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Immer mehr Bio - auch beim Alpsommer im Allgäu
29.02.2012 - 08:21
Für Monate sind sie in den Bergen für das Vieh zuständig, doch die Anforderungen steigen auch für die Alphirten von Jahr zu Jahr an. Jetzt wurden die Alphirten in der Theorie auf den Alpsommer vorbereitet.
Neue Richtlinien, Regelungen und vieles weitere mehr gilt es zu beachten. Ein Grund warum der Alpwirtschaftliche Verein im Allgäu zu einem Alphirtenlehrgang in Immenstadt eingeladen hat. Dabei ging es laut dem Geschäftsführer des "AVA" Dr. Michael Honisch um Neuerungen beim Naturschutz und rund um die Anforderungen, die die verstärkte Anfrage von Bio- Bauern nach einer Unterbringungen ihres Viehs auf den Alpen mit sich bringt: "Die Nachfrage ist tatsächlich sehr groß und daher müssen sich die Alpen vorbereiten, denn da müssen entsprechende Regularien eingehalten werden, um Vieh von den Bio- Bauern aufnehmen zu können." Das bedeutet aber nicht, dass der Alphirte schlussendliche jedes Gras einzeln für die Tiere aussuchen muss: "Natürlich fressen die Tiere auch von der Alpweide, wie alle anderen auch. Allerdings darf diese nur nach den Richtlinien der biologischen Landwirtschaft bewirtschaftet werden", so Honisch mit einem Schmunzeln auf den Lippen.

Alle hoffen natürlich auf eine Unfallfreie Saison, schließlich soll es auch nach dem Alpsommer 2012 wieder zahlreiche schön geschmückte Kranzrinder bei den Viehscheiden geben. Wenn aber doch etwas passiert, dann muss gehandelt werden. Daher stand bei dem Treffen auch die Tierbergung auf der Tagesordnung. Dr. Michael Honisch: "Wenn ein Vieh verunfallt am Berg, dann kommt der Hubschrauber meist sehr schnell an und hat sehr wenig Zeit. Das Tier muss schnell und sicher in das Netz gebracht werden, mit dem es dann abtransportiert werden kann. Ab und zu, das ist unvermeidbar, kommt es zu Abstürzen, Fußbrüchen und vielem weiteren und da haben wir gezeigt, wie das richtig ins Netz eingespannt wird, damit es einen guten Abtransport gibt".

Die Alpsaison beginnt Ende Mai, Anfang Juni im Allgäu - der eine oder andere Alphirte ist aber schon jetzt heiß auf die für sie wohl fünfte Jahreszeit. Im Vorfeld gibt es einiges zu tun: heißt die Alpe muss in Schuss gebracht werden und das betrifft nicht nur die Hütte selbst, sondern auch die Zäune und vieles mehr. Dazu werden die Alphirten schon einige Wochen früher in die Berge ziehen, um diese Arbeiten zu erledigen, bevor das Vieh von den Tälern aufgetrieben wird.

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