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An einer Ankunftstafel, können Mitarbeiter sehen, wann welcher Rettungsdienst einen Patienten bringt
(Bildquelle: Häfele/Pressestelle Klinikum Memmingen)
 
Memmingen
Montag, 25. Juli 2016

Klinikum Memmingen digital mit Rettungsdiensten vernetzt

Schon vor Eintreffen des Patienten bestmöglich vorbereitet

Als erstes Krankenhaus im Allgäu hat das Klinikum Memmingen Anfang Juli eine elektronische Datenübermittlung eingeführt, durch die das Krankenhaus mit den Rettungsdiensten digital vernetzt wurde. Dadurch kann schon vor Eintreffen des Patienten die bestmögliche Behandlung vorbereitet werden.

Im Anmeldebereich der Memminger Notfallklinik hängt ein sogenanntes Arrival-Board (Ankunftstafel), wie man es sonst nur von Flughäfen oder Bahnhöfen her kennt. Auf dem Bildschirm wird anonymisiert angezeigt, wann welcher Rettungswagen einen Patienten mit welcher Erkrankung bringt. Anhand eines Ampelsystems wird in den Farben grün, gelb und rot die Dringlichkeit der Erkrankung sowie der entsprechenden Behandlung angezeigt. Auf einen Blick kann das Personal somit erfassen, welche Patienten vom Rettungsdienst angemeldet wurden und wie schwer erkrankt diese sind.

„Dadurch wird die Schnittstelle zwischen dem Rettungsdienst und der Klinik optimiert“, freut sich der Verwaltungsleiter des Klinikums Memmingen, Wolfram Firnhaber.

Basis für die Voranmeldung bildet die Ausstattung aller bayerischen Rettungsdienstfahrzeuge mit tragbaren Computern, sogenannte Tablets. Mit diesen kann man die Karte der Krankenkasse auslesen, alle Daten dokumentieren sowie Bilder zur Dokumentation eines Unfalls machen.

„Alle Befunde der medizinischen Geräte des Rettungsdienstes wie EKG, Blutdruck oder Atmungsüberwachung werden automatisch an diesen Computer übertragen“, erklärt der ärztliche Leiter der Memminger Notfallklinik, Dr. Rupert Grashey. Die Daten sowie das Behandlungsprotokoll werden dann in die Klinik übertragen.

„Jetzt haben wir die Chance, schon vor Eintreffen des Patienten alles für seine bestmögliche Behandlung vorzubereiten“, freut sich Grashey. „Dadurch entsteht ein erheblicher Zeit- und vor allem Informationsvorsprung.“

Alle Details können von verschiedenen Arbeitsplätzen abgerufen werden, ob in der Notfallklinik oder auf der Intensivstation. So kann beispielsweise das EKG schon vorab durch einen Kardiologen ausgewertet werden und bei Vorliegen eines Herzinfarkts der Herzkatheter zur sofortigen lebensrettenden Therapie vorbereitet werden. Bei einem Schlaganfall wird der Computertomograph (CT) bereitgehalten, um eine umgehende Diagnostik und Behandlung einzuleiten.

„Auch Patienten mit Problemkeimen sind sofort erkennbar“, erklärt die pflegerische Stationsleiterin der Notfallklinik, Veronika Schlichting. „Für sie kann jetzt schon vorab ein Zimmer gesucht werden, um andere vor einer Infektion zu schützen.“

Zudem kann sich der Arzt durch die Übermittlung von Name und Versicherungsdaten anhand der Krankenakte bereits über eventuelle Vorerkrankungen oder frühere Klinikaufenthalte informieren.

„Durch Wegfall der Papierdokumentation und Übernahme der Daten in die EDV der Klinik kann der Krankheitsverlauf ohne Unterbrechung nachvollzogen werden,“ freut sich Klinikverwaltungsleiter Wolfram Firnhaber über die Neuerung.

Die Notfallklinik am Klinikum Memmingen ist mit der Einführung der elektronischen Datenübermittlung bisher das einzige Krankenhaus zwischen Augsburg und dem Bodensee. 


Tags:
Elektronisch Krankehaus Digital Kommunikation



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