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Fußball: FC Memmingen gegen Würzburg mit 1:3- Niederlage
08.04.2013 - 07:18
Die spielentscheidende Szene bei der 1:3 (1:2) Niederlage des FC Memmingen in der Fußball-Regionalliga Bayern passierte schon nach acht Minuten.
Der zuletzt offensivstarke Winter-Neuzugang Ümüt Sönmez verletzte sich nach einem überaus harten Einstieg von Ricardo Borba und musste vom Platz. Im direkten Anschluss nutzten die Gastgeber die Lücke, die Sönmez hinterließ, eiskalt zum Führungstreffer. Ex-Profi Christian Bieber (Karlsruher SC) flankte und Cristian Dan köpfte. Gerade als Steffen Friedrich nach einigen Minuten Unterzahl als Ersatz für Sönmez eingewechselt wurde, leistete sich die Memminger Hintermannschaft einen kollektiven Blackout und sah tatenlos zu, wie Frank Wirsching nach einer Viertelstunde schon das 2:0 machte.

Kein Wunder, dass der folgenreiche Einstieg von Borba noch lange diskutiert wurde. Der Würzburger Außenläufer kam mit der Gelben Karte davon. Eine andere Farbe wäre angebrachter gewesen. „Der Ball war schon weg und er ist mir mit Absicht voll in den Oberschenkel rein. Da kann man Rot geben“, kommentierte Sönmez das Foul, das ihm ein unliebsames Andenken in Form eines heftigen Blutergusses einbrachte. Zumindest scheint dem 19-jährigen nicht noch Schlimmeres passiert zu sein.

Der Kommentar von Kickers-Trainer Dieter Wirsching „wir haben losgelegt wie die Feuerwehr und wollten aggressiv in die Begegnung gehen“, löste bei der Memminger Delegation hinterher denn auch Kopfschütteln aus. Zweifelhaft fanden die FCM-Verantwortlichen auch die erneute Einteilung von Schiedsrichter Florian Kornblum (Chieming), der schon beim 1:3 im Hinspiel nach einem zweifelhaften Platzverweis gegen Alexander Hack in der Kritik stand. Auch damals profitierten die Franken maßgeblich von einer Entscheidung des Unparteiischen.

Dennoch: Diesmal kamen die Memminger durch den Anschlusstreffer von Steffen Friedrich noch einmal zurück und hatten mehrfach die Möglichkeit, den Ausgleich zu erzielen. Nach der Pause musste Kickers-Torhüter Daniel Tsifildis bei zwei wuchtigen Schüssen von Stefan Heger schon sein ganzes Können aufbieten, kurz vor der Pause hatte er bereits gegen Sebastian Bonfert in höchster Not gerettet. Gerade als die Partie zu kippen schien, gelang Würzburg im Anschluss an einen Freistoß von Frank Wirsching das vorentscheidende 3:1. Diesmal köpfte Sebastian Sonnenberger ein (58.). Die Allgäuer bäumten sich, von hinten angetrieben durch Daniel Böck, zwar mächtig gegen die drohende Niederlage auf, aber die Hausherren brachten das Ergebnis mit nur noch gelegentlichen Entlastungsangriffen über die Zeit. FCM-Trainer Esad Kahric war sichtlich angefressen, bei einem „Gegner auf Augenhöhe“ leer ausgegangen zu sein: „Wir haben das Spiel in der ersten Viertelstunde hinten durch zwei groben Fehler verloren“. Und weil vorne im Abschluss nicht viel gelang. Viel Zeit zum Grübeln bleibt nicht. Bereits am Dienstag steht das Nachhol-Heimspiel gegen den SV Seligenporten an, der am Ostermontag mit 5:3 nach Elfmeterschießen aus dem Pokal gekegelt wurde. (ass)

FC Würzburger Kickers: Tsifildis - Trunk, Sonnenberger, Donaldson, Murphy - Mensah - Borba, Duhnke (83. N. Wirsching), F. Wirsching - Dan (59. Ramaj), Bieber.

FC Memmingen: Kirchenmaier - Böck, Bader, Weiler, Holzapfel - Ruiz (73. Hänschke), Bonfert, Thönnessen, Sönmez (15. St. Friedrich) - Heger, Tastan (73. Hack).

Tore: 1:0 (10.) Dan, 2:0 (15.) F. Wirsching, 2:1 (29.) St. Friedrich, 3:1 (58.) Sonnenberger. - Schiedsrichter: Kornblum (Chieming). - Gelbe Karten: Borba / Bader, Holzapfel. – Zuschauer: 370.

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