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Zweiter Verhandlungstag im Amok-Prozess: weitere Zeugen berichten von Bedrohung
24.01.2013 - 15:40
Die Jugendkammer des Memminger Landgerichts hat die Beweisaufnahme im Amokalarm-Prozess am Nachmittag mit der Vernehmung weiterer Zeugen zum Geschehen in Steinheim fortgesetzt.
Zwei Trainer von Jugendmannschaften berichteten von den Schüssen im Bereich des Sportplatzes Steinheim. Sie hatten bereits zuvor den Angeklagten auf dem Gelände wahrgenommen. Er kam ihnen verdächtig vor, sodass sie die Polizei verständigten. Diese Beobachtungen werden auch vom Wirt der Vereinsgaststätte bestätigt. Er schildert zudem, dass er sich mit den Betreuern um etwa 35 Kinder, die in das Sportheim gebracht worden waren, gekümmert hat. Er hat die Kinder mit Essen und Trinken versorgt und die Kinder verhielten sich ruhig. Weitere Angehörige der Kinder wurden gehört. Ein Vater eines Fußballers berichtete, dass er den Angeklagten mit einer Pistole bewaffnet gesehen hat und Polizisten das Gespräch mit ihm gesucht haben. Dabei hat der Angeklagte eine Waffe auf die Polizisten gerichtet und die zweite Waffe gegen seinen eigenen Kopf.

Schließlich hat ein Sachverständiger für Waffentechnik seine Erkenntnisse zur Untersuchung der vom Angeklagten bei Tat getragenen Hose erläutert. Er führt aus, dass die Spuren einem versehentlich ausgelösten Schuss aus der im Hosenbund steckenden Waffe zuzuordnen ist. Erhebliche Verletzungen hat der Angeklagte dadurch aber nicht davongetragen.

Im weiteren Verlauf des Nachmittags sollen vier Polizeibeamten angehört werden.

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