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Symbolbild: lebensbedrohliche Kälte
(Bildquelle: Johanniter Allgäu)
 
Oberallgäu - Kempten
Mittwoch, 16. Januar 2019

Eisige Kälte bei Notfällen im Freien lebensbedrohlich

Die Johanniter rufen zu couragiertem Handeln und schnellen Notruf auf

Eisige Minustemperaturen können für verunglückte Personen bei Notfällen im Freien und in schlecht beheizten Räumen wie in Garagen, Kellern oder auch in parkenden Autos sehr schnell lebensbedrohlich werden.

Die Johanniter rufen daher auf, auf am Boden liegende Personen zu achten und couragiert als Ersthelfer zu handeln. „Ein harmloser Ausrutscher bei einem Spaziergang kann bei den eisigen Temperaturen lebensbedrohlich werden“, warnt Bernd Fischer, Regionalarzt der Johanniter im Allgäu. „Bereits bei zehn Grad Plus oder noch weniger, kühlt der Körper sehr schnell aus, wenn man aufgrund einer Verletzung oder einer plötzlich auftretenden Erkrankung bewegungsunfähig ist. Dann sind es die Ersthelfer die Leben retten können, indem sie rasch den Notruf 112 wählen und dafür sorgen, dass die Körperwärme erhalten bleibt.“

In jedem Verbandkasten muss eine beschichtete Rettungsdecke sein, die Körperwärme reflektiert und dadurch die Auskühlung vermindert. „Den Betroffenen am besten schnell in Wolldecken oder nicht benötige Bekleidung einpacken und dann die Rettungsdecke um ihn herum wickeln, damit er nicht mehr Kontakt zum gefrorenen Boden hat“, sagt Fischer. „Ist er bewusstlos und hat eine normale Atmung, wird er in die stabile Seitenlage gebracht und ebenfalls warm eingepackt. Bewusstlose Personen sind durch die eisige Kälte besonders gefährdet! Wenn der Bewusstlose nicht atmet, sofort mit der Herzdruckmassage beginnen und diese bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes fortsetzen.“

Grundsätzlich sollte bei den kalten Temperaturen darauf geachtet werden, dass Kinder gut eingepackt sind, insbesondere Kopf, Hände und Füße geschützt sind. Außerdem sollte darauf geachtet werden, dass Kinder ausreichend große Schuhe tragen. Es muss Platz für dicke Socken sein, und die Zehen müssen genügend Bewegungsfreiheit haben. Der sogenannte „Zwiebellook“ ist besser als ein dickes Kleidungstück. Wenn man warme Räume betritt, sollte man den Mantel öffnen und sich beim Verlassen wieder warm einpacken. Dies verhindert Schwitzen und damit die Entstehung von Verdunstungskälte. Der Körper hat auf Grund der Temperaturen einen erhöhten Energiebedarf. Mit warmen und gezuckerten Getränken und mehreren über den Tag verteilten Mahlzeiten kann dieser erfüllt werden. Wenn man im Freien warten muss, nicht stehen bleiben, sondern sich bewegen. Durch Piercings in Ohren, Nasen oder Lippen können Erfrierungen entstehen. Wenn es bitterkalt ist, sollten sie daher beim Aufenthalt im Freien besser entfernt werden.

Da jeder plötzlich selbst in die Situation kommen kann, Erste Hilfe leisten zu müssen, empfehlen die Johanniter alle zwei Jahre ein Auffrischen und Trainieren der Erste-Hilfe- Kenntnisse. Wer den letzten Erste-Hilfe-Kurs zum Führerscheinerwerb vor vielen Jahren besucht hat, sollte unbedingt einen Kurs besuchen. Erste Hilfe sollte regelmäßig trainiert werden. Die Johanniter im Allgäu bieten Kurse in Erste Hilfe an, um Wissenslücken zu schließen und anhand von zahlreichen Übungen die Handgriffe in der praktischen Umsetzung zu üben. Damit werden auch Ängste und Unsicherheiten abgebaut.

Informationen zu den Kursen gibt es unter www.johanniter.de/allgaeu oder unter der kostenfreien Telefonnummer 0800 0 191414. (pm)


Tags:
Die Johanniter couragiertes Handeln Kälte



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