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FC Memmingen leiht Zweitliga-Talent vom VfR Aalen aus
17.01.2013 - 09:16
"Wir haben eine ungewöhnliche Situation". Mit diesem Worten begrüßte der Vorsitzende Armin Buchmann den kompletten Spielerkader des Fußball-Regionalligisten FC Memmingen zum Trainingsauftakt nach der Winterpause – darunter fünf Neuzugänge.
Neben den bereits vermeldeten Beqiri-Brüdern, Marco Gröschel (SpVgg Unterhaching Junioren) und Rückkehrer Daniel Lutz (TSV Babenhausen) klappte auch die fünfte geplante Winterverpflichtung noch rechtzeitig vor der ersten Einheit: Vom Zweitligisten VfR Aalen wird Kevin Ruiz (21) bis zum Sommer ausgeliehen. Auf dem Talent ruhen gewisse Hoffnungen. Ungewöhnlich ist die Verpflichtung für Memminger Verhältnisse allemal. Der Deutsch-Spanier, geboren in Ulm, gilt als großes Talent, hat in Aalen als „Local Player“ einen Profivertrag, der bis 2014 gilt. Sein Problem: Beim aktuellen Tabellenfünften der zweiten Bundesliga ist seine Mittelfeldposition durch den Ex-Memminger Martin Dausch besetzt. Ruiz selbst gilt als Mann für die Zukunft. Sein Verein hat höchstes Interesse, dass er Spielpraxis auf hohem Niveau erhält, nicht nur in der eigenen U23-Mannschaft in der Verbandsliga. So kam der Kontakt mit Memmingen zustande.

Der sportliche Leiter Jürgen Wassermann spricht von äußerst entgegenkommenden Konditionen für das Ausleihgeschäft, das für den FCM eine Premiere darstellt. „Es hat funktioniert nur, weil alle Seiten zusammengespielt haben und das auch wirklich wollten“, ergänzt Buchmann. Weil ein Kontrakt zwischen Profi- und Amateurbereich nicht ganz so einfach ist, hat sich der Wechsel auch etwas hingezogen.

Ungewöhnlich ist für Buchmann auch, dass sich im Winter personell so viel getan hat, aber er ist genau wie Trainer Esad Kahric zuversichtlich, dass die Neuen in der sportlich schwierigen Situation den FCM weiterhelfen können. Kahric selbst war zum Auftakt locker und gelöst, hatte für jeden Zugang einen flotten Kommentar auf den Rippen. Die Kommandos am ersten Trainingsabend gab aber ein anderer. Rundenlaufen und ein Gesundheitscheck von Vereinsarzt Martin Wenke waren angesagt.

Während beim FCM ab sofort nahezu täglich geschwitzt wird, sind die Aktivitäten hinter den Kulissen auch noch nicht abgeschlossen. „Zu einem Stürmer haben wir noch Kontakt“, verrät Wassermann. Ob es was wird, kann er noch nicht sagen. Aber aus seiner Sicht ist es ohnehin schon ungewöhnlich, dass im Winter gleich fünf Transfers möglich waren. Das klappt nur, wenn die abgebenden Vereine damit auch einverstanden sind.

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