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Allgäuer Hühnerhofbetreiber: Bio-Eier zu Dumping-Preisen kann es nicht geben
05.09.2012 - 16:18
Ganz Deutschland diskutiert über die Frage: Bio oder nicht Bio!? Nach ARD-Informationen unterscheiden sich die Produktionsbedingungen oft nur wenig voneinander.
Es ist die Idylle eines kleines Ortes im Oberallgäu. In Kühberg, einem Ortsteil von Blaichach, steht der Ferienhof der Familie Jörg. Doch nicht nur das. Die Jörgs betreiben auch einen Hühnerhof - jede Woche sind sie beispielsweise auf dem Blaichacher Wochenmarkt vertreten und verkaufen hier ihre Bio- Eier. Radio AllgäuHIT wollte es genau wissen und fragte nach, was ist Bio, wie funktioniert das und vor allem, gibt es auch Dumpingpreise für Bio-Eier… hier das Radio-Interview im Wortlaut...

Was heißt Bio? „Das Wort „Bio“ sagt im Großen und Ganzen aus, dass es hochwertige Produkte sind. Das heißt auch von der Futtermittelzusammenstellung her, also ohne Pflanzenschutzmittel produziert wird“.

Doch was ist am besten für die Hühner - bei Familie Jörg sind die Hühner in Bodenhaltung untergebracht, warum ist diese Art der Haltung für die Jörgs die Beste? „Für mich kommt nur Bodenhaltung in Frage, denn für mich hat die Freilandhaltung gegenüber der Bodenhaltung im Stall klare Nachteile. Wenn es draußen zum Beispiel feucht ist, sind auch die Hühner nass und tragen die Parasiten an den Füßen in den Stall hinein. Außerdem ist mein größter Feind der Spatz. Dieser bringt Milben mit. Diese sind nachaktiv und sitzen an den Stangen in den Stallungen. Die befallenen Hühner sind leicht zu erkennen, sie haben kein Gefieder mehr am After. Die rupfen des mehr oder weniger zam“.

Doch wo kauft die Familie Jörg ihr Futter: „Mein Hersteller sitzt in der Region, genauer gesagt im Westallgäu. Von der Zusammensetzung Weizen, Gerste, Hafer, Mais und Soja, denn Soja ist das pflanzliche Eiweiß – mehr gehört da nicht rein. Da haben wir eine beständige, gute Qualität und eine gute Qualität bedeutet ein gutes Ei“.

Und Kontrollen gibt es regelmäßig, so Jörg: „Es kommt vierteljährlich ein Kontrolleur, der Kotproben der Hühner und Eier mitnimmt. Dieser kündigt sich teils an, da er auch Impfstoffe z.B. gegen Salmonellen mitbringt“. Die Impfung erfolgt über das Wasser, dass die Hühner zu sich nehmen.

„Die Qualität wird sich durchsetzen. Wenn im Ausland produziert wird und ein Ei unterm Niveaupreis in Großmärkten angeboten wird, dann gehe ich davon aus, dass es kein Bio sein kann. Zu dem Preis, wie wir produzieren, kann das nicht möglich sein.“, so Franz Jörg.

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