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Das Gemälde mit dem Pfarrer von Missen
(Bildquelle: Sabine Verspohl-Nitsche/pdke)
 
Oberallgäu - Missen-Wilhams
Freitag, 29. Mai 2020

Gemälde in Pfarrei in Missen-Wilhams wird gesegnet

„Ich war selber erstaunt, dass es wieder ein Bild geworden ist“, stellte die Restauratorin Heide Tröger nach der Aufarbeitung des rund 300 Jahre alten Gemäldes die „Krönung Mariens“ von Johann Michael Herz (1725-1790) voller Bewunderung fest. Die Herkunft des Altarbildes war eher zufällig entdeckt worden, als Pfarrer Michael Heinrich Recherchen für eine Chronik über das Benefizium St. Wolfgang anstellte. „Das Gemälde kam nach dem Umbau des Altars im Jahr 1900 in das Benefiziatenhaus und wanderte dann 1960 ins Depot“, berichtete der Geistliche. Nach seiner Restauration fand es nun im Eingangsbereich der Pfarrkirche St. Martin einen würdigen Platz und wird am Festtag „Maria Königin“, Pfingstsonntag, 31. Mai, im Anschluss des Gottesdienstes um 8.45 Uhr von Pfarrer Heinrich gesegnet.

Zahlreiche Werke, die der Immenstädter Künstlerfamilie Herz zugeordnet werden, finden sich in Kirchen und Kapellen des Dekanats Sonthofen. So gestaltete beispielsweise Georg Anton (1777-1826) in der Pfarrkirche St. Martin den Kreuzweg. Johann Michael Herz malte später das Altarbild „Krönung Mariens“, das um 1900 durch eine Lourdesgrotte ersetzt und ins Benefiziatenhaus gebracht wurde. Hier lebte der Sohn des Malers, der als Benefiziat in der Kapelle St. Wolfgang tätig war. Jahrzehnte später hat man das Bild ins Depot gebracht, wo es lange Zeit ein unbeachtetes Dasein fristete. Pfarrer Heinrich setzte sich gemeinsam mit der Kirchenverwaltung für eine Restaurierung des Gemäldes ein. Mit Spendengeldern konnte der Auftrag schließlich finanziert werden und wurde im Dezember 2019 an die Kemptener Diplom-Restauratorin Heide Tröger übergeben.

Das alte, vernachlässigte Bild, dessen oberer Rand einen Rundbogen beschreibt, hing im unteren Bereich in Fetzen. „Es hat viel gefehlt“, erinnerte sich die Restauratorin an den Zustand des Werkes bei dessen Ankunft. Einen Rahmen habe es ebenfalls nicht mehr gehabt. Sorgsam machte sie sich an die Arbeit und versah das Gemälde wieder mit einer passenden Einfassung. Insgesamt beliefen sich die Kosten auf rund 7.100 Euro.

Die Fachfrau hatte schon Mitte März gemeinsam mit Kirchenpflegerin Rosmarie Mohr sowie den Handwerkern Benni Mohr, Hansjörg Kling und Pfarrer Heinrich den geeigneten Platz für das Gemälde gefunden. Fortan begrüßt es im Eingangsbereich die Kirchenbesucher. Wegen der Corona-Pandemie musste die für Ende März geplante feierliche Segnung sowie die Präsentation der Chronik des Benefiziums verschoben werden. Im Rahmen des Pfingstgottesdienstes wird sie nun nachgeholt.


Tags:
Segnung Gemälde Restaurierung Kirche


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