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Das OP-Team der Sondenextraktion mit Patient Martin
(Bildquelle: Christian Wucherer)
 
Oberallgäu - Immenstadt
Montag, 4. Mai 2015

Spezielle Herzoperation gelingt in Immenstadt das erste Mal im Allgäu

Zum ersten Mal im Allgäu ist es Ärzten in der Klinik Immenstadt gelungen, bei einem herzkranken Patienten eine lasergestützte Sondenextraktion durchzuführen.

„Dem Patienten geht es gut“, vermeldete Dr. Lutz Wagner (44), Oberarzt im Herz- und Gefäßzentrum Oberallgäu-Kempten, einen Tag nach dem Eingriff. Die Operation hat er gemeinsam mit dem Herzchirurgen Dr. Johannes Paula von der Sana-Herzchirurgie Stuttgart vorgenommen.

Dem 75-jährigen Hermann Martin aus Immenstadt wurde vor drei Jahren wegen einer schweren Herzleistungsschwäche vorsorglich ein Defibrillator implantiert. Einige Zeit später klagte er über einen unerträglichen Juckreiz am ganzen Körper. Kein Dermatologe konnte ihm helfen, und Martin sah schließlich die Beschwerden als allergische Reaktion auf das Material des implantierten Defibrillators an. Er wollte das Gerät wieder entfernen lassen, das er auch nicht mehr benötigte, weil sich die Herzleistung zwischenzeitlich wieder verbessert hatte.

Einen Schrittmacher oder Defibrillator zu entfernen, der erst vor kurzem eingesetzt wurde, sei kein Problem, so Lutz Wagner. Probleme könnten die zwei schon länger im Herzen verankerten Sonden bereiten, die im Laufe der Zeit mit dem umgebenden Gewebe verwachsen. Das war auch der Fall bei Hermann Martin. Während sich eine Sonde einfach herausziehen ließ, musste bei der zweiten Sonde der Laser zu Hilfe genommen werden. Dabei wird, so Wagner, der festsitzenden Sonde ein Laserkatheter übergestülpt, der das verklebte Narbengewebe entlang der Sonde löst.

Mit Herzchirurg Johannes Paula, der für das neue Verfahren zertifiziert ist und einmal im Monat die Kardiologen im Herz- und Gefäßzentrum bei verschiedenen Therapieverfahren unterstützt, soll die lasergestützte Sondenextraktion jetzt auch in Immenstadt ausgebaut werden. Damit sparen sich die betroffenen Patienten den weiten Weg nach Ulm oder Stuttgart. Derzeit seien laut Wagner etwa zehn Patienten im Jahr betroffen, aber die Zahl werde steigen, weil den immer älter werdenden Menschen mehr Schrittmacher und Defibrillatoren eingesetzt werden müssten.

 

Bildunterschrift:                                                                                                        Patient Martin mit OP-Team sehr zufrieden (v. l.):Dr. Lutz Wagner, Oberarzt im Herz- und Gefäßzentrum Oberallgäu-Kempten, Patient Hermann Martin aus Immenstadt, Herzchirurg Oberarzt Dr. Johannes Paula von der Sana-Herzchirurgie Stuttgart sowie Sezen Kübra und Andreas Schulze vom OP-Funktionsdienst.


Tags:
herzoperation einmalig sondenextraktion klinikum immenstadt


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