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Oberallgäu - Oberstdorf
Mittwoch, 16. Oktober 2019

Bis zum Winter noch viel zu tun in Oberstdorf

Schanzen- und Langlaufzentrum aber weiterhin im Plan

Dank einer guten Bauplanung und einem vorbildlichen Hand-in-Hand der beteiligten Gewerke konnte der Zeitplan für die Baumaßnahmen in der Audi Arena und im Langlaufzentrum bisher eingehalten werden. Auch kostenseitig bleiben die Arbeiten zum jetzigen Stand voll im Budget. Damit die Anlagen für den Trainings- und Wettkampfbetrieb sowie für die Testläufe in der Wintersaison freigegeben werden können, sind bis zum Wintereinbruch jedoch noch viele Arbeiten nötig.

Während ein Großteil der Rohbaukörper in beiden Sportstadien mittlerweile fertiggestellt ist, gilt es nun, die Innenausstattung der Gebäude samt Elektrik, EDV, Sanitärinstallationen, Heizung und Klimatisierung zu installieren. Bei diesen Arbeiten werden besonders viele Gewerke parallel arbeiten, wozu eine entsprechend gute Abstimmung und ein präzises Timing nötig sind. Im Langlaufzentrum stehen bereits das neue Funktionsgebäude und die Trainingskalthalle. In beiden Gebäuden hat der Innenausbau bereits begonnen. Für die neue Maschinenhalle wird aktuell das Fundament gegossen. Das neue Stadionlayout ist bereits jetzt gut zu erkennen. Der neue Schneiteich samt Pumpstation und Entnahmebauwerk an der Stillach ist fertig und es werden aktuell die Anlagentechnik und die Verrohrung installiert. Am Egli-Hügel sind bereits die meisten Arbeiten zur Loipenanpassung abgeschlossen. Auch im Skisprungstadion wird derzeit mit Hochdruck an allen Anlagenteilen gearbeitet. Während das dreiteilige Gebäude für den neuen Athletenbereich von Tag zu Tag mehr Form annimmt und bereits gut zu erkennen ist, werden parallel die Fundamente für die neuen Kleinschanzen und für den Schrägaufzug erstellt. Auch haben die Betonarbeiten für die neue, zusätzliche Pumpstation begonnen. Die Aufsprunghänge für die neuen Schanzen werden derzeit modelliert und an der HS 137 unter anderem die Stufenerweiterung vorbereitet. Ein Großteil der Tribünenfläche ist neu beschichtet und damit die Betonoberfläche wieder hergestellt. In der Audi Arena gestalten sich die Arbeiten angesichts der vielen beteiligten Gewerke und beengten Platzverhältnisse besonders herausfordernd.

Im Gegensatz zu vielen anderen kommunalen Bauprojekten in Deutschland, bei denen die Kosten zum Teil während der Bauphase exorbitant steigen, blieb man im Rahmen der Baumaßnahmen zur FIS Nordische Ski Weltmeisterschaften 2021 Oberstdorf / Allgäu bisher voll im Budget. Das Gesamtvolumen von 39,3 Mio. Euro teilt sich auf 14,1 Mio. Euro für die Skisprunganlagen und auf 25,2 Mio. Euro für das Langlaufzentrum auf. Der Markt Oberstdorf beteiligt sich mit 4. Mio. Euro an den Gesamtkosten. Eine besondere Aufgabe wird in diesem Zusammenhang der Projektleitung zuteil. Die Projektleitung in Person von Herrn Florian Speigl sowie die beauftragte Projektsteuerung koordinieren und überwachen den Fortschritt des Gesamtprojekts unter Wahrung des Zeit- und Kostenrahmens. Dies ist bei einem Projekt dieser Größenordnung jedoch eine echte Mammutaufgabe, denn schon kleine Verzögerungen – sei es aufgrund von ungünstigen Wetterbedingungen oder sonstigen unvorhersehbaren Ereignissen auf der Baustelle – können schnell große Auswirkungen haben.

„Die Projektsteuerung ist ein laufender Prozess und erfordert eine permanente Überwachung des Vorhabens sowie regelmäßige Eingriffe in den Ablauf“, erklärt Speigl und ergänzt: „Da viele Arbeiten im Gelände stattfinden, sind beide Baustellen stark wetterabhängig. Es ist vor allem der Motivation aller Beteiligter, den Sportlern rechtzeitig moderne und nachhaltige Sportstätten übergeben zu können, zu verdanken, dass bisher alles nach Plan verläuft. Ich möchte mich an dieser Stelle schon mal herzlich bei allen Involvierten für die professionelle Zusammenarbeit bedanken. Wir hoffen nun auf ein gutes Herbstwetter, das uns hilft, die gesteckten Ziele zu erreichen. Die Sportstätten werden soweit fertig werden, dass die Testwettbewerbe stattfinden können. Die Herausforderung ist, die technisch komplexen Anlagen ohne größere Fehler oder Störungen in Betrieb zu nehmen. Der Praxistest im kommenden Winter wird dann zeigen, ob alle Bauten und Einrichtungen auch genau so funktionieren, wie dies in den Planungen überlegt worden ist und ob die Sportler und Betreuer mit der Modernisierung der Anlagen zufrieden sind“, erläutert Speigl. Neben dem Schrägaufzug für die Sportler in der Audi Arena werden auch die Außenanlagen an beiden Sportstadien samt Grünflächen und Straßen sowie Restarbeiten an der neuen Maschinenhalle und einer Loipenbrücke im Ried erst im Frühjahr, bzw. im Frühsommer fertiggestellt. Gleiches gilt für den ambitionierten und vom beauftragten Landschaftsarchitekten koordinierten „Waldumbau zu einem Bergmischwald“ mit umfangreichen Aufforstungsarbeiten als Ausgleichsmaßnahme für die Eingriffe in die Landschaft. Die Baumaßnahmen an den Schanzen sowie im Langlaufzentrum steigern nicht nur die Qualität der Sportanlagen für Wettkämpfe und vor allem für den Trainingsbetrieb, sondern schaffen auch die Grundlage für Nachfolgeinvestitionen. Ein positives Investitionsklima animiert Investoren dazu, sich auch in Zukunft in Oberstdorf und der Region zu engagieren. Aktuelle Beispiele hierfür sind die neue Sportalp in der Audi Arena oder das Engagement neuer Investoren am Söllereck. 


Tags:
Bau Umbau Schanze Langlauf



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