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Zahl der Arbeitslosen sinkt im Juli auf 2,59 Millionen
Nürnberg (dpa) - Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland ist im Juli entgegen saisonüblicher Muster weiter gesunken. Der Statistik der Bundesagentur für Arbeit zufolge waren im Juli bundesweit 2,59 Millionen Menschen ohne Job, 24 000 weniger als im Juni und 320 000 weniger als im Juli 2020. Die Arbeitslosenquote sank auf 5,6 Prozent.
 
BM Christian Wilhelm mit Vertretern aus u.a. Regionalentwicklung Oberallgäu e.V.
(Bildquelle: Bild: Regionalentwicklung Oberallgäu e.V.)
 
Oberallgäu
Freitag, 21. Mai 2021

Leader-Förderbescheid für das Naturerlebniszentrum Allgäu

Das Naturerlebniszentrum Allgäu (NEZ), die staatlich anerkannte Umweltstation im Oberallgäu, kann bald umziehen. Der alte Standort am Großen Alpsee in Immenstadt-Bühl wurde zu eng. Der neue Standort am Biberhof in Sonthofen bietet hervorragende Bedingungen für die Koordination aber auch die Umsetzung von Umweltbildungsangeboten. Ein LEADER-Antrag im Gebiet der Lokalen Aktionsgruppe (LAG) Regionalentwicklung Oberallgäu über knapp 100.000 Euro Förderung wurde jetzt vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten in Kempten bewilligt.

Das NEZ ist die vom bayerischen Umweltministerium staatlich anerkannte Umweltstation im Oberallgäu und Träger des Qualitätssiegels „Umweltbildung.Bayern“ unter der Trägerschaft des BUND Naturschutz Ökostation Schwaben e.V.. Mit der Anerkennung als Umweltstation sind jedoch besondere Auflagen an die Räumlichkeiten und das Außengelände verbunden, die der Biberhof in Sonthofen hervorragend erfüllt: Ein großes, ökologisch interessantes Außengelände wird ergänzt durch behindertengerechte Zugänge. Der geplante Ausbau wird ökologisch gestaltet und so übergibt das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) Kempten einen LEADER-Förderbescheid über knapp 100.000 Euro an das Naturerlebniszentrum Allgäu (NEZ) pünktlich zum Aktionstag „Umweltbildung trägt Früchte“ aller Bayerischen Umweltstationen.

Unterstützt wird der Umbau außerdem durch die Stadt Sonthofen, den Landkreis Oberallgäu und den Bezirk Schwaben mit jeweils rund 30.000 Euro (ca. 10 % der Gesamtkosten). Sonthofens Bürgermeister Christian Wilhelm ist begeistert, dass der im Hochwasserbereich gelegene Biberhof mit dieser neuen Nutzung weiter an Attraktivität gewinnt. Auch für den stellvertretenden Oberallgäuer Landrat Roman Haug ist klar, dass hier in ein beispielhaftes Umnutzungsvorhaben investiert wird: Ein Gelände, das für Landwirte unrentabel wurde, wird eine traumhafte Spielwiese für jeden Umweltpädagogen.

„Sowohl in den Aufbau des NEZ als auch in den Außenbereich des Biberhofs, auf dem ein vielfältiges, für die Umweltbildung hervorragend nutzbares Naherholungsgebiet geschaffen wurde, sind 2011 und 2012 bereits LEADER-Mittel geflossen. Diese beiden Projekte bilden nun den idealen Ausgangspunkt für das heute bewilligte Projekt“, so Veronika Hämmerle, LEADER-Managerin am AELF Kempten, die den aktuellen Bescheid übergibt.

„Alle bisher am Biberhof umgesetzten Maßnahmen und Zielsetzungen bleiben bestehen, werden aber durch neue und zusätzliche Ziele und Möglichkeiten stark erweitert. Durch den Ausbau des Biberhofs kann das NEZ seine Basis in den Biberhof verlegen. Das Projekt bildet somit den Ausgangspunkt für zahlreiche Umweltbildungs- und Naturerlebnisangebote vor Ort und im gesamten Gebiet Oberallgäu-Kempten.“ ergänzt Christof Endreß, Vorsitzender des Regionalentwicklung Oberallgäu e.V.. Er erläutert so die große Zustimmung durch das Entscheidungsgremium der LAG, das mit seinem positiven Beschluss im Oktober 2020 den Weg für den Antrag auf LEADER-Förderung frei gemacht hatte.

 

Projektinhalt

Im Biberhof in Sonthofen entsteht ein Seminar- und Veranstaltungsraum für umweltpädagogische und nachhaltigkeitsorientierte Workshops, Fort- und Weiterbildungen und Ausstellungen sowie für die Vor- und Nachbereitung naturpädagogischer Programme im Außenbereich, als Schlechtwetterraum für Ferienprogramme, Naturerlebnis-Kindergeburtstage und sonstige umweltpädagogische Angebote. „Der Ausbau selbst wird zum Anschauungsobjekt, denn es werden ökologische Baustoffe verwendet, die die Möglichkeiten eines ressourcenschonenden Niedrigenergiebaus aufzeigen. Das werden wir auch in der zukünftigen Bildungsarbeit thematisieren“, so Andreas Güthler, Geschäftsführer des NEZ. „Wir rechnen bei jährlich etwa 150 Umweltbildungsveranstaltungen am Biberhof mit etwa 3.000 TeilnehmerInnen. Weitere etwa 500-700 dezentrale Angebote im ganzen Allgäu werden vom Biberhof aus koordiniert. Dadurch leisten wir einen wirkungsvollen Beitrag zur Bewusstseinsbildung für einen nachhaltigen Lebensstil und einen achtsamen Umgang mit der Natur.“ so Güthler weiter.

„Das NEZ ist mit diesem Angebot auch der größte Partner im LEADER-Projekt „Umweltbildung und nachhaltiger Tourismus“ im Allgäu, das von der Allgäu GmbH koordiniert wird und trägt so zur touristischen Wertschöpfung durch die Förderung eines nachhaltigen Tourismus im Allgäu bei.“, so Eva Osterrieder, Geschäftsführerin des Regionalentwicklung Oberallgäu e.V.. Enge Kooperationen sind bei zukünftigen Aktionen auch mit zahlreichen Partnern aus anderen Bereichen geplant, so z.B. mit Behinderteneinrichtungen oder Förderschulen.

 

Umweltbildung trägt Früchte

„In ganz Bayern wird in dieser Woche mit der Pflanzung von Obstbäumen unter dem Motto „Umweltbildung trägt Früchte“ darauf aufmerksam, dass Umweltbildungsangebote – auch in schwierigen Zeiten – eine hohe Bedeutung haben.“ so Thomas Frey, Vorsitzender des Naturerlebniszentrum. Ganz in diesem Sinne wurde deshalb nicht nur der Förderbescheid an die Umweltstation übergeben sondern gemeinsam auch ein Apfelbäumchen gepflanzt.

Der Umzug des NEZ in die neuen Räumlichkeiten ist für Ende 2022 geplant. Das frisch gepflanzte Apfelbäumchen sowie das gesamte Außengelände am Biberhof kann jedoch schon jetzt jederzeit – unter Einhaltung der geltenden Corona-Regelungen - besucht werden. Direkt am Illerradweg gelegen, bietet das Gelände hervorragende Rast- und Erholungsmöglichkeiten.


Tags:
oberallgäu naturerlebnis zentrum umwelt


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