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mit Andreas Viktor
 
 

Prozessauftakt: Tochter soll mit angesehen haben wie der Vater auf ihre Mutter einstach
05.02.2013 - 09:44
Vor dem Landgericht Kempten muss sich heute ein 33-jähriger Iraner wegen zweifachem versuchten Totschlag und gefährlicher Körperverletzung verantworten. Er soll im Januar letzten Jahres versucht haben seine Frau und seinen Mitbewohner zu töten.
Im Januar 2012 soll der Angeklagte seiner Lebensgefährtin mit der Faust in das Gesicht geschlagen und sie mit beiden Händen gewürgt haben. Wenig später unterstellte er seinem Mitbewohner, ein Verhältnis mit seiner Lebensgefährtin zu haben. Er bewaffnete sich mit einem etwa 30 cm langen Brotmesser und versuchte mehrfach seinem Mitbewohner in den Brustkorb zu stechen. Sein Mitbewohner in einer Asylbewerber-Unterkunft konnte die Angriffe glücklicherweise abwehren und den Beschuldigten aus seinem Zimmer schieben. Er zog sich dabei allerdings eine Schnittverletzung an der rechten Handinnenseite und am kleinen Finger zu.

Anschließend soll der Angeklagte versucht haben auch seine Lebensgefährtin zu töten. Er fand sie in Begleitung der gemeinsamen Tochter außerhalb des Asylbewerberheims. Der 33-jährige soll mit dem Küchenmesser zweimal von hinten auf seine Freundin eingestochen haben. Dabei erlitt sie zwei Schnittwunden und eine Stichwunde.

Nur von einem weiteren Mitbewohner konnte der Beschuldigte daran gehindert werden, weiter auf seine Lebensgefährtin einzustechen. Die vollkommen verstörte und weinende Tochter musste die Tat mit ansehen.

Der 33-jährige Iraner muss sich deshalb heute wegen gefährlicher Körperverletzung mit versuchtem Totschlag in zwei Fällen in Tatmehrheit mit gefährlicher Körperverletzung und Bedrohung verantworten. Insgesamt sind drei Verhandlungstage angesetzt.

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