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Bezirke ausgezählt: SPD gewinnt Wahl in MV - CDU verliert massiv
Schwerin (dpa) - Die SPD hat die Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern haushoch gewonnen. Nach Auszählung aller 2003 Wahlbezirke erreichte die Partei von Ministerpräsidentin Manuela Schwesig am Sonntag 39,6 Prozent der Stimmen und damit das zweitbeste SPD-Ergebnis überhaupt im Nordosten, wie am Montagmorgen auf der Homepage der Landeswahlleitung zu sehen war. Der bisherige Koalitionspartner CDU fuhr mit 13,3 Prozent sein historisch schlechtestes Ergebnis im Bundesland ein und landete erneut hinter der AfD, die auf 16,7 Prozent kam. Für die Linken stimmten 9,9 Prozent der Wähler. Sowohl die FDP als auch die Grünen schafften mit 5,8 und 6,3 Prozent den Wiedereinzug in den Landtag. Die Wahlbeteiligung lag bei 70,8 Prozent.
 
Im Sozialpädiatrischen Zentrum des Klinikums Memmingen werden Kinder mit Entwicklungsstörungen und Verhaltensauffälligkeiten von einem fächerübergreifenden Team betreut.
(Bildquelle: AllgäuHIT)
 
Memmingen
Montag, 5. Juli 2021

Sozialpädiatrisches Zentrum verstärkt sein Team

Durch die Corona-Pandemie wurden Verhaltensauffälligkeiten und psychische Leiden bei Kindern noch verstärkt. Doch schon zuvor war die Nachfrage groß beim Team des Sozialpädiatrischen Zentrums (SPZ) am Klinikum Memmingen, das sich um Kinder und Jugendliche mit Verhaltensauffälligkeiten, Entwicklungsstörungen und Behinderungen kümmert.

„Unsere Patienten mussten für eine ambulante Behandlung in unserem Zentrum leider sehr lange Wartezeiten in Kauf nehmen“, schildert Prof. Dr. David Frommhold, Chefarzt der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin. „Wenngleich dringende, akute Fälle jederzeit einen Termin bekamen“, wie er betont.

Jetzt aber ist für alle Besserung in Sicht: „Wir sind gerade dabei, unser SPZ-Team personell aufzustocken“, so der Chefarzt. Hier kommt es sehr gelegen, dass der SPZ-Leiter der Memminger Kinderklinik, Dr. Robert Meisen, vor wenigen Monaten eine Weiterbildungsermächtigung für den Bereich der Neuropädiatrie erhalten hat – also dem Spezialgebiet, das sich mit der körperlichen und geistigen Entwicklung der Kinder beschäftigt. „Das heißt, ab sofort können wir in Memmingen Kinderärzte auf dem Gebiet der Kinderneurologie selbst ausbilden“, freuen sich der Chefarzt und sein Team. „Das ist eine enorme Erleichterung, denn auch trotz des guten Rufes der Memminger Einrichtung in Expertenkreisen ist eine personelle Vergrößerung nicht immer ganz einfach, weil man nicht so leicht gutes Fachpersonal findet“, ergänzt der Leiter des SPZ, Oberarzt Dr. Robert Meisen.

Denn die Behandlung von Kindern und Jugendlichen mit Depressionen, Angst- oder Essstörungen, Autismus, Multipler Sklerose oder dem Down Syndrom ist nicht nur von Erfolgen gekürt, sondern meistens auch mit Leid und Frustration verbunden.

„Manche unserer Patienten machen nur sehr kleine Fortschritte. Andere aufgrund ihrer Erkrankung sogar Rückschritte“, beschreibt Dr. Meisen, der sich mit seinem fächerübergreifenden Team um behinderte Buben und Mädchen mit schwerer Lähmung oder Spastik kümmert, um epileptische Kinder oder Patienten mit dem Angelman-Syndrom – einer genetischen Veränderung, die mit einer geistigen Behinderung, Hyperaktivität und einer stark reduzierten Sprache einhergeht.

Bei solch schweren Erkrankungen ist es natürlich wichtig, nicht nur den Patienten selbst zu helfen, sondern auch ihre Angehörigen zu unterstützen: „Für Familien mit chronisch kranken Kindern ist die tagtägliche Belastung, sowohl physischer als auch psychischer Art, natürlich enorm“, schildert die Leiterin der Psychosomatischen Abteilung der Kinderklinik, Dr. Verena Gruber. Deswegen arbeiten im SPZ neben Ärzten, Psychologen, Physio- und Ergotherapeuten, Erlebnispädagogen und Logopäden, auch Sozialpädagogen, die sich um weitere Hilfsmöglichkeiten kümmern, wie Dr. Meisen erklärt: „Sie vermitteln beispielsweise Betreuungsangebote für Geschwisterkinder, eine Haushaltshilfe, finanzielle oder sozialrechtliche Unterstützung.“ Und versuchen so, den Kindern und ihren Angehörigen ein relativ hohes Maß an Lebensqualität zu ermöglichen.

Was ist ein Sozialpädiatrisches Zentrum und was geschieht dort?

  • Ein Sozialpädiatrisches Zentrum (SPZ) ist eine fächerübergreifend arbeitende Einrichtung zur ambulanten Versorgung von Kindern und Jugendlichen.
  • Inhaltlicher Schwerpunkt sind Krankheiten, die Entwicklungsstörungen, Behinderungen, Verhaltensauffälligkeiten oder seelische Störungen mit sich bringen, wie Down Syndrom, neuromuskuläre Erkrankungen, Mukoviszidose, Autismus, Epilepsie oder Depressionen.
  • Im Mittelpunkt der Arbeit steht das Kind und dessen Familie bzw. Umfeld.
  • Im SPZ arbeiten unter anderem Ärzte, Physio- und Ergotherapeuten, Psychologen, Logopäden, Sozial- und Erlebnispädagogen

 


Tags:
kinder jugend klinikum memmingen


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