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Brand verursacht Schaden in Höhe von 1,5 Millionen Euro
09.03.2012 - 14:38
Nach dem Brand in einem Wohn- und Geschäftshaus heute Morgen in Oberstdorf, wird der Sachschaden auf rund 1,5 Million Euro geschätzt.
20 Personen mussten wegen Verdachts auf Rauchgasvergiftungen untersucht werden. Kurz vor vier Uhr war das Feuer am Freitagmorgen ausgebrochen.

Zuerst kümmerten sich die eintreffenden Feuerwehrleute um die in Luxusferienwohnungen im Obergeschoss des Gebäudes eingeschlossenen Personen, unter ihnen auch mehrere Kinder. Anschließend wurden diese in Krankenhäuser eingeliefert. Sie erlitten leichte Rauchgasvergiftungen. Während neun Personen die Kliniken noch am Morgen verlassen konnten, waren zwei der Verletzten noch bis zum Vormittag zur Beobachtung im Krankenhaus. Kurzfristig erklärte sich ein benachbarter Hotelier bereit, die Feriengäste bei sich unterzubringen.

Die Löscharbeiten gestalteten sich äußerst schwierig. Grund war eine besondere Konstruktion beim Dachaufbau. Das Gebäude war erst vor einigen Jahren saniert worden, allerdings nicht der Dachstuhl. Eine größere Schneeschicht, darunter Photovoltaikanlagen und schließlich noch das eigentliche Blechdach stellten die Feuerwehr vor größere Schwierigkeiten. Auch in den Mittagsstunden qualmte es noch immer aus dem Dach. Immer wieder schlugen Flammen zwischen den Dachlatten hervor. Die Einsatzkräfte entschlossen sich zum Abbruch des Dachstuhls und von Teilen des Obergeschosses um letzte Brandnester endgültig ablöschen zu können. Allerdings drohte das Gebäude einzustürzen. Ein Statiker untersagte schließlich das Betreten, auch für die Feuerwehr und die Kriminalpolizei. Die Polizei schoss schließlich Fotos per Hubschrauber, um mit den Ermittlungen zur Brandursache beginnen zu können. Von Seiten der Feuerwehr vermutet man den Ausbruch des Brandes bei einem der Kamine. Mit Sicherheit wird man dies aber erst nach Abschluss der Ermittlungsarbeiten von Seiten der Kriminalpolizei Kempten sagen können.

Da der Wind den Rauch auch in den Bereich der Fußgängerzone wehte, wurde seitens einer Schule die Abholung von rund 200 Schülern durch ihre Eltern organisiert, damit diese nicht den mit Rauch belasteten Schulweg zu Fuß zurücklegen mussten.

Insgesamt 200 Einsatzkräfte der Feuerwehren aus Oberstdorf, Sonthofen, Fischen, Langenwang, Obermaiselstein, Schöllang und Riezlern (Kleinwalsertal) waren im Einsatz.

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