst die Schwerpunkte so zusammen: "In den nächsten Jahren müssen wir uns im Innenverhältnis wieder stabilisieren. Die Währungskrise ist noch nicht ganz überstanden, wir haben noch eine Reihe von Problemen z.B. mit Bulgarien und Rumänien, um dort europäische Standards dort selbstverständlich zu machen. Hier ist unsere Position ganz klar ein Aufnahmestopp. Und wir wollen ganz klar, dass Europa nach außen hin handlungsfähig ist. Wir wollen eine EU, die unsere Interessen nach außen vertritt, unseren Datenschutz absichert, gegenüber den Amerikanern oder Chinesen, die unseren Umwelt- und Verbraucherschutz absichert. Unser Modell von Europa ist eine EU, die nach innen nützt und nach außen schützt".

Einige Partei, die bayerische Interessen vertritt
Im bereits angelaufenen Wahlkampf zur Europawahl sind Alleinstellungsmerkmale nicht ganz verkehrt und die CSU hat gleich ein ganz Besonderes für sich entdeckt. Sie ist die Partei, der es in Europa vor allem um bayerische Interessen geht: "Wir sind die einzige Partei, die nur bayerische Abgeordnete stellt. Wir sind die einzige Partei, die in allen Bezirken Abgeordnete stellen, sodass auch ganz Bayern in Europa vertreten sein kann. Wir sind bei Problemen direkt in den Regionen ansprechbar für die Bevölkerung, die Bürgermeister, Landräte und Unternehmen. Andere hängen jetzt zwar Plakate auf, sind aber eben nicht hier vor Ort mit einem Ansprechpartner präsent.", so Ferber weiter.

Appell an die Wählerinnen und Wähler: Stimme abgeben
Markus Ferber (CSU): "Demokratie heißt, dass das Volk herrscht und dass es auch über Wahlen seinen Willen zum Ausdruck bringt. Wir haben andere Länder außerhalb Europas, die betteln darum wählen, bzw. auswählen zu dürfen. Deswegen würde grundsätzlich appellieren zur Europawahl zu gehen. Sie ist genauso wichtig, wie eine Bundestags-, Landtags- oder Kommunalwahl. Auf der anderen Seite geht es natürlich auch darum, unsere Politik einer bürgernahen Europäischen Union umzusetzen. Dafür benötigen wir Unterstützung, denn nur mit Mehrheiten kann Politik beeinflusst werden. Bei jedem Problem gibt es verschiedene Optionen, wie man dieses löst. Mit unserem CSU- Europaplan haben wir ein ganz vernünftiges Angebot, wie wir die Probleme lösen wollen, die anstehen. Da hoffe ich auf einen großen Zuspruch bei den Europawahlen."


Tags:
europawahl csu allgäu ferber



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