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Stephan Thomae - damals FDP-Bundestagsabgeordneter und jetzt Bürgermeisterkandidat in Oberstdorf
(Bildquelle: FDP)
 
Oberallgäu - Oberstdorf
Donnerstag, 28. November 2013

Oberstdorfer Musiksommer darf nicht sterben

Bürgermeisterkandidat Stephan Thomae will für Erhalt kämpfen

Mit ungläubigem Erstaunen haben die Oberstdorfer die Absage des Oberstdorfer Musiksommer 2014 in der Presse zur Kenntnis genommen. Altbürgermeister und Gründungsvater Eduard Geyer stellte erschüttert fest: "So geht das nicht. Der Oberstdorfer Musiksommer darf nicht sterben! Wenn Schwierigkeiten auftauchen, muss man mit den Leuten reden. Es kann nicht sein, dass eine 20-jährige Erfolgsgeschichte einfach von der Bildfläche verschwindet.“ Mit den Initiatoren und künstlerischen Leitern Prof. Peter Buck und Ulrike Tenzer (geb. Lösch) hatte er das Kulturfestival Oberstdorfer Musiksommer - gegen alle damaligen Skeptiker - 1993 aus der Taufe gehoben.

Nach dem Bekanntwerden der Absage hat sich die Gemeinderatsfraktion Allianz für Oberstdorf AO/FDP zu einer Dringlichkeitssitzung zusammengefunden, um die Situation, das Ziel und die möglichen Maßnahmen zu beraten.

AO/FDP-Bürgermeisterkandidat Stephan Thomae stellt fest, dass Organisation und Finanzierung von herausragenden Kulturveranstaltungen seit jeher eine Herausforderung darstellen. „Aus meiner Erfahrung als Kuratoriums-Mitglied der Bad Hersfelder Opernfestspiele und langjähriges Mitglied im Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages kenne ich alle Seiten bei der Durchführung von Festivals und weiß, welche Anstrengungen nötig sind, Kultur auf internationalem Niveau anzubieten. Nur mit vereinten Kräften von Landes-, Bundes- und Kommunalpolitik, sowie unter aktiver Mithilfe von Mitgliedern, Sponsoren und Mäzenen kann es gelingen, Kulturveranstaltungen dauerhaft und nachhaltig zu sichern. Oberstdorf ist der „Festsaal der Alpen“, und das muss so bleiben “, so Thomae.

Dr. Wolfgang Nettesheim, Kulturreferent im Marktgemeinderat Oberstdorf und Stv. Fraktionsführer der AO/FDP ist entrüstet über die mangelnde Information durch den Bürgermeister im Zusammenhang mit den dramatischen Vorgängen beim Musiksommer, die sich ja schon seit Anfang Herbst abgezeichnet hätten. „ Der Musiksommer ist mit seinen zahlreichen Meisterschülern aus aller Herren Länder und den hochwertigen Konzerten ein unverzichtbarer Bestandteil unseres örtlichen Kulturlebens. Zu meiner Bestürzung muss ich feststellen, dass Sie sich ohne vorherige Diskussion im Gemeinderat von den verdienten Initiatoren und künstlerisch Verantwortlichen Prof. Peter Buck und Rosalinde Brandner-Buck in respektloser Art und Weise verabschiedet haben“, schreibt er in einem Brandbrief an Bürgermeister Laurent Mies. Dr. Nettesheim fordert die dringliche Behandlung der Sache in der nächsten Gemeinderat-Sitzung.

Michael Schmidl, AO/FDP-Fraktionsmitglied, war als langjähriger Tourismusdirektor Geburtshelfer mit Eduard Geyer und ist von Anfang an dabei. „Kulturveranstaltungen brauchen neben der Finanzierung eine schlagkräftige Organisation vor Ort. Dafür ist Tourismus Oberstdorf prädestiniert und das muss so bleiben“, stellt er fest.

„Das Fazit von Stephan Thomae „Ich kann mir nicht vorstellen, dass man den Musiksommer nicht wieder auf die Schiene kriegt, wenn die Oberstdorfer es denn wollen“ ist auch die Auffassung der Fraktion AO/FDP“, stellt AO/FDP-Fraktionsführer Otto-Mäx Fischer fest.


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musiksommer kultur klassik allgäu



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