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Die Patientenfürsprecherinnen des Klinikums Memmingen (von links) Margot Trojanzick-Schwerdtfeger und Edeltraud Sulik
(Bildquelle: Eva Maria Häfele/Pressestelle Klinikum Memmingen )
 
Memmingen
Donnerstag, 18. August 2016

Klinikum Memmingen: Mittler zwischen Patient und Klinikpersonal

Patientenfürsprecherinnen bieten unbürokratische Hilfe an

Sie verstehen sich als Mittler zwischen Patient und Klinikpersonal: Die beiden unabhängig arbeitenden Patientenfürsprecherinnen Margot TrojanzickSchwerdtfeger und Edeltraud Sulik, die am Klinikum Memmingen seit einem halben Jahr unbürokratische Hilfe anbieten. Jetzt stellten die beiden Ehrenamtlichen ihre bisherige Arbeit der Klinikleitung vor.

„Wir gehen gezielt von Bett zu Bett und fragen nach, ob alles in Ordnung ist“, erzählen die Fürsprecherinnen bei ihrem Austausch mit der Klinikleitung. „Die Patienten freuen sich über diese Aufmerksamkeit und sind auch meist sehr zufrieden.“ Dennoch gebe es hier und da Verbesserungsvorschläge: „Das Essen beispielsweise wird von den Patienten im Allgemeinen sehr gelobt, wer jedoch als Letzter sein Essen bekommt, riskiert, dass es kalt ist“, berichten die Fürsprecherinnen aus ihren Patientengesprächen.

Die Klinikleitung hat auf diese Problematik bereits reagiert: „Wir bauen sogenannte AndockStationen, an die die Essenswägen angedockt werden können. Diese Stationen können sowohl heizen als auch kühlen“, informiert Klinikverwaltungsleiter Wolfram Firnhaber und Pflegedirektor Hans-Jürgen Stopora nimmt zu der Aussage Stellung, die Patientenbetten seien von Einzelnen als „unbequem“ bezeichnet worden: „Bereits Ende des Jahres werden für über eine Million Euro neue Betten geliefert.“ Neben ihrer gezielten Abfrage am Patientenbett bieten die Fürsprecherinnen ein Beschwerdetelefon sowie eine wöchentliche Sprechstunde an: „Allerdings gab es im letzten halben Jahr lediglich vier Beschwerden“, erzählen Edeltraud Sulik und Margot Trojanzick-Schwerdtfeger.

„Ein Patient beklagte sich bei uns, weil er acht Stunden auf seine Entlassung warten musste.“ In einem solchen Fall sei die Kommunikation zwischen Patient und Personal entscheidend, sind sich Klinikleitung und Fürsprecherinnen einig. „Wenn ich einem Wartenden den Grund für die Verzögerung seiner Untersuchung oder Entlassung erkläre, beispielsweise, weil ein dringender Notfall dazwischen gekommen ist, dann haben die meisten dafür Verständnis“, wissen die gelernten Arzthelferinnen Sulik und Trojanzick-Schwerdtfeger.

Ihre Anliegen vorbringen könnten auch die Klinikmitarbeiter, wie die beiden Fürsprecherinnen einstimmig betonen: „Wir bieten auch den Ärzten und Pflegekräften unsere Hilfe an.“ Beispielsweise, wenn sie Probleme mit einem Patienten hätten. „In diesem Fall können wir als neutrale Personen vermitteln“, erzählen Sulik und Trojanzick-Schwerdtfeger, die sich auf eine Zeitungsanzeige hin als Patientenfürsprecherinnen am Klinikum Memmingen beworben haben. „Wir wollten etwas Sinnvolles tun und mit Menschen in Kontakt bleiben.“ 


Tags:
Patienten Klinikum Mittler Fürsprecher



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