Moderator: Bernd Krause
Sendung: AllgäuHIT-Drivetime
mit Bernd Krause
 
 
Zwischen Altach und Wagneritz im Gemeindegebiet von Rettenberg
(Bildquelle: AllgäuHIT | Thomas Häuslinger)
 
Oberallgäu - Rettenberg
Dienstag, 27. Juli 2021

Nach dem Unwetter im Allgäu laufen die Aufräumarbeiten

Nach dem schweren Unwetter im Allgäu laufen vielerorts auch am Morgen danach noch Aufräumarbeiten. Blaichach, Burgberg, Ofterschwang (Sigishofen/Westerhofen), Rettenberg, Sonthofen und Waltenhofen wurden nach Polizeiangaben besonders hart getroffen. Die größten Schäden dürfte es im Gemeindegebiet von Rettenberg gegeben haben. Insgesamt sollen es 500 bis 600 Einsätze gewesen sein, so der Oberallgäuer Kreisbrandrat Michael Seger.

Der Rettenberger Bürgermeister Nikolaus Weißinger sagte am Dienstagvormittag bei Radio AllgäuHIT: „Es gibt derzeit sehr viele Gespräche und wahnsinnig viele Telefonate. Wir sind dabei Baustellen und Schäden abzusichern und sind im engen Kontakt mit den Fachbehörden“. Weißinger erzählt, dass es zwar in Rettenberg schon öfter starke Regenfälle gegeben habe - beispielsweise beim Pfingsthochwasser 1999 und in den Jahren 2001 und 2005. Starkregen wie gestern habe er aber noch nie erlebt. Rettenberg sei zeitweise von der Außenwelt abgeschnitten gewesen.

Zwischen 16:40 Uhr und 19:10 Uhr waren die meisten Notrufe bei der Polizei eingegangen. Hier zählte man 75 Notrufe, allerdings liegt deren Anzahl auf Seiten der Integrierten Leitstelle Allgäu mit 500-600, die für Feuerwehr und Rettungsdienst zuständig ist, um ein Vielfaches höher. „Teils war der Notruf auch überlastet“, teilte ein Polizeisprecher gegenüber Radio AllgäuHIT mit.

Überschwemmte Straßen und vollgelaufene Keller beschäftigten bis in die Morgenstunden die Helfer von Feuerwehr, DLRG, Technischem Hilfswerk (THW) und der Polizei. Erst nach und nach konnten die Einsätze überhaupt bewältigt werden. Immerhin: Bis Dienstagvormittag waren der Polizei keine Verletzten bekannt.

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Der Tag nach dem Unwetter
 
       
 
       

Im Bereich Sigishofen/Westerhofen (Gemeinde Ofterschwang) soll der Damm des Ettersbach gebrochen sein. Dadurch floss das Wasser durch Westerhofen. Eine Schreinerei ist betroffen, Materialien wurden weggespült. Holzteile lagen auch am Dienstagmorgen noch in den Wiesen der Umgebung.

Die Höhe des Sachschadens ist aktuell noch nicht bezifferbar. Versicherungsmakler wiesen darauf hin, sich per E-Mail oder WhatsApp und mit Fotos zur Dokumentation an sie zu wenden, da die Telefonleitungen vermutlich überlastet sein dürften. Sie würden sich dann in den kommenden Tagen zurückmelden.

Das Landratsamt Oberallgäu spricht von einem blauen Auge, mit dem die Region davongekommen sei - Im Vergleich zu den Fluten und Todesopfern in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen vor über einer Woche.

Heute laufen vielerorts die Aufräumarbeiten. Und man wappnet sich für die Regenfälle, die für heute und morgen Abend angesagt sind. Rettenbergs Bürgermeister Nikolaus Weißinger erzählt, dass die Gemeinde Vorkehrungen trifft - die Schäden von gestern sollen behoben werden, gerade an den Straßen. Und man versuche, mit Dämmen und Wällen für einen gewissen Schutz zu sorgen. Bemerkenswert sei die enorme Hilfsbereitschaft: alle hätten sich gegenseitig geholfen.

Im Bereich Sonthofen wurden nach dem Unwetter am Montag insgesamt 21 Autokennzeichen aufgefunden. Durch den Starkregen und die teilweise überfluteten Straßen lösten sich die Kennzeichen von den Fahrzeugen und wurden weggespült. Ein Großteil der Kennzeichen konnte bereits wieder an die Eigentümer übergeben werden, die restlichen Kennzeichen befinden sich noch bei der Polizei Sonthofen und können dort abgeholt werden. (13:33 Uhr)

Hilfe wird unter anderem in der Gruppe "Radio AllgäuHIT-Nachbarschaftshilfe" auf Facebook angeboten.

Hier der Bericht vom Montagabend.


Tags:
unwetter allgäu starkregen feuerwehr


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