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Fußballstadion Bodenseestraße in Memmingen
(Bildquelle: AllgäuHIT)
 
Memmingen
Montag, 1. Dezember 2014

FC Memmingen feiert Schützenfest in Seligenporten

Der FC Memmingen hat im Regionalliga-Auswärtsspiel beim SV Seligenporten das halbe Dutzend vollgemacht und mit 6:0 (4:0) ein vorweihnachtliches Schützenfest gefeiert. Allein dreimal traf Michael Geldhauser, der damit sein Konto auf 12 Saisontreffer schraubte. 

Schon zur Pause war es in der äußerst fairen Partie (ohne Gelbe Karte) eine klare Sache für die Allgäuer, obwohl es anfangs noch gar nicht danach aussah. Der Tabellenvorletzte versuchte zunächst Akzente zu setzen, war aber im Abschluss viel zu harmlos. „Wir sind gut ins Spiel gekommen. Bei den beiden ersten Toren sind wir zweimal ausgerutscht“, war SVS-Trainer Florian Schlicker frustriert über das, was er an diesem Tag von seiner Mannschaft zu sehen – oder eben nicht zu sehen - bekam. Der Unglücksrabe des Nachmittags war Abwehrspieler Florian Jakl, der große Probleme mit dem glitschigen Rasen hatte. Ugur Kiral nutzte den ersten groben Schnitzer und schoss aus 18 Metern flach ein (20.). Mit einem Doppelschlag in der 31. und 34. Minute war die Partie dann schon vorzeitig gelaufen. Den nächsten Jakl-Ausrutscher nutzte Geldhauser zum 0:2 und Andreas „Bobo“ erzielte den schönsten Treffer des Nachmittags. Sein 25-Meter-Schuss aus vollem Lauf senkte sich genau ins Kreuzeck. Das Video dazu wurde gleich vom Bayerischen Fußballverband als „Tor des Wochenendes“ verbreitet und hat beste Chancen in die Auswahl zum „Bayern-Treffer des Monats“ zu kommen. Kurz vor der Pause stand FCM-Verteidiger Fabian Rupp nach einer Mayer-Ecke samt Geldhauser-Verlängerung allein im Fünf-Meter-Raum und nickte zum 0:4 ein. 

„Es war wichtig, dass wir nach dem Führungstreffer nachgelegt haben. In der zweiten Halbzeit haben wir es gut zu Ende gespielt und eigentlich nichts mehr zugelassen“. Der Torhunger von Geldhauser war hier noch nicht gestillt. Der Stürmer wurde vom zur Halbzeit eingewechselten Thomas Thönnessen steil geschickt und verlud bei seinem Alleingang Seligenportens Torhüter Brunnhübner zum 0:5 (71.). Fünf Minuten später tanzte er im Strafraum gleich vier Gegenspieler aus und setzte den Schlusspunkt zum 0:6. Die Abwehr um Torhüter Martin Gruber ließ wieder keinen Gegentreffer zu. Das Ergebnis hätte bei konsequenterer Chancenverwertung sogar noch höher ausfallen können. „Wir sind sehr zufrieden, weil wir dieses Spiel mit aller Macht gewinnen wollten“, konnte sich Braun entspannt zurücklehnen. Sein Gegenüber Schlicker blickte ratlos drein. In Seligenporten leuchten die Regionalliga-Lichter bei acht Punkten Rückstand auf einen Nicht-Abstiegsplatz nur noch auf schwacher Flamme. Der FC Memmingen ist nun seit sechs Begegnungen ungeschlagen (drei Siege, drei Unentschieden) und hat mit dem Kantersieg beinahe sein Torverhältnis (30:31) ausgeglichen. Sollte der gute Lauf im Nachholspiel nächsten Samstag (14 Uhr) beim SV Schalding-Heining fortgesetzt werden können, wäre vor der Winterpause noch der Sprung auf den sechsten Tabellenplatz möglich. 


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