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Horrorszenario bei Oberstaufen: Auto nach Panne von Zug erfasst - 210.000 Euro Schaden
06.05.2013 - 10:32
Am Samstagabend hat ein Sonderzug an einem Bahnübergang bei Salmas nahe Oberstaufen ein Auto erfasst. Es wurde rund 100 Meter mitgeschleift und völlig zerstört.
Die Fahrerin überlebte das Horroszenario unverletzt. Sie war ausgestiegen und hatte die Polizei gerufen. Diese konnte den Zugverkehr aber nicht mehr rechtzeitig stoppen.

Ausgerechnet auf dem Bahnübergang: Auto gibt den Geist auf
Kurz nach 21 Uhr: Die 26-jährige Autofahrerin fährt auf den Bahnübergang, plötzlich stirbt der Motor ab. Alle Versuche den Wagen wieder zum Laufen zu bringen scheitern. Geistesgegenwärtig steigt die junge Frau aus ihrem Auto aus, bringt sich in Sicherheit und ruft per Notrufnummer bei der Polizei an. Sie schildert ihr Problem. Doch schon beginnen das Blinklicht am Bahnübergang rot zu leuchten. Ein Alex-Zug ist von Immenstadt in Richtung Lindau unterwegs. Der Lokführer sieht das Auto, leitet eine so genannte Schnellbremsung ein. Der Wagen steht auf dem anderen Gleis, der Alex berührt das Auto nicht einmal.

Rund 400 Fahrgäste in beiden Zügen
Inzwischen ist auch die Polizei vor Ort, da nähert sich ein Sonderzug dem Bahnübergang. Auch der zweite Lokführer erkennt die Situation, leitet ebenfalls eine Schnellbremsung ein, schafft es aber nicht mehr den mit 350 Personen besetzten Partyzug rechtzeitig zum Stillstand zu bringen. Das Auto der 26-jährigen wird erfasst und rund 100 Meter mitgeschleift. Auf 1,5 x 1,5 Meter wird das Fahrzeug zusammengedrückt und verkeilt sich schließlich zwischen den beiden Zuggarnituren. Hätte die junge Frau noch im Wagen gesessen, wäre für sie jede Hilfe zu spät gekommen.

Bahnstrecke seit Sonntagmorgen um 7 Uhr wieder freigegeben
Busse und Ersatzzüge brachten die insgesamt rund 400 Zugpassagiere an ihr Ziel. Der Vater der jungen Frau begleitete sie nach Hause. Die Bahnstrecke war bis in die frühen Sonntagmorgenstunden gesperrt. Kurz vor sieben Uhr konnte sie wieder für den Zugverkehr freigegeben werden.

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