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Sendung: Der AllgäuHIT-MIX
 
 
Achtung bei E-Mails die angeblich von der Bank kommen.
(Bildquelle: AllgäuHIT)
 
Oberallgäu
Mittwoch, 1. September 2021

Phising-Mail angeklickt - Betrüger erbeuten vierstellige Summe

Ein Mann aus dem südlichen Landkreis Oberallgäu ging auf eine Mail ein, die er angeblich von seiner Bank bekommen hatte. Er sollte eine neue App herunterladen und müsse dazu zuvor eine TAN eingeben. Mit der so erlangten TAN überwiesen die Betrüger eine mittlere vierstellige Summe.

Ein Mann aus dem südlichen Landkreis Oberallgäu erstattete am Dienstag Anzeige bei der Polizei Pfronten, weil er um eine mittlere vierstellige Summe betrogen worden sei. Am Montag bekam der Geschädigte eine gefälschte Banken-Mail, in der er aufgefordert wurde, eine neue „Banking-To-Go-App“ herunterzuladen. Diese würde unbedingt für sein Homebanking erforderlich sei. Der Geschädigte klickte auf den beigefügten Link und wurde darin aufgefordert, seine Bankdaten einzutragen und dieses mit einer TAN absichern. Wenig später stellte er fest, dass das Geld von einem Konto von Betrügern mit seinen Daten überwiesen wurde. Die Bank konnte die Überweisung nicht mehr rückgängig machen. Die Polizei Pfronten hat weitere Ermittlungen zum Betrugsfall aufgenommen.

Die Masche

Die Täter versenden fingierte E-Mails, so genannte Phishing-Mails, oder treten in sozialen Netzwerken als vertrauenswürdige Person auf. Sie wollen Empfänger dazu veranlassen, persönliche Daten wie Zugangsdaten, Passwörter, Transaktionsnummern usw. preiszugeben. Internetbetrüger ködern ihre Opfer mit fingierten E-Mails und führen sie auf professionell gestaltete Internetseiten. Dort sollen sie ihre Zugangsdaten eingeben.

Mit den abgefischten persönlichen Daten können Betrüger Missbrauch betreiben („Identity Theft“ = Übernahme einer fremden Identität) und mit der vorgegaukelten Identität im Namen des Geschädigten online nahezu alle Geschäfte abwickeln (Geld überweisen, Dispokredit ausschöpfen, Online-Einkäufe tätigen etc.). So entsteht Jahr für Jahr ein beträchtlicher wirtschaftlicher Schaden.

Die Zahlen

 

Bei der Betrugsmasche kommen erhebliche Summen an ergaunertem Geld zusammen. Im vergangenen Jahr registrierte das Polizeipräsidium Schwaben Süd/West insgesamt 151 Fälle, von denen über 100 erfolgreich waren. Dabei erlangten die Betrüger mehr als eine Million Euro. In diesem Jahr liegt die Zahl der Anzeigen bereits jetzt bei ebenfalls rund 150, davon war rund die Hälfte aus Betrügersicht von Erfolg gekrönt. Auch die Schadenshöhe erreicht bereits jetzt das Vorjahresniveau!

Im Landkreis Oberallgäu und der Stadt Kempten bearbeitete die Polizei im letzten Jahr insgesamt 44 Fälle, dieses Jahr sind es bereits 65. Im vergangenen Jahr entstand bei 30 erfolgreichen Fällen ein Schaden von rund einer halben Million Euro, dieses Jahr bei 28 erfolgreichen Fällen bereits bei rund 450.000 Euro. Die Tendenz zeigt, dass es den Betrügern immer wieder und immer öfter gelingt, an Transaktionsnummern zu gelangen.

Die Hinweise

Beachten Sie: Kreditkarteninstitute werden solche Schreiben niemals versenden und Sie zur Eingabe persönlicher Daten im Internet auffordern – auch nicht um der Sicherheit willen.

• Vergewissern Sie sich, mit wem Sie es zu tun haben. Überprüfen Sie die Adressleiste in Ihrem Browser. Bei geringsten Abweichungen sollten Sie stutzig werden. Tragen Sie ständig benötigte Internet-Adressen in die Favoritenliste Ihres Browsers ein.
• Klicken Sie niemals auf den angegeben Link in der übersandten E-Mail. Geben Sie die Startseite Ihrer Bank selbst im Browser ein.
• Kreditinstitute fordern grundsätzlich keine vertraulichen Daten per E-Mail oder per Telefon oder per Post von Ihnen an. Halten Sie in solchen Fällen Rücksprache mit Ihrer Bank.
• Übermitteln Sie keine persönlichen oder vertraulichen Daten (bspw. Passwörter oder Transaktionsnummern) per E-Mail.
• Laden Sie Programm nur über die Internetseite der Bank herunter. Nutzen Sie keine Links und öffnen Sie keine angehängten Dateien. Nutzen Sie Antivirenprogramme und Firewalls.
• Geben Sie persönliche Daten nur bei gewohntem Ablauf innerhalb der Online-Banking-Anwendung Ihres Kreditinstituts an.
• Beenden Sie die Online-Sitzung bei Ihrer Bank, indem Sie sich abmelden.
• Kontrollieren Sie regelmäßig Ihren Kontostand sowie Ihre Kontobewegungen.
• PIN und TANs sollten Sie nur dann eingeben, wenn eine gesicherte Verbindung mit Ihrem Browser hergestellt ist. Eine sichere Verbindung erkennen Sie an dem „https://“ in der Adresszeile.
• Nutzen Sie nur die offizielle Zugangssoftware Ihrer Bank.
• Weitere Hinweise finden Sie unter www.bsi-fuer-buerger.de.


Tags:
phishing mail betrug geld konto


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